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Alle Löwen trugen die #9 von ihrem verletzten Spielmacher Zygimantas Janavicius auf ihren Warmup-Shirts und ebenfalls grüne Socken als Zeichen ihrer Verbundenheit. Foto: Robert Kagelmann

Zu Hause eine Macht: Löwen besiegen Ulm mit 80:73

15.04.2018

Unsere Löwen haben eine klasse Antwort auf ihre zuletzt deutliche Niederlage in Würzburg gegeben und den Playoff-Kandidaten ratiopharm ulm besiegt. 80:73 (33:37) endete die Partie am heutigen Sonntag, 15. April, vor 2.507 Zuschauern in der Volkswagen Halle. Und damit untermauerte das Team von Headcoach Frank Menz einmal mehr seine Heimstärke in 2018. In diesem Jahr war es der sechste Sieg im siebten Spiel vor eigenem Publikum - dabei sah es zunächst gar nicht danach aus. Unsere Löwen gerieten im ersten Viertel aufgrund zu vieler Ballverluste mit zehn Punkten in Rückstand (12:22), fanden anschließend aber zunehmend besser ins Spiel. Vor allem defensiv legten sie eine Schippe drauf und ließen im zweiten und dritten Viertel insgesamt nur 28 Punkte zu. Nach 30 Spielminuten war das Spiel ausgeglichen (50:50), ehe die Löwen angeführt vom starken Nemanja Jaramaz im letzten Viertel mit 30 erzielten Punkten noch ein offensives Feuerwerk zündeten und sich so den Sieg sicherten. Jaramaz steuerte insgesamt 20 Zähler bei und war damit unser bester Punktesammler. Für die Gäste ragte Katin Reinhardt mit 20 Punkten heraus.


Unser Team hatte vor dem Spiel schon ein tolles Zeichen gesetzt: Alle Spieler trugen grüne Socken (litauische Nationalfarbe) und die Nummer 9 des verletzten Zygimantas Janavicius (Kreuzbandriss). Mit dieser Geste wollten unsere Löwen verdeutlichen, dass sie an ihren bereits nach Litauen abgereisten Spielmacher denken und er weiterhin ein Teil der Mannschaft ist. „Zygi hat einen großen Anteil an unserem Erfolg in dieser Saison und er fehlt uns sehr", sagte Kapitän Tim Schwartz vor der Partie.

Sein Team startete mit vier Punkten in Folge in das Spiel, verlor dann aber über ein paar Minuten die Kontrolle. Unsere Löwen leisteten sich zu viele Ballverluste – insgesamt acht im ersten Viertel – was die Ulmer angeführt vom guten Katin Reinhardt über Schnellangriffe ausnutzten und sich eine Führung erspielten. Den physisch spielenden und griffiger wirkenden Gästen gelang ein 13:0-Lauf, ehe die Löwen sich wieder fingen und unter anderem durch zwei Dreier von DeAndre Lansdowne auf 15:22 zum Viertelende verkürzten.

Im zweiten Viertel nahmen unsere Löwen die Physis mehr an und standen auch defensiv viel besser. Zudem fand jetzt langsam Topscorer Scott Eatherton ins Spiel, der zu Beginn noch von den Ulmern aus dem Spiel genommen wurde. Der Big Man brachte unsere Löwen mit einem Dreier auf 23:24 heran. Doch konnten die Ulmer ihre Führung noch halten, weil sie ebenfalls aus der Distanz trafen. Bis zur Halbzeit blieben sie knapp mit 33:37 aus Löwensicht vorne.

Unsere Löwen kamen nicht so gut aus der Kabine zurück, gerieten prompt mit neun Zählern in Rückstand (33:42). Allerdings kamen sie über ihre starke Verteidigung und gut herausgespielte Würfe schnell wieder ins Spiel und hatten sich in der 27. Minute eine knappe Führung geholt (46:45). Die Partie verlief von nun an richtig eng und ausgeglichen. Dementsprechend ging es beim Stand von 50:50 ins letzte Viertel.

Hier wechselten die Führungen zu Beginn mehrfach hin und her – ein spektakulärer Dunk von Anthony Morse zum 53:52 ließ die Zuschauer jubelnd von den Sitzen springen. Aber es blieb packend, auch wenn unsere Löwen sich nach einem Dreipunktespiel von Thomas Klepeisz auf 58:54 absetzen konnten (34. Minute). Die Ulmer, für die es noch ums Erreichen der Playoffs geht, gaben nicht auf und lagen zwei Minuten vor dem Ende sogar wieder mit einem Zähler vorne (67:68). Aber unsere Löwen konnten sich in dieser entscheidenden Phase auf Nemanja Jaramaz verlassen. Von den 30 Punkten in den letzten zehn Minuten erzielte der Serbe alleine 14. Darunter waren zwei Dreier, von denen einer vorentscheidend zum 73:68 fiel. Aber auch an der Freiwurflinie behielt er die Nerven und sicherte damit den Sieg.

Viertel im Überblick: 15:22, 18:15, 17:13, 30:23;

Trainerstimmen zum Spiel:

Frank Menz (Basketball Löwen Braunschweig): „Ich denke wir haben hier zu Hause eine bärenstarke Partie gegen eine gute Mannschaft gezeigt. Es ist relativ schwierig für uns in der jetzigen Situation. Es geht von außen betrachtet um nicht mehr viel für uns. Für mich persönlich und für die Spieler geht es aber noch um eine ganze Menge. Wir wollen die letzen Spiele nicht alle verlieren. Wir haben ein ganz schweres Restprogramm und das wollen wir durchziehen. Es fällt mir sonst schwer, jemanden herauszuheben. Heute kann ich das aber mit Nemanja Jaramaz machen. Er hat defensiv in der ersten Halbzeit schon einen Riesen-Job gemacht, in der zweiten Hälfte dann auch offensiv. Ich denke auch ohne Zygimantas Janavicius haben wir ein richtig gutes Spiel gemacht. Wir haben seinen Ausfall sehr gut kompensiert. Ich konnte auch die jungen Spieler früh einsetzen, so konnte ich den Leistungsträgern Pausen geben. Von daher kann ich sehr zufrieden sein.“

Thorsten Leibenath (ratiopharm ulm): „Glückwunsch an Frank uns seine Mannschaft zum verdienten Sieg. Wir haben von der Intensität her gut in die Partie gefunden. Im Laufe des Spiels hat es Braunschweig geschafft, die Intensität raufzufahren, bei uns ist sie ein Stück runtergegangen. Das war dann auch letztlich der Grund, warum Braunschweig als Sieger vom Feld gegangen ist. In der Defensive war unser Eins-gegen-Eins-Verhalten mangelhaft und unser Reboundverhalten war nicht auf dem Niveau, wo es sein muss, um eine Mannschaft wie Braunschweig zu schlagen. Scott Eatherton hat erneut sehr viele Rebounds abgegriffen und in der wichtigen Phase gab es zwei Offensivrebounds für Braunschweig. Auch im Angriff hatten wir nicht die Leichtigkeit und Schnelligkeit, die nötig ist und wir haben Freiwürfe daneben gelegt. Da merkt man, dass meine Mannschaft nach drei Niederlagen verunsichert ist.“ 


Basketball Löwen Braunschweig: Ebert, Nawrocki, Figge n.e., Lansdowne 16 (6 Rebounds, 5 Assists), Klepeisz 7 (7 Assists), Alte, Jaramaz 20, Schwartz 2, Morse 12 (5 Rebounds), Koné 5 (3 Assists), Eatherton 16 (14 Rebounds), Lagerpusch 2.

ratiopharm ulm:
Reinhardt 20, Ohlbrecht 1 (5 Rebounds), Thompson 4, Günther 8, Ferner n.e., Akpinar 3, Pape n.e., Benimon 10 (7 Rebounds), Babic 9, Harangody 7, Fotu 11, Krämer.

Boxscore zum Spiel


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