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James Florence und die Phantoms behielten gegen Ex-Phantom Jermaine Anderson die Oberhand. Foto: Ingo Hoffmann/PartnerDesign

Zweites Heimspiel, zweiter Sieg: Phantoms bezwingen Trier mit 67:58

06.10.2013

Mit einem 67:58 (44:22)-Heimerfolg über TBB Trier haben die New Yorker Phantoms Braunschweig am Sonntag, 6. Oktober, ihren zweiten Sieg in Folge gefeiert. 3.547 Zuschauer in der Volkswagen Halle verfolgten eine Partie, die zwei unterschiedliche Halbzeiten bot. Während die Phantoms-Basketballer die ersten 20 Minuten offensiv wie defensiv dominierten und zwischenzeitlich mit 25 Punkten führten, verloren sie in der zweiten Spielhälfte durch deutlich verbesserte Gäste ihren Rhythmus. Trier konnte sich mit einer aggressiveren Verteidigung bis auf einen Rückstand von sieben Punkten zurückkämpfen – die zwei Punkte blieben aber in Braunschweig. Durch den zweiten Sieg im zweiten Spiel stehen die New Yorker Phantoms aktuell auf dem zweiten Tabellenplatz der Beko BBL. Topscorer auf Braunschweiger Seite waren James Florence mit 15 und Isaiah Swann mit 13 Zählern. Bei den verletzungsbedingt angeschlagenen Gästen war der letztjährige Phantoms-Spielmacher Jermaine Anderson mit 17 Punkten bester Punktesammler.


Die New Yorker Phantoms kamen gut ins Spiel: Nachdem sie den Sprungball für sich entschieden hatten, sorgte Kyle Visser an der Freiwurflinie für die ersten beiden Punkte. James Florence und Aaron Doornekamp legten per Dreier und Mitteldistanzwurf zum 7:0 nach (2. Minute). Im Gegensatz dazu fand Trier noch gar keinen Zugriff auf das Spiel und erzielte die ersten Zähler erst in der fünften Minute (10:2). Zwar attackierten die Gäste in der Folge vermehrt den Korb, allerdings waren diese Versuche nur selten von Erfolg gekrönt. Harding Nana & Co. hingegen bewegten den Ball gut, kreierten sich auf diese Weise offene Wurfoptionen und verwandelten mit entsprechender Feldquote (53 Prozent, Trier 27 Prozent). Als Resultat dessen führten die Braunschweiger Korbjäger zum Ende der ersten zehn Spielminuten verdient mit 27:15.

Mit Beginn des zweiten Viertels knüpfte das Team von Phantoms-Cheftrainer Raoul Korner an die zuvor gezeigte Leistung an. Nach etwas mehr als zwei gespielten Minuten hatten sie ihren Vorsprung nach einem Dreier von Robert Kulawick auf 17 Zähler erhöht (34:17, 13. Minute). Bei Trier blieben Korberfolge jedoch weiterhin Mangelware – und das war auch der guten Braunschweiger Verteidigung geschuldet. Nachdem die TBB gleich zu Viertelanfang zwei Punkte erzielt hatte, vergingen sieben Spielminuten, ehe die Zähler drei und vier für die Moselstädter folgten. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten sich die New Yorker Phantoms jedoch schon eine komfortable Führung von über 20 Punkten erspielt (40:19, 18. Minute). In die Halbzeitpause ging es beim Stand von 44:22.

Zurück auf dem Spielfeld zeigte sich plötzlich ein verändertes Bild. Während die Gäste um TBB-Headcoach Henrik Rödl deutlich aggressiver aus der Kabine kamen und sieben Punkte in Folge markierten, erfolgte der erste Korberfolg für die New Yorker Phantoms erst in der 26. Minute durch Kyle Visser (46:31). Mit diesen Punkten löste der Phantoms-Center den Knoten und wurde in den nächsten Angriffen auch vermehrt gesucht, was er mit sechs weiteren Zählern in Folge zum 52:35 (29. Minute) dankte. Und obwohl die TBB jetzt insgesamt besser im Spiel war und eine gute kämpferische Leistung bot, betrug der Vorsprung für Florence und Kollegen zum Viertelende wieder beruhigende 19 Punkte (54:35).

Ein erfolgreicher Mitteldistanzwurf von Phantoms-Spielmacher James Florence sorgte nach drei Spielminuten im letzten Abschnitt für eine 20-Punkte-Führung (56:36). Allerdings bereitete die nun höhere Verteidigungsintensität der Gäste den Braunschweiger Korbjägern Probleme. Die Folge: Die Würfe verfehlten in mehreren Angriffssequenzen ihr Ziel – und Trier in Person von Ex-Phantom Jermaine Anderson traf. Nach Punkten von Mathis Mönninghoff erzielte der Point Guard sieben Zähler in Serie und führte die TBB auf 56:45 heran (37. Minute). Zwar konnte Immanuel McElroy mit vier Zählern wieder für etwas Entlastung sorgen (60:48, 39. Minute), doch Trier blieb dran und verkürzte nach einem Dreier von Jermaine Bucknor 30 Sekunden vor Ende auf 63:56. Die Gäste hätten sogar noch weiter verkürzen können, vergaben jedoch ihre Chancen unter dem Korb. Im Gegenzug dazu machte die Korner-Mannschaft mit vier Freiwürfen kurz vor Ende den Sack zu und brachte den zweiten Heimsieg nach Hause.

Trainerstimmen zum Spiel:

Raoul Korner (New Yorker Phantoms): „Wir haben heute zwei unterschiedliche Halbzeiten gesehen. In der ersten Halbzeit haben wir mit viel Energie gespielt und defensiv das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Sicherlich haben wir auch von der Verunsicherung von Trier profitiert. In der zweiten Halbzeit hat Trier dann erwartungsgemäß die Schrauben angezogen. Unsere Leistung war zum Vergessen, während ich Trier ein Kompliment machen muss. Sie haben uns in den letzten 20 Minuten an die Wand gespielt und das werden wir analysieren müssen.“

Henrik Rödl (TBB Trier): „Das war ein verdienter Sieg für die New Yorker Phantoms. Wir haben uns in der ersten Halbzeit so präsentiert, als hätten wir offensichtlich noch nicht die Niederlage von Donnerstag verdaut. Wir haben eine katastrophale erste Halbzeit hingelegt. Braunschweig hingegen hat mit viel Selbstvertrauen gespielt und man wird sich hier damit vertraut machen können, viele Siege feiern zu dürfen.“

New Yorker Phantoms: Swann 13, Kulawick 3, Zazai 4 (4 Assists), Visser 10, Nana 1 (12 Rebounds), Florence 15 (4 Assists, 4 Steals), Doornekamp 11 (9 Rebounds), Pluskota n.e., Gertz, Wessels n.e., Land 4, McElroy 6 (3 Assists).

TBB Trier: Ward, Hughes 9 (3 Steals), Seiferth 5 (6 Rebounds), Schmidt 6, Mönnighoff 8 (5 Rebounds), Wenzl 2, Samenas 2, Chikoko 2, Bucknor 7 (6 Rebounds), Anderson 17 (4 Assists, 6 Rebounds).


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