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Foto: Christian Becker / pfbecker.de

Löwen verlieren intensive Partie in Vechta mit 79:87

28.10.2018

Wir müssen weiterhin auf den ersten Sieg in der easyCredit BBL warten. In einer über weite Strecken ausgeglichenen und intensiven Begegnung mussten sich unsere Löwen beim Comeback von DeAndre Lansdowne heute mit 79:87 (43:42) auswärts gegen RASTA Vechta geschlagen geben. In der engen Partie konnten die Löwen nach mehreren Führungswechseln einen knappen Ein-Punkte-Vorsprung mit in die Halbzeit nehmen. Aus der kamen die Hausherren mit viel Energie zurück und erspielten sich schnell eine Führung von zehn Punkten. Zwar kämpften sich die Löwen – ohne den erneut verletzt fehlenden Bazou Koné – wieder zurück und glichen sogar aus. Doch hatte die Aufholjagd viel Kraft gekostet, die dem Menz-Team nach hinten raus fehlte. Das 73:80 in der 38. Minute konnten die Löwen nicht mehr kontern und gingen als Verlierer vom Parkett. DeAndre Lansdowne avancierte mit 18 Punkten zum Löwen-Topscorer.


In der intensiv geführten Partie war von Beginn an zu spüren, um was es ging. Beide Teams spielten physisch und schenkten sich wenig. Dementsprechend eng ging es auch auf dem Parkett zu. Im ersten Viertel gab es bereits sechs Führungswechsel, zum Ende hin hatten die Gastgeber aufgrund einer starken Trefferquote aus dem Feld (60 Prozent) die Nase knapp mit 21:19 vorne.

Aber unsere Löwen kamen offensiv immer besser ins Spiel und holten sich angeführt von DeAndre Lansdowne im zweiten Viertel schnell eine knappe 28:25-Führung. Das lag aber auch an einer gesteigerten Dreierquote von 29 auf 38 Prozent. Dieser leichte Vorsprung hielt jedoch nicht lange und die Partie war in der 16. Spielminute wieder ausgeglichen (33:33). Im Endspurt zur Halbzeit konnte sich kein Team entscheidend absetzen, allerdings führten die Löwen hauchdünn mit 43:42.

Nach dem guten zweiten Viertel und insgesamt nur vier Ballverlusten zur Halbzeit, kamen die Löwen schlecht in den dritten Spielabschnitt. Das lag daran, dass die Gastgeber sehr griffig waren und das Menz-Team in kurzer Zeit gleich zu vier Ballverlusten zwangen. Eh man sich versah lagen die Löwen mit zehn Punkten zurück (47:57, 24. Minute). Aber sie fingen sich wieder und dafür war ihre gute Verteidigung ausschlaggebend. Vechta blieb drei Minuten ohne Korberfolg, in denen die Löwen wieder rankamen und Joe Rahon zum 60:60-Ausgleich traf. Allerdings packte RASTA in der letzten Minute zwei „Big Plays“ aus und traf zwei Dreier mit Ablauf der Wurfuhr.

Mit 62:66 ging es in das letzte Viertel und hier spielte sich BJ Blake in den Vordergrund. Er traf zwei Mal in Folge zum 67:68, woraufhin das Spiel minutenlang wieder eng war. Aber Vechta hielt die knappe Führung und dafür war vor allem Austin Hollins verantwortlich. Der Shooting Guard hatte sein heißes Händchen gefunden und versenkte Dreier um Dreier – auch den vielleicht vorentscheidenden zum 73:80 aus Löwensicht in der 38. Minute. Und während Vechta jetzt Oberwasser hatte, ging unseren Löwen die Puste aus. Die Folge: Ein, zwei Freiwürfe und offene Dreier verfehlten in dieser Phase ihr Ziel. So war es auch nicht mehr möglich, den Rückstand nochmals wettzumachen.

Viertel aus Löwensicht: 19:21, 24:21, 19:24, 17:21;

Trainerstimmen zum Spiel:

Frank Menz (Basketball Löwen Braunschweig): „Die Zuschauer haben heute ein sehr umkämpftes, ein sehr intensives Spiel gesehen. Also war es genau so, wie wir es auch erwartet hatten. Leider hat uns in der ein oder anderen Phase ein Quäntchen gefehlt. Das war jetzt unsere dritte relativ knappe Auswärtsniederlage - toughe Niederlagen. Ich denke, dass wir heute auch unsere Chancen hatten. Vechta hatte ein paar Big Plays dabei, sie haben mit den Viertelenden immer wieder einen Big Shot getroffen. Es war insgesamt ein Spiel auf Augenhöhe, wir hatten unsere Chancen – es hat leider nicht gereicht.“

Pedro Calles (RASTA Vechta): „Es war über 40 Minuten eine intensive Partie. Über diese gesamte Spielzeit haben wir sehr hart dafür gearbeitet, uns gegen ein starkes Team mit einem Sieg zu belohnen. Heute haben wir auch eine gute Balance zwischen Inside- und Outside-Game gefunden. Außerdem haben wir sehr gut auf den Ball aufgepasst, uns nur sieben Turnover erlaubt. Und dass gegen ein Team, das sehr viel Druck ausübt und das richtig gut kann. Alle im Team haben heute alles getan, um zu gewinnen. Jeder ist voll dabei und eingebunden. Unsere letzten drei Spiele waren allesamt sehr knapp. Wir müssen weiter aus diesen Erfahrungen lernen, denn solche Spiele helfen uns dabei, uns weiter zu entwickeln. Braunschweig wünsche ich für den Rest der Saison noch viel Glück!“ 


Basketball Löwen Braunschweig: Nawrocki, Blake 14, Figge, Lansdowne 18, Klepeisz 9 (4 Assists), Sengfelder 14 (8 Rebounds), Taylor 5, Rahon 6, Hübner n.e., Eatherton 13 (10 Rebounds), Lagerpusch n.e..

RASTA Vechta: DiLeo 1, Bray 17, Kessens 8, Young 17, von Slooten, Herkenhoff 7 (5 Rebounds), Lydeka 1, Hollins 20 (4 Ballgewinne), Hinrichs 10, Christen, Jois 6.


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