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„Werden den Kopf nicht in den Sand stecken“

22.11.2012

Wenn die New Yorker Phantoms am Samstag, 24. November, auswärts auf den FC Bayern München treffen, dann sind sie wohl unbestritten der klare Außenseiter. Vier Niederlagen in Folge, ein ausfallender Kapitän Nils Mittmann (Zerrung des Leistennervs) und ein Thad McFadden, dessen Einsatz wegen einer Bänderdehnung ungewiss ist, ergeben in der Summe angeschlagene Braunschweiger Basketballer. Damit nicht genug treffen sie im Münchner Audi Dome ab 19 Uhr auf einen Gegner, der zwar mit fünf Siegen und vier Niederlagen durchwachsen in die Saison gestartet ist, aber ohne Zweifel über einen Kader der Extraklasse verfügt und zu den besten Teams der Liga zählt.


Der FC Bayern München hat letztes Wochenende im Süd-Derby gegen das Top-Team der Brose Baskets eine Niederlage hinnehmen müssen (68:76) und belegt derzeit den neunten Tabellenplatz. Dennoch ist es laut New Yorker Phantoms-Cheftrainer Kostas Flevarakis kein Geheimnis, "dass wir Samstag gegen eine Mannschaft spielen, die natürlich einen oberen Tabellenplatz anstrebt."

In der Vorbereitung auf diese Partie habe seine Mannschaft einige Wunden lecken müssen. "Es war wahrlich keine einfache Woche für uns, angefangen damit, die Spieler nach der Niederlage gegen Tübingen wieder aufzubauen und aufgehört bei den Verletzungen von Nils Mittmann und Thad McFadden", so Kostas Flevarakis. Dennoch macht er unmissverständlich deutlich, dass sein Team bei den finanzkräftigen Münchnern alles geben und versuchen wird, um als Sieger das Parkett zu verlassen. "Unter den gegebenen Voraussetzungen haben wir in dieser Partie wenig zu verlieren und spüren daher vielleicht auch etwas weniger Druck als zuletzt. Generell gilt, dass wir den Kopf aufgrund unserer Situation zu keiner Zeit in den Sand stecken, sondern bis zum Ende hart für den Sieg arbeiten werden - denn das ist unsere Mentalität", sagt Flevarakis kämpferisch mit Blick auf Samstag.

Der FC Bayern München, der seine Gegner in vier der letzten fünf Partien unter der 70-Punkte-Marke halten konnte, hatte vor der Saison in zweierlei Hinsicht die Aufmerksamkeit auf sich gezogen: Zum einen sorgte die Trennung von Headcoach Dirk Bauermann kurz vor Saisonbeginn für Aufregung, zum anderen ließen die Sommertransfers der Süddeutschen manch einen Fan wie auch Experten mit den Ohren schlackern. Der schnelle und athletische Aufbauspieler Tyrese Rice wechselte zusammen mit dem reboundstarken Forward Lawrence Roberts vom Euroleague-Club Lietuvos Rytas an die Isar, während der ehemalige Braunschweiger Publikumsliebling Brandon Thomas (7,8 Punkte) von den Artland Dragons kam, um seine Schuhe für den FC Bayern zu schnüren. Die vermutlich spektakulärste Verpflichtung der Münchner war jedoch mit der Unterschrift von Yotam Halperin besiegelt. Der israelische Guard ging bereits für die Top-Clubs Maccabi Tel-Aviv und Olympiakos Piräus auf Korbjagd, ist in dieser Spielzeit mit durchschnittlich 7,1 Punkten und 2,4 Assists allerdings noch nicht zu Bestform aufgelaufen.

Ein weiteres Qualitätsmerkmal des Münchner Kaders sind die Big Men Chevon Troutman und Jared Homan. "Sie bestimmen zusammen mit Roberts das Inside-Spiel und räumen mächtig unter den Körben auf", warnt Flevarakis. Und in der Tat: Forward Troutman ist in dieser Spielzeit mit 11,9 Punkten zweitbester Punktesammler hinter Tyrese Rice (12,1 Punkte) und sammelt zudem noch 6,9 Rebounds. Homan kommt aktuell auf 9,7 Punkte und 6,7 gefangene Abpraller im Schnitt. Dass hinter diesen Akteuren auch noch namhafte Spieler wie Robin Benzing oder Steffen Hamann zum Kader des FC Bayern München gehören, sei laut Flevarakis ein weiterer Beleg für die Qualität und die Tiefe der Mannschaft.

"Der FC Bayern München ist auf jeder Position sehr stark besetzt und hat offensiv viele Möglichkeiten. Wir müssen fokussiert und bereit sein und werden besonders darauf achten, dass wir den Ball nicht wieder zu leicht abgeben. Die Turnover-Quote möglichst gering zu halten wird neben der Tatsache, dass wir den Ausfall von Nils Mittmann und eventuell auch den von Thad McFadden kompensieren müssen, eines unserer Ziele in dieser Partie sein", bringt Flevarakis die Marschroute für Samstag auf den Punkt.

CHECK THIS OUT: Und wie man sieht, ist die Mannschaft schon gut vorbereitet: Nana und Co. nehmen die Warnung des FC Bayern München äußerst ernst: 

 


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