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Zwei-Drittel-Mehrheit sichert Sieg

02.02.2008

ratiopharm Ulm - New Yorker Phantoms 86:90 (24:23, 18:18, 21:27, 23:22)

Mit drei Niederlagen in Folge im Hinterkopf traten die New Yorker Phantoms bei ratiopharm Ulm an. Wohlwissend, was sie in ersten Aufeinandertreffen trotz des 75:70-Erfolgs falsch gemacht hatten. Vor dem Auftaktspiel zur Rückrundenserie hatte Headcoach Emir Mutapcic besonders mehr Engagement im Kampf um die Rebounds gefordert.


ratiopharm Ulm - New Yorker Phantoms 86:90 (24:23, 18:18, 21:27, 23:22)


Mit drei Niederlagen in Folge im Hinterkopf traten die New Yorker Phantoms bei ratiopharm Ulm an. Wohlwissend, was sie in ersten Aufeinandertreffen trotz des 75:70-Erfolgs falsch gemacht hatten. Vor dem Auftaktspiel zur Rückrundenserie hatte Headcoach Emir Mutapcic besonders mehr Engagement im Kampf um die Rebounds gefordert. Das Team mühte sich nach Kräften, tat sich gegen die Ulmer Rebound-Maschinerie dennoch schwer. Zu Beginn des letzten Viertels hatten sich die Gäste eine zweistellige Führung erarbeitet, welche in den Schlussminuten auf drei Zähler herunterschmolz. Dank acht Freiwurftreffern bei 12 Versuchen innerhalb der finalen zwei Minuten verhinderten die Phantoms ein erfolgreiches Comeback der Hausherren und holten sich mit 90:86 die ersten Pluspunkte nach dem Jahreswechsel. Die Freude hielt sich allerdings in Grenzen. Anthony Coleman wird am Sonntagmorgen in die Vereinigten Staaten fliegen, um an der Beisetzung seiner kürzlich verstorbenen Tante, bei welcher der Center aufwuchs, teilzunehmen.


Bei der Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte schlug Jonathan Levy gleich im Anfangsviertel den richtigen Ton an, dem sich seine Mannschaftskameraden bald anschließen sollten. Mit guter Verteidigung – inklusive zwei Blocks – setzte der Guard zudem die Marschroute seines Trainers um, besonders in der eigenen Hälfte mit hoher Intensität zu Werke zu gehen. Auch offensiv präsentierte sich Levy stets korbgefährlich und sorgte mit sechs Zählern maßgeblich dafür, dass die Begegnung eng blieb. Trotz aller defensiven Bemühungen gelang es den „Spatzen“ dennoch immer wieder, sich zweite Wurfchancen zu erkämpfen. Von elf Ulmer Rebounds fielen fünf am Brett der Phantoms ab, während Braunschweig insgesamt auf nur sechs Abpraller (davon zwei offensiv) kam (34:23).


Die Teams gingen den zweiten Abschnitt verhalten an (26:27, 13. Minute), ehe Ulm zu einem 7:0-Lauf ansetzte (33:27, 14. Minute). Nach einer Mutapcic-Auszeit waren es die Phantoms, die postwendend konterten und ihrerseits einen 12:4-Run verbuchten (37:39, 19. Minute). Der aus der Distanz gut aufgelegte E.J. Gallup holte den „Spatzen“ per Dreier die Führung zurück, die die Gastgeber kurz darauf mit in die Kabine nehmen sollten (42:41).


Ulm erwischte den besseren Start in die zweite Hälfte und zog schnell davon (54:47, 25. Minute). Angeführt von John Allen kamen die Phantoms wieder zurück und glichen nur wenig später aus (56:56, 27. Minute). Von Allen inspiriert sprang Domonic Jones in die Offensiv-Bresche und markierte fünf Zähler in Folge, die Braunschweigs Vorsprung zum Viertelende vorbereiteten (63:68).


Bis in den zweistelligen Bereich wuchs die Differenz nach einem Sprungwurf von Kyle Visser (65:77, 35. Minute). Nach Nickligkeiten zwischen Anthony Coleman und Konrad Wysocki wurde der Braunschweiger Center mit einem „Disqualifizierenden Foul“ vom Feld gestellt. Der Vorsprung sollte jedoch nicht sicher sein. Ulm kämpfte sich zurück (82:85, 39. Minute), gab am Ende seinerseits wichtige Rebounds ab und konnte die Freiwurftreffer der Gäste nicht übertrumpfen.

Nach drei Niederlagen im Januar setzen sich die New Yorker Phantoms mit 90:86 bei ratiopharm Ulm durch und verbucht die erste Pluspunkte des Jahres 2008 auf ihrem Konto.


Nach einer Partie mit Höhen und Tiefen analysierte Emir Mutapcic das Geschehen nüchtern. „Wir haben nicht genug mentale Stärke bewiesen, um diese Berg- und Talfahrten zu verhindern“, so der Coach. „Das Team hat am Ende aber viel Kampfgeist bewiesen und trotz aufkeimender Hektik das Ziel nicht aus den Augen verloren.“ Auch die hohe Foulbelastung der Innenrotation konnte am Ende kompensiert werden. Kyle Visser und Jason Cain nahmen mit fünf regulären Fouls vor Spielende auf der Bank Platz, zu ihnen sollte sich später noch Anthony Coleman gesellen. Mutapcic: „Es war nicht einfach, aber wir haben gezeigt, dass wir in der entscheidenden Phase dem Druck standhalten konnten.“


New Yorker Phantoms:

Wright (11/2), Levy (15/2), Allen (19), Visser (12), Drevo (14/2), Jones (15), Cain (4), Khartchenkov, Coleman


ratiopharm Ulm:

Gallup (20/3), Betz (7/1), Wysocki (23/2), Joyce (10/1), Möbius, Erege (3), Gibbs (16), Finn (2), Lucas (5)

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