News

Hammer! Trevor Releford führt Löwen zum 82:81-Auswärtssieg n.V.

22.12.2019

Ein schöneres Weihnachtsgeschenk hätten sich unsere Löwen zwei Tage vor Heilig Abend nicht machen können. Ausgerechnet bei den FRAPORT SKYLINERS, wo sie das letzte Mal am 13. Oktober 2002 gewonnen hatten, haben sie ihre Niederlagenserie beendet und in einem Krimi mit 82:81 (27:37, 74:74) nach Verlängerung gewonnen. Danach sah es aber lange Zeit gar nicht aus. Denn unsere Mannschaft um Headcoach Pete Strobl spielte eine schwache erste Halbzeit mit schlechten Trefferquoten und geriet im dritten Viertel sogar schon mit 17 Punkten in Rückstand. Dann war es allerdings der starke Trevor Releford, der die Löwen mit 14 Zählern im dritten Viertel zurück ins Spiel brachte und in die Verlängerung führte. Und auch in der Overtime sorgte der Löwen-Spielmacher mit zwei Freiwürfen am Ende für die Entscheidung. Insgesamt erzielte Trevor Releford 28 Punkte, war damit der Löwen-Topscorer und legte eine neue persönliche BBL-Bestleistung auf. Für die Frankfurter zeigte Ex-Löwe Joe Rahon eine sehr gute Leistung und kam auf 16 Punkte sowie 7 Assists.


Beide Teams starteten nervös mit Ballverlusten und vergebenen Korblegern ins Spiel. Und auf Löwenseite sollte sich das erstmal nicht bessern. Zwar blieben sie an den Gastgebern dran, weil sie deren Würfe auch schwer machten. Doch leisteten sich unsere Löwen zu viele Turnovers (7) und trafen schlecht. Lediglich 29 Prozent ihrer Zweipunktewürfe und 33 Prozent der Dreier fielen durch die Reuse. Zwischen der 3. und 8. Spielminute traf das Strobl-Team gar nichts aus dem Feld und geriet mit 7:12 in Rückstand, ehe Tommy Klepeisz einen Dreier „off-balance“ versenkte.

Dennoch gingen die teilweise verunsichert wirkenden Löwen mit einem 11:15-Rückstand ins zweite Viertel. Hier gelang es ihnen, besser auf den Ball aufzupassen. Dafür vergab das Strobl-Team reihenweise Korbleger und ließ immer wieder Freiwürfe liegen. Hinzukommend spielten die Frankfurter um den starken Joe Rahon einfach mit deutlich mehr Intensität, waren wacher, schneller, trafen besser und setzten sich deshalb nach 16 Minuten auch verdient auf zehn Punkte ab (20:30). Diesen Rückstand konnten unsere Löwen bis zur Halbzeitpause nicht wettmachen, in die sie beim Stand von 27:37 gingen.

Zurück auf dem Parkett war zunächst keine Besserung in Sicht. Die Frankfurter kamen deutlich entschlossener als unsere Löwen aus der Kabine und bauten ihren Vorsprung Stück für Stück weiter aus. In der 25. Minute lagen die Löwen, bei denen Scott Eatherton bereits drei Fouls kassiert hatte, schließlich mit 17 Punkten hinten (35:52). Doch dann war Trevor Releford-Zeit! Während unserem Team in der Defensive endlich die nötigen Stopps gelangen, nahm unser Spielmacher das Spiel in der Offensive in seine Hände, erzielte elf Punkte in Folge und brachte unsere Löwen zurück ins Spiel. Insgesamt gelangen Releford in diesem dritten Viertel 14 Zähler, darunter waren drei Dreier in den letzten drei Minuten, sein letzter bedeutete das 51:56.

