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Dritter Stopp der Auswärtstournee ist morgen in Berlin

11.02.2019

Viel Zeit blieb unseren Löwen nicht, um ihre Wunden nach der erneut sehr knappen Auswärtsniederlage in Jena und der Knieverletzung von Scott Eatherton zu lecken. Bereits am morgigen Dienstag tritt unser Team beim Tabellenvierten und EuroCup-Viertelfinalisten ALBA BERLIN in der Mercedes-Benz-Arena an (Tip-Off: 19:00 Uhr, live auf MagentaSport).


Unsere Löwen hatten sich erhofft, eins der drei aufeinander folgenden Auswärtsspiele gegen Oldenburg, Berlin und Jena zu gewinnen. Die realistischste Chance auf einen Sieg hatten sie am Samstag bei Science City Jena. Doch wie bereits bei ihren vorherigen Partien in Crailsheim und Gießen mussten DeAndre Lansdowne & Co. sich auch bei den Thüringern in einem Krimi geschlagen geben und verloren am Ende mit 83:85. Dass unsere Löwen es mit dem letzten Wurf selbst in der Hand hatten und das Spiel noch zu ihren Gunsten hätten entscheiden können, schmerzt zusätzlich zu der Tatsache, dass sie in dieser Partie auch noch ihren besten Rebounder und zweitbesten Scorer Scott Eatherton (Knieverletzung) verloren. Auch wenn die Diagnose der MRT-Untersuchung noch nicht vorliegt, so steht fest, dass unser Center erst einmal ausfallen wird.

Und so sagt dann auch Frank Menz: „Insgesamt betrachtet war die Niederlage in Jena sehr ärgerlich. Aber für uns geht es jetzt darum, Scott's Ausfall so gut wie möglich zu kompensieren und unter den gegebenen Umständen morgen ein gutes Spiel zu machen.“ Und da wartet niemand Geringerer als ALBA BERLIN. Unsere Löwen haben den Tabellenvierten erst Anfang des Jahres nach einer tollen Leistung 83:79 daheim in der Volkswagen Halle besiegt und können immerhin dieses gute Gefühl aus diesem Spiel mitnehmen. Doch auf der anderen Seite sind sie natürlich der klare Außenseiter, zumal die Berliner in dieser BBL-Saison zu Hause noch kein einziges Spiel verloren haben.

Neben der Heimstärke ist das Team von Headcoach Aito Garcia Reneses auch offensivstark. Mit 91,82 Punkten erzielen die Berliner ligaweit die meisten Punkte im Schnitt. Ihr Topscorer ist der Litauer Rokas Giedraitis mit 14 Zählern bei 50,6-prozentiger Dreierquote. Danach folgen Martin Herrmannsson (13 PpS; 3,8 ApS; 41,3 Prozent Dreierquote), der letztjährige Liga-MVP Luke Sikma (11,5 PpS; 7,1 RpS; 5,7 ApS), Niels Giffey (11,2 PpS) und Peyton Siva (10 PpS, 6,9 ApS). Siva hat beim gestrigen Berliner Auswärtssieg in Bonn ebenso wie Joshiko Saibou sein Comeback nach Verletzungspause gegeben. Dafür müssen die Berliner mehrere Monate auf Stefan Peno verzichten, der Anfang Februar eine schwere Knieverletzung erlitt.

Dennoch ist die Rotation nach wie vor sehr tief, was auch gestern in Bonn zu sehen war: Alle zwölf Spieler wurden eingesetzt, bis auf Luke Sikma spielten alle anderen unter 30 Minuten. Zudem bewiesen die Berliner in dieser Partie einmal mehr ihre Qualitäten von der Dreierlinie: Von dort versenkten sie gestern 54 Prozent ihrer Würfe, über die Saison gesehen sind es 40 Prozent. Für unsere Löwen wird es morgen deshalb vor allem auch darauf ankommen, defensiv wieder einen besseren Zugriff zu bekommen, als es zuletzt häufiger der Fall war. „Aber wir spielen derzeit auch schneller und haben mehr Abschlüsse. Deshalb hat der Gegner im Umkehrschluss ebenfalls mehr Ballbesitze und scort dementsprechend mehr", begründet Frank Menz, weshalb sein Team derzeit mehr Punkte kassiert, fügt aber hinzu: "Dennoch muss klar sein, dass wir uns gegen Berlin nicht auf unsere Offensive verlassen können und wir gegen diesen Gegner vor allem defensiv dagegenhalten müssen.“


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