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Deutliche 71:93-Niederlage zum Jahresende

30.12.2019

Es war alles andere als der erhoffte versöhnliche Jahresabschluss, den unsere Löwen und die 4.209 Zuschauer in der Volkswagen Halle am Montagabend erlebten. Die Mannschaft von Headcoach Pete Strobl verlor deutlich mit 71:93 (34:40) gegen den Playoff-Kandidaten und EuroCup-Top16-Teilnehmer EWE Baskets Oldenburg und stehen mit einer Bilanz von 10:14 auf dem zehnten Platz. In der ersten Halbzeit spielten unsere Löwen gut mit den Gästen mit und boten ihnen trotz erneut zu vieler Ballverluste (insgesamt 26) und schwacher Dreierquote (21 Prozent) mit guten Verteidigungssequenzen und Kampf Paroli. Doch nach einem 7:0-Lauf der EWE Baskets zu Beginn des dritten Viertels glitt dem Strobl-Team das Spiel gänzlich aus den Händen. Unser Headcoach sprach nach dem Spiel von einer ganz schlechten zweiten Halbzeit seiner Mannschaft und sagte zudem: „Es ist wirklich schwer in dieser Liga zu spielen, wenn man den eigenen Ball nicht kontrollieren kann. Man muss nicht alles treffen, man muss aber gute Würfe bekommen. Das haben wir nicht gemacht.“ Zum Topscorer der Partie avancierte unser Spielmacher Trevor Releford mit 21 Punkten, für die Oldenburger war Armani Moore am erfolgreichsten (17).


Unsere Löwen taten sich schwer, einen offensiven Rhythmus gegen die tief stehende Oldenburger Verteidigung zu finden und bekamen Scott Eatherton kaum ins Spiel. Dadurch nahmen wir viele Würfe aus der Distanz, die aber nur bei 29 Prozent fielen. Die Gäste hatten allerdings auch Schwierigkeiten gegen unsere wechselnde Verteidigung und trafen von der Dreierlinie deutlich unter ihren Möglichkeiten (22 Prozent). Allerdings waren sie in Korbnähe effektiver und profitierten von Braunschweiger Ballverlusten. Das führte in Summe dazu, dass sich die Oldenburger zwischenzeitig schon auf acht Punkte absetzen konnten (7:15, 10:18).

Zu Beginn des zweiten Viertels lagen unsere Löwen aber nur mit fünf Zählern hinten (15:20) und zeigten ein verbessertes Zusammenspiel. Vor allem zwischen Lukas Wank und Scott Eatherton flutschte es ein paar Mal richtig und so kamen die Löwen auf 23:26 heran. Wären da nur nicht die fortwährenden Ballverluste (11 zur Halbzeit) und Armani Moore gewesen. Die Oldenburger Nachverpflichtung erzielte in diesem Viertel neun Punkte und warf die Löwen auch wieder deutlicher in einen 26:33-Rückstand. Aber der Kampfgeist unserer Löwen stimmte, was u.a. ihre Rebounds-Dominanz (21/14) sowie gute Verteidigungssequenzen zeigten. Über die Defense gelang ihnen auch ein 6:0-Lauf zum 32:33 (18. Minute). Zur Halbzeit lagen unsere Löwen hingegen mit 34:40 hinten – aber es schien noch alles drin zu sein.

Der Start ins dritte Viertel sollte jedoch der Knackpunkt des Spiels werden. Die Oldenburger machten sofort mit einer Pressverteidigung Druck und forcierten damit schwere Würfe sowie Ballverluste. Das Ergebnis war ein 7:0-Lauf der Gäste zum 34:47 aus Löwensicht (32. Minute) und der zeigte Wirkung. Das Strobl-Team verlor zunehmend den Zugriff auf das Spiel und machte den auf dem Papier ohnehin schon favorisierten Gegner durch teils haarsträubende Aktionen noch stärker. Unsere Löwen waren zwar bemüht. Vor allem am offensiven Brett arbeiteten sie gut, holten sich in diesem Viertel 7 Offensiv-Rebounds und zogen Fouls. Aber Spielfluss war kaum vorhanden und die Köpfe gingen zunehmend runter. Immer wieder verloren sie den Ball, was zusammen mit der extrem hohen Zweierquote (82 Prozent) der EWE Baskets ein Herankommen unmöglich machte.