Und unsere Löwen spürten, dass da noch was ging. Sie spielten jetzt endlich energischer, obwohl immer noch nicht alles rund lief. Trotzdem waren sie in der 33. Minute auf 57:58 an den Frankfurtern dran, die sich anschließend wieder etwas Luft verschaffen konnten (59:65). Doch dann gelang den Löwen ein 6:0-Lauf, darunter war ein Dreier des guten Tommy Klepeisz zum 65:65 (37. Minute). Und die Partie sollte bis in die Schlusssekunden packend bleiben. Denn was auf die 69:67-Führung der Löwen folgte war ein offener Schlagabtausch, den Trevor Releford per Dreier zum 74:74-Ausgleich beendete. Verlängerung!

In die ging das Strobl-Team ohne Scott Eatherton, der 90 Sekunden vor dem regulären Spielende mit 5 Fouls ausgeschieden war. Dennoch gestalteten die Löwen die Overtime zunächst eng, bis sich die Frankfurter 79 Sekunden vor dem Ende durch Liga-Topscorer Lamont Jones auf 81:77 absetzen konnten. Lucca Staiger, bis hierhin mit nur einem erfolgreichen Dreier bei sechs Versuchen, traf in dieser wichtigen Phase von der 6,75-Meterlinie zum 80:81 aus Löwensicht. Danach vergaben die Hessen zuerst einen Wurf, dann kassierte Aleksandar Marelja ein strittiges Offensiv-Foul, ehe Trevor Releford den Ball klaute, gefoult wurde und zum 82:81 traf. Die Gastgeber bekamen in den letzten 13 Sekunden zwar noch zwei Wurfchancen, trafen aber nicht. Und damit war der Löwen-Sieg perfekt!

Viertel aus Löwensicht: 11:15, 16:22, 24:19, 23:18, 8:7

Trainerstimmen zum Spiel:

Pete Strobl (Basketball Löwen Braunschweig):
„Es war eine tolle Stimmung heute in der Arena. Viele Emotionen, laute Fans, da hat es Spaß gemacht zu spielen. Wir haben interessante Wochen hinter uns. Daher bin ich stolz darauf, wie die Mannschaft die Situation gehandhabt hat. Wie erwachsene, intelligente Menschen. Wir lagen die meiste Zeit des Spiels hinten, daher bin ich sehr froh über den Sieg, aber noch mehr über die Art, wie wir das Spiel gedreht haben. Diese Art können wir für die Zukunft nutzen. Es war ein schweres Spiel für uns, denn Frankfurt hat uns mit ihrer Verteidigung viel weggenommen. Ich bin daher sehr glücklich über diesen Sieg.“

Sebastian Gleim (FRAPORT SKYLINERS): „Glückwunsch an Pete und sein Team. Ich bin insgesamt mit der Struktur unseres Spiels zufrieden. Wir konnten unsere Assists steigern und haben unsere Ballbewegung verbessert. Braunschweig spielt eine ungewöhnliche Verteidigung mit ihrer Match-Up-Zone. Aber wir waren darauf vorbereitet. Beide Teams haben dann irgendwann mit sehr kleinen Aufstellungen agiert, was das Spielgeschehen zäh gemacht hat. Am Ende macht Braunschweig dann einen oder zwei Fehler weniger, was dann reicht, um das Spiel mit einem Punkt zu gewinnen. Auf jeden Fall möchte ich mich aber bei den Fans bedanken. Die Stimmung in der Arena war großartig. Ich denke, wir hätten uns alle gerne den Heimsieg zum Weihnachtsgeschenk gemacht.“

Basketball Löwen Braunschweig: Wank, Lyles 6 (3 Assists), Zeeb, Staiger 7, Klepeisz 12 (4 Assists), Marelja 7 (5 Rebounds), Releford 28 (3 Ballgewinne), Lawson III 1 (6 Rebounds, 3 Assists), Hübner n.e., Jallow 10 (6 Rebounds), Eatherton 11.

FRAPORT SKYLINERS: Schoormann, Vrcic n.e., Freudenberg 14 (12 Rebounds), Jones 11 (5 Assists), Schmidt 1, Waleskowski 3, McQuaid 6, Kratzer 16 (9 Rebounds), Robertson 14 (7 Rebounds, 3 Assists), Rahon 16 (7 Assists), Völler.

Statistik zum Spiel


DatenschutzImpressum