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DeAndre Lansdowne kam auf ein Double-Double von 15 Punkten und 11 Assists. Foto: Daniel L?b / Loeb

Starke Teamleistung nicht belohnt: 88:93-Niederlage in Bamberg

27.04.2019

Als unsere Löwen am Freitagabend beim Comeback von Headcoach Frank Menz in der 35. Minute mit 77:70 beim Tabellenfünften Brose Bamberg führten, da lag eine dicke Überraschung in der Luft. Zuvor hatten sie im zweiten Viertel schon mit 14 Zählern zurückgelegen, sich dann aber über eine starke zweite Halbzeit ohne Ballverluste und über eine gute Verteidigung zurückgekämpft. In den letzten fünf Minuten des Spiels haben unsere Löwen allerdings kaum noch ihre Würfe getroffen. Ganz anders Bambergs Power Forward Augustine Rubit, der im vierten Viertel mit 18 erzielten Punkten (insgesamt 29) den Unterschied machte. Er drehte die Partie fast im Alleingang und sorgte maßgeblich für die knappe 88:93-Niederlage (41:48) der Löwen, die insgesamt eine starke und geschlossene Teamleistung zeigten. Sechs Spieler punkteten zweistellig, Scott Eatherton war mit 22 Punkten Topscorer, DeAndre Lansdowne kam auf ein starkes Double-Double von 15 Punkten und 11 Assists. Für die Löwen geht es bereits am Mittwoch (1. Mai, 18:00 Uhr) weiter, dann empfangen sie die Telekom Baskets Bonn in der Volkswagen Halle.


Nach einem 0:6-Start fanden unsere Löwen etwas besser ins Spiel. Vor allem, wenn sie schnell nach vorne spielten, lief es deutlich besser. Trotzdem blieben die Bamberger lange vorne und führten in der 7. Minute bereits mit acht Punkten (10:18). Das lag auch daran, dass sie Foul um Foul zogen und ständig an die Freiwurflinie gingen: Elf Mal stand der Tabellenfünfte im ersten Viertel an der Linie, die Löwen unerklärlicherweise kein einziges Mal. Und trotzdem hatte das Menz-Team das Spiel zum Viertelende wieder ausgeglichen (20:20) - vor allem weil das Duo Lansdowne-Eatherton stark kombinierte und die Löwen gut aus dem Feld trafen (70 Prozent Zweierquote).

Doch den Auftakt ins zweite Viertel verschliefen unsere Löwen ein wenig: Sie verloren zwei Mal den Ball, insgesamt waren es sogar sechs Ballverluste in diesem Viertel. Die Bamberger bestraften das und zogen auf 22:30 davon (13. Minute). Hinzukommend hatte Thomas Klepeisz schon ganz früh sein drittes Foul kassiert und Scott Eatherton wurde nach starkem ersten Viertel jetzt von Bamberg aus dem Spiel genommen. Sein Gegenüber Cliff Alexander war dafür vermehrt erfolgreich und sorgte für einen 14-Punkte-Rückstand unserer Löwen (29:43). Die kämpften sich zur Halbzeit angeführt von DeAndre Lansdowne und Chris Sengfelder aber wieder auf 41:48 heran. 

Und sie nahmen den Schwung mit in die zweite Halbzeit. Nach der Pause hatten unsere Löwen nur zwei Minuten gebraucht, um das Spiel wieder ausgeglichen zu gestalten. Danach verlief die Partie eng, ehe Thomas Klepeisz in der 26. Minute einen Dreier zur ersten Löwen-Führung traf (58:57). Und das Menz-Team blieb am Drücker, setzte sich in der 29. Minute auf 67:63 ab. Doch hatte Tyrese Rice die passende Antwort parat: Der Euroleague Final Four-MVP von 2014 versenkte zwei Dreier binnen 47 Sekunden zum 67:69 nach 30 Spielminuten. 

Aber das Menz-Team merkte, dass hier was drin war und startete mit bärenstarker Verteidigung ins letzte Viertel. Nach einem Freiwurfpunkt ließen sie fast fünf Minuten keine weiteren Bamberger Zähler zu und setzten sich über einen 10:0-Lauf auf 77:70 ab (35. Minute). Doch dann ging den Löwen die Puste aus. Ihr Würfe fielen kaum noch durch die Reuse, während auf der anderen Seite Augustine Rubit aufdrehte. Der Power Forward war nicht zu stoppen, traf aus allen Lagen und erzielte im letzten Viertel 18 Punkte. „Rice und Rubit haben das Spiel in die Hand genommen“, konstatierte Frank Menz nach dem Spiel. Und Tyrese Rice war es auch, der in der 38. Minute einen Dreier zum 79:86 aus Löwensicht erzielte. Das war die Entscheidung, auch wenn Thomas Klepeisz und BJ Blake noch insgesamt drei Dreier versenkten. 

Viertel aus Löwensicht: 20:20, 21:28, 26:21, 21:24;Trainerstimmen zum Spiel: 

Frank Menz (Basketball Löwen Braunschweig):„Ich bin beeindruckt von unserer Leistung. Nach 5 Bamberger Niederlagen in 6 Spielen und der hohen Hinspielniederlage war klar, dass sie sehr motiviert ins Spiel gehen würden. Wir haben es dank Klepeisz geschafft in der Partie zu bleiben. Rice und Rubit haben das Spiel in die Hand genommen, wir haben es nicht geschafft, unsere offenen Würfe zu verwandeln. Es war ein sehr gutes Spiel von uns, in der 2. Halbzeit ohne Ballverlust. Ich bin mit dem Spiel zufrieden, aber natürlich nicht mit der Niederlage. Insgesamt sind wir auf Kurs und haben das Ziel Playoffs. Wenn wir diese erreichen, wäre das sensationell.“

Stefan Weissenböck (Brose Bamberg): „Das Ergebnis stimmt. Wir haben nach 5 Niederlagen in 6 Spielen dringend einen Sieg gebraucht. Braunschweig ist ein Playoff-Team. Sie haben in München eine super Leistung gezeigt und auch heute als homogenes Team überzeugt. Wir wussten, dass es vor allem auf Klepeisz, Lansdowne und Eatherton ankommt. Die hatten wir mal im Griff und mal weniger. Am Ende war es eine knappe Sache. Sengfelder hat uns Probleme bereitet und wir haben immer noch unsere Krankheiten. Wir sind träge in die 2. Halbzeit gestartet, haben den Ball nicht gut bewegt und nicht gut verteidigt. Aber mich freut es, dass in der Phase, in der alles hätte kippen können, wir als Mannschaft einen Weg gefunden haben, das Spiel zu gewinnen.“

Basketball Löwen Braunschweig:Nawrocki, Blake 11 (6 Rebounds, 4 Assists), Figge n.e., Lansdowne 15 (11 Assists), Klepeisz 15, Sengfelder 11 (8 Rebounds), Kovacevic n.e., Hines 2, Rahon 10, Hübner n.e., Eatherton 22 (7 Rebounds, 5 Assists), Lagerpusch 2.

Brose Bamberg: Hickman 8, Rice 11 (7 Assists), Zisis 5 (4 Assists), Stuckey, Schmidt 2, Olinde 2, Harris 10, Rubit 29 (9 Rebounds), Alexander 12 (7 Rebounds), Heckmann 2, Taylor 12, Kulboka n.e.. 

Boxscore zum Spiel


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