Der Rückstand zu Beginn des letzten Viertels betrug weiterhin 13 Punkte (50:63) und ein dann folgender 14:4-Lauf der Gäste in fünfeinhalb Minuten sorgte endgültig für die Entscheidung (54:77). Zwar fanden die Löwen trotz weiterer acht Ballverluste in diesem Viertel dann offensiv noch ein bisschen zurück in die Spur und erzielten insgesamt 21 Punkte, allerdings foulten sie auch viel und konnten die Oldenburger nicht stoppen. Die Gäste machten 30 Punkte und entschieden das Spiel schlussendlich deutlich für sich.

Viertel aus Löwensicht: 15:20, 19:20, 16:23, 21:30;

Trainerstimmen zum Spiel:

Pete Strobl (Basketball Löwen Braunschweig):
„Gratulation an Coach Drijencic und Oldenburg zum verdienten Sieg. Nicht umsonst sind sie eine EuroCup-Mannschaft. Ich schätze die Arbeit von Oldenburg sehr, sie haben sehr gute Spieler, hoch bezahlte Spieler mit viel Erfahrung. Unsere erste Halbzeit war in Ordnung, wir haben gekämpft und unsere Verteidigung war in Ordnung. In zweiten Halbzeit ist das umgeschlagen, wir waren nicht konzentriert genug und haben ein paar falsche Entscheidungen getroffen. Wir hatten schon wieder zu viel Ballverluste und das tut weh. Es ist wirklich schwer in dieser Liga zu spielen, wenn man den eigenen Ball nicht kontrollieren kann. Man muss nicht alles treffen, man muss aber gute Würfe bekommen. Das haben wir nicht gemacht. Darum war die zweite Halbzeit von unserer Seite ganz schlecht und Oldenburg hat verdient gewonnen.“

Mladen Drijencic (EWE Baskets Oldenburg): „Wie erwartet war das heute ein schweres Spiel für uns. Es war nicht einfach für uns, unser Spiel hier anzupassen und richtige Entscheidungen gegen die wechselnde Verteidigung von Braunschweig zu treffe. Deswegen war ich in der ersten Halbzeit unzufrieden, weil meine Jungs nicht das umgesetzt haben, was wir vorgegeben haben. Wie haben unsere Angriffe zu früh abgeschlossen und keine cleveren Entscheidungen getroffen. Auch defensiv haben wir nicht so gestanden, wie wir wollten. In der zweiten Halbzeit haben wir dann das Gegenteil von der ersten Halbzeit gemacht. Wir haben offensiv den Ball schneller und cleverer bewegt, defensiv waren wir aggressiver. Leider hatten wir das ganze Spiel über Probleme bei den Offensiv-Rebounds, obwohl wir wussten, wie wir da agieren müssen. Aber ich bin glücklich, dass wir hier gewonnen haben und wir mit einem Sieg ins neue Jahr rutschen.“

Basketball Löwen Braunschweig: Wank 4 (4 Assists), Lyles 4, Zeeb, Staiger 3, Klepeisz 4 (3 Assists), Göttsche n.e., Marelja 9, Releford 21 (3 Assists), Lawson III 2, Hübner n.e., Jallow 13 (5 Rebounds), Eatherton 11 (11 Rebounds).

EWE Baskets Oldenburg: Moore 17, Hobbs 15, Sears 6, Tadda, McClain 1, Keßen 5, Amaize 9, Paulding 14 (3 Ballgewinne), Mahalbasic 8 (9 Assists, 5 Ballgewinne), Schwethelm 4, Larson 14 (6 Assists, 3 Ballgewinne).

Statistik zum Spiel


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