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Scott Eahterton war unter dem Korb nicht zu stoppen. Foto: Matthias Klar

Löwen zeigen Nervenstärke und gewinnen Derby-Krimi

02.01.2019

Wahnsinn! Unsere Löwen haben am heutigen Mittwoch, 2. Januar, einmal mehr ihre Nervenstärke bewiesen: Sie haben nach einem packenden und umkämpften Derby mit 80:76 (46:42) bei der BG Göttingen gewonnen und damit den fünften Sieg in Folge geholt. In der Partie mit sechs Führungswechseln im Schlussviertel hatten die Löwen den besseren Start und lagen rasch mit neun Punkten vorne. Doch holten die Gastgeber diesen Rückstand bereits zum Ende des Viertels über eine gesteigerte Intensität auf. Von da an entwickelte sich eine sehr enge und ausgeglichene Partie – in der unsere Löwen zwar stark aus dem Zweierbereich (74 Prozent) waren, aber sehr schwach von außen trafen (19 Prozent Dreierquote). Und so wurde das Spiel erst in den Schlusssekunden entschieden: Da verwandelte unser Kapitän Thomas Klepeisz 19 Sekunden vor dem Ende zuerst einen Korbleger und anschließend zwei Freiwürfe zum Sieg. Scott Eatherton, der 100 Prozent aus dem Feld traf, avancierte bei seinem Ex-Klub mit 18 Punkten zum Topscorer.


Unsere Löwen bewegten den Ball zu Beginn sehr gut und erspielten sich schnell eine 14:5-Führung (4. Minute). Göttingens Headcoach Johan Roijakkers nahm dann eine Auszeit und aus der kamen die Gastgeber deutlich besser heraus. Sie agierten mit mehr Intensität, zogen entschlossen zum Korb und verkürzten ihren Rückstand angeführt von Derek Willis bis auf zwei Zähler (16:14, 6. Minute). Diesen knappen Vorsprung konnte das Menz-Team mit ins zweite Viertel nehmen (23:21).

Beide Teams hatten in den ersten zehn Minuten wenig Fehler gemacht und die Statistiken waren ziemlich ausgeglichen. Auffällig waren die guten Trefferquoten aus dem Zweierbereich, die bei den Löwen bei unfassbaren 78 Prozent lag und bei der BG bei 64 Prozent. Von der Dreierlinie hatten beide Mannschaften allerdings noch deutlich Luft noch oben. Und hier packten die Göttinger im zweiten Viertel was drauf. Sie trafen vier Dreier, während bei unseren Löwen selbst die ganz offenen Würfe vom Perimeter nicht den Weg durch die Reuse fanden.

Das war ein entscheidender Aspekt, weshalb die Partie eng blieb. Und Frank Menz formulierte es noch drastischer: „Unsere schlechte Dreierquote hat fast verhindert, dass wir hier gewonnen haben“, so unser Headcoach. Aber die Löwen konnten sich im zweiten Viertel nach dem 29:29-Ausgleich wieder eine 37:31-Führung holen, wenngleich die Veilchen in dieser Phase über die bereits genannten Dreier dranblieben. So auch mit dem letzten Wurf, der das 46:42 aus Löwensicht nach zwei Spielminuten bedeutete.

Den Schwung aus dem zweiten Viertel nahmen die Göttinger nach der Pause mit – und unsere Löwen gerieten erstmals in Rückstand. Das lag daran, dass sie einige Male den Ball verloren, nach wie vor keine Dreier fielen und die Löwen die Gastgeber in der Bewegung zum Korb kaum stoppen konnten. Auf mehr als drei Punkte konnten sich die Göttinger allerdings nicht absetzen – auch, weil das Menz-Team gut verteidigte. Und so war es schließlich einer der wenigen erfolgreichen Dreipunktewürfe, in diesem Moment von DeAndre Lansdowne, der kurz vor dem Viertelende wieder eine knapp Führung bedeutete (57:56).

Mit einem Ein-Punkte-Vorsprung ging es auch ins letzte Viertel, in dem die Führung insgesamt sechs Mal wechselte. Allein das sagt schon aus, wie eng es zuging. „In den letzten fünf Minuten haben wir sehr gut verteidigt“, sagte Frank Menz nach der Begegnung. Und das war in dieser Phase neben dem „coolen“ Thomas Klepeisz entscheidend. Unser Kapitän zog bei 19 verbleibenden Sekunden beherzt zum Korb und traf zuerst zur 78:76-Führung, ehe er kurz darauf gefoult wurde und beide Freiwürfe verwandelte. Damit war der Sieg perfekt!

Für uns geht es bereits an diesem Samstag, 5. Januar (18 Uhr), mit dem nächsten Heimspiel weiter. Dann empfangen sie den Tabellenzweiten ALBA BERLIN in der Volkswagen Halle. Da die Ticketnachfrage für dieses Spiel sehr hoch ist, wird am morgigen Donnerstag ab 10 Uhr ein weiterer Block im Südkurvenbereich zum Verkauf freigeschaltet. Tickets für die Begegnung sind an allen bekannten Vorverkaufsstellen sowie online im Löwen-Ticketshop erhältlich.

Viertel aus Löwensicht: 23:21, 23:21, 13:16, 21:18;

Trainerstimmen zum Spiel:

Frank Menz (Basketball Löwen Brauns
chweig): „Das war ein sehr gutes, ansprechendes und intensives Derby. Wir hatten unsere Vorteile im Rebound und hatten wenige Ballverluste. Das hat uns überhaupt erst geholfen, gegen eine so gute Göttinger Mannschaft im Spiel zu bleiben. Unsere schlechte Dreierquote hat fast verhindert, dass wir hier gewonnen haben. Wir wussten, dass es ein schweres Spiel wird. Göttingen hat sehr gut gespielt. Das Pick and Roll, insbesondere von Michael Stockton und Darius Carter, haben wir nicht in den Griff bekommen. Gegen Jena haben wir das sehr gut gemacht – das zeigt die Qualität von Stockton. In den letzten fünf Minuten haben wir sehr gut verteidigt. Zwei Fehler – einmal den Ball nicht über die Mittellinie zu bringen und dann zwei Freiwürfe daneben zu werfen – hätten uns fast den Sieg gekostet.“

Johan Roijakkers (BG Göttingen): „Ich denke, dass beide Mannschaften heute den Sieg verdient gehabt hätten. Ich bin stolz auf meine Mannschaft – sie hat überragend gespielt, auf einem Top-Level. Auch wenn es wieder nicht zum Sieg gereicht hat, bin ich stolz auf mein Team. Außerdem bedanke ich mich bei unseren Fans, die uns heute fantastisch unterstützt haben.“ 

Basketball Löwen Braunschweig: Nawrocki n.e., Blake 10, Figge n.e., Lansdowne 15 (3 Assists), Klepeisz 10 (6 Rebounds), Sengfelder 8, Kovacevic n.e., Koné 7, Hines 6 (8 Rebounds, 3 Assists), Rahon 6 (5 Assists), Eatherton 18 (7 Rebounds, 3 Assists), Lagerpusch.

BG Göttingen:
Lockhart 4 (5 Rebounds, 3 Assists), Albrecht n.e., Kramer 1, Williams 6, Carter 14, Andrijc 10, Mönninghoff 2, Stockton 16 (7 Assists), Larysz n.e., Willis 18 (5 Rebounds), Haukohl 2, Grüttner Bacoul 3.

Boxscore zum Spiel


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