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Was ist Was: Basketballerische Schwingungslehre

12.04.2008

EnBW Ludwigsburg - New Yorker Phantoms 70:65 (26:11, 14:18, 15:22, 15:14)

Basketball hat viel mit Physik zu tun. Es gibt ganze Bücher über den optimalen Wurf, Berechnungen des perfekten Winkels des Balles beim Fall durch die Reuse. Bei all den Gleichungen gibt es eine, die nie aufgehen wird. Am Ende einer Partie wird stets eine Mannschaft mindesten einen Punkt mehr als der Gegner auf der Anzeigetafel verbucht haben.


EnBW Ludwigsburg - New Yorker Phantoms 70:65 (26:11, 14:18, 15:22, 15:14)

Basketball hat viel mit Physik zu tun. Es gibt ganze Bücher über den optimalen Wurf, Berechnungen des perfekten Winkels des Balles beim Fall durch die Reuse. Bei all den Gleichungen gibt es eine, die nie aufgehen wird. Am Ende einer Partie wird stets eine Mannschaft mindesten einen Punkt mehr als der Gegner auf der Anzeigetafel verbucht haben. Was bis dahin geschieht, lässt sich in wunderbar anschaulichen Diagrammen zusammenfassen. Im Falle der Partie zwischen den New Yorker Phantoms und der EnBW Ludwigsburg wäre eine Sinus-Kosinus-Kurve das perfekte Mittel der Wahl. Denn in 40 Minuten gab es auf beiden Seiten diverse Hochs und Tiefs mit beachtlichen Amplituden zu verzeichnen, ein Lauf folgte dem nächsten. Nur in den Schlussminuten flachten jene Kurven ab. Das bessere Ende hatten allerdings die Gastgeber für sich, die einem dritten Braunschweiger Comeback nur knapp entrannen und den Phantoms eine 65:70-Niederlage zufügten.


Was in den Anfangsminuten nach einem offenen Schlagabtausch aussah, sollte sich viel zu schnell in eine einseitige Angelegenheit wandeln. Zwar kam Ludwigsburg geringfügig besser aus den Startlöchern, doch blieben die Phantoms dank ihrer langen Garde und einem Dreier von Steven Wright in Reichweite (11:7, 4. Minute). Während die Gastgeber kontinuierlich punkteten, geriet der Angriffsmotor der Niedersachsen abrupt ins Stocken. Mit einer frühen, warnenden Auszeit versuchte Headcoach Emir Mutapcic die Seinen wachzurütteln (17:9, 7. Minute). Der erhoffte Effekt schlug komplett ins Gegenteil um, als sich die EnBW-Truppe aufmachte, das Viertel mit einem 9:2-Lauf zu beenden (26:11).


Was auch immer Mutapcic dem Team in der kurzen Viertelpause mitteilte, diesmal zeigte es Wirkung. Braunschweig betrat das Parkett vollkommen verändert. Aggressiv, willensstark, souverän, kämpferisch – eben so, wie es der Übungsleiter am liebsten sieht. Vorne wurde der Ball sinnvoll laufen gelassen und der freie Mann gefunden, hinten wurde nicht mehr jeder Rebound leichtfertig abgegeben. Per Dreier setzte Nikita Khartchenkov den glänzenden Schlusspunkt eines 16:1-Runs, in welchem Ludwigsburg schlichtweg nichts gelang (27:27, 15. Minute). Doch wie gewonnen, so zerronnen. Anders lassen sich die finalen Minuten vor der Pause nicht zusammenfassen. Bis auf einen Korbleger von Kyle Visser brachte Braunschweig nichts Zählbares mehr auf die Anzeigetafel, während die Fünf von Silvano Poropat die Differenz im Eiltempo erneut zweistellig werden ließen (40:29).


Was sich in der ersten Halbzeit bereits angekündigt hatte, sollte nach dem Seitenwechsel in der Tat eintreffen. Die Partie ging immer munter hin und her, wobei es stets den Anschein machte, als ob eine Mannschaft ihre Möglichkeiten voll ausschöpfte, um im nächsten Moment kolossal einzubrechen. Bis auf 17 Zähler baute EnBW seinen Vorsprung aus und schien seinen hoch getakteten Rhythmus des ersten Abschnitts wieder gefunden zu haben (53:36, 25. Minute). Es folgte abermals ein Höhenflug der Phantoms, bei denen erneut Nikita Khartchenkov die entscheidenden Akzente setzte. Durch ein klassisches Dreipunktspiel sowie einen Dreier markierte er die letzten sechs Punkte eines Braunschweiger 15:0-Laufes (53:51, 30. Minute). Nach immerhin fünf offensiv erfolglosen Minuten war es den Gastgebern vergönnt, kurz vor Viertelende doch noch einen Feldkorb zu erzielen (55:51).


Was der Großzahl aller Zuschauer in der Rundsporthalle durch den Kopf ging, war durchweg nachvollziehbar, Doch diesmal gab es keinen weiteren Zwischenspurt einer der beiden Mannschaften. Vielmehr vermochten die Phantoms mit zwei Dreiern durch Jonathan Levy und Andrew Drevo für den ersten Ausgleich seit dem zweiten Viertel zu sorgen (57:57, 34. Minute). Ludwigsburg legte vor, Braunschweig zog nach. Zweimal in Folge war Domonic Jones von jenseits der 6,25m-Linie erfolgreich und hielt seine Mannschaft damit im Spiel (66:65, 39. Minute). Nach einem Putback von EnBW-Topscorer Ronald Ross sah sich Mutapcic zu einer letzten Auszeit gezwungen (68:65, 40. Minute). Bei 41 Sekunden verbleibender Restspielzeit setzten die Phantoms auf einen Dreier zum neuerlichen Ausgleich. Der Wurf von Drevo verfehlte jedoch sein Ziel, wodurch Ludwigsburgs Nate Harris – an diesem Abend ohne Fehlversuch