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„Wir brauchen das perfekte Spiel“

26.09.2011

Immanuel McElroy ist ein alter Hase, was die Teilnahme an großen Turnieren und das Sammeln von Titeln anbetrifft. In sieben Jahren Beko BBL feierte „Mac“ Deutsche Meisterschaften mit Köln und Berlin und drei Deutsche Pokalsiege. Der Neu-Braunschweiger nahm viele Male am ALLSTAR-Game teil, ist ein Abonnent für die Auszeichnung „Defense-Player of the Year“ und weiterer… Wer ihn kennt, der weiß: Der absolut sympathische 1,94 Meter große Texaner ist kein Freund vieler Worte.


Immanuel McElroy ist ein alter Hase, was die Teilnahme an großen Turnieren und das Sammeln von Titeln anbetrifft. In sieben Jahren Beko BBL feierte „Mac“ Deutsche Meisterschaften mit Köln und Berlin und drei Deutsche Pokalsiege. Der Neu-Braunschweiger nahm viele Male am ALLSTAR-Game teil, ist ein Abonnent für die Auszeichnung „Defense-Player of the Year“ und weiterer… Wer ihn kennt, der weiß: Der absolut sympathische 1,94 Meter große Texaner ist kein Freund vieler Worte. Vor dem Beko BBL Champions Cup 2011 verriet einer der großen Spielerpersönlichkeiten der Liga im Interview dennoch nicht nur einiges von sich, sondern auch wie er mit den New Yorker Phantoms die harte Nuss Brose Baskets im ersten Saisonhighlight 2011/12 am 1. Oktober knacken könnte.

Immanuel McElroy, Du hast 2006 mit RheinEnergie Köln und 2008 mit ALBA BERLIN den Beko BBL Champions Cup gewonnen. Was stimmt Dich optimistisch, dass Du 2011 die Trophäe erneut in den Händen hältst – diesmal im Trikot der New Yorker Phantoms Braunschweig?
Immanuel McElroy: Man muss kein ausgewiesener Basketball-Fachmann sein, um zu wissen, dass es in Bamberg für jede Mannschaft schwer ist zu gewinnen. Vor allem bei dieser durch und durch Heimkulisse. Auf neutralem Boden wäre es für uns sicher einfacher. Aber ich werde Ihnen versprechen, dass unsere Mannschaft alles tun wird, um den ersten Titel der neuen Spielzeit nach Braunschweig zu holen. Nur ein Sieg – und man hat schon früh den ersten Titel in der Tasche (lacht).

Die Brose Baskets sind nun aber wirklich extrem heimstark und haben ihren Kader erneut nur punktuell verändert. Wie wollen die Phantoms in der „Frankenhölle“ gegen ein gut abgestimmtes Ensemble bestehen?
Immanuel McElroy: Bei uns muss in der „Frankenhölle“ alles auf den Punkt genau funktionieren. Es gilt, das perfekte Spiel abzuliefern, um am Ende die Trophäe in den Händen zu halten. Aber brachte Braunschweig die Brose Baskets im Pokalfinale 2011 nicht schon einmal an den Rand einer Niederlage?

Wie sehr freust Du Dich auf das Wiedersehen mit Deinem „alten Partner“ Julius Jenkins, zumal Ihr beide untrennbar mit ALBA BERLIN verbunden schient? Jetzt stehst Du in Braunschweig und Julius Jenkins in Bamberg unter Vertrag.
Immanuel McElroy: Natürlich freue ich mich, Julius in Bamberg wiederzutreffen. Wir haben bei ALBA viel gemeinsam erlebt. Leider ist der Kontakt in den Sommermonaten ein wenig abgebrochen. Aber nur vor und nach dem Spiel sind wir echte Freunde (lacht). Auf dem Spielfeld natürlich nicht – da will schließlich jeder gewinnen.

Die Vorbereitung verlief bislang sehr erfolgreich. An welchen Stellschrauben muss bis zum ersten Titel-Spiel noch gedreht werden?
Immanuel McElroy: Wir sind in der Vorbereitung schon sehr weit, hatten ja auch schon früh alle Spieler zusammen. Das Trainingslager in Polen hat uns als Team zusammengeschweißt. An diesem Wochenende testen wir bei unserem New Yorker Phantoms Cup noch einmal gegen den tschechischen Serienmeister Nymburk, den polnischen Vizemeister Zgorzelec und gegen Optima Gent aus Belgien. Von meiner Seite kann es jetzt bald losgehen.

Du wirst aufgrund DeinerVereidigungsleistung als „Mr. Defense“ bezeichnet und hast die Wahl zum „Best Defensive Player“ der Liga bereits fünfmal gewonnen. Was zeichnet den sehr guten Verteidiger aus?
Immanuel McElroy: Verteidigung kann man im Basketball mit „Willen“ gleichsetzen. Nur wer den Biss und die Aggressivität auf dem Basketballcourt mitbringt, ist ein guter Verteidiger. Na klar, eine gewisse Physis braucht man auch. Obwohl ich abseits des Spielfeldes ein ruhiger Mensch bin, bereitet mir die Defense immer sehr viel Spaß.

Wie gehst Du damit um, dass überwiegend Deine Defensiv-Qualitäten hervorgehoben werden, Du aber auch in der Offensive wertvolle Impulse setzt, diese aber zum Teil nicht so wahrgenommen werden? Woran liegt das Deiner Meinung nach?
Immanuel McElroy: Für mich ist das nicht wichtig. Ich denke nicht, ich spiele einfach immer wieder meinen Stiefel herunter. Meine These: Die Offensive funktioniert automatisch, wenn man in der Verteidigung gut ist. Wer etwas vom Basketball versteht, sieht die Gesamtqualitäten eines Basketballers auf den ersten Blick.

Wie lassen sich die New Yorker Phantoms Braunschweig in der Saison 2011/2012 am besten charakterisieren?
Immanuel McElroy: Obwohl wir Spieler mit ganz unterschiedlichen Fähigkeiten haben, spielen wir gut zusammen. Die Teamchemie stimmt einfach – von den Spielern, Betreuern bis zu den Coaches. Ich bin optimistisch, was die Spielzeit 2011/12 anbetrifft.

Welche Ziele hast Du Dir persönlich gesteckt, was ist von den „Phantomen“ zu erwarten?
Immanuel McElroy: Ich ordne mich dem Teamgedanken unter. Nur gemeinsam können wir es schaffen, erfolgreich zu sein. Als Saisonziel ist von der Klubführung das Erreichen der Playoffs ausgegeben. Aber wer mich kennt, weiß auch, dass ich nirgends einfach nur so Basketball gespielt habe. Natürlich ist es mein Ziel, mit den New Yorker Phantoms möglichst bald einen Titel zu feiern. Wegen der neuen Herausforderung bin ich aus Berlin nach Braunschweig gewechselt.

Interview: Beko BBL/Markus Gröchtemeier

Immanuel McElroy ist ein gefragter Gesprächspartner: Eine weitere Story mit ihm findet sich auf Crossover-Online.


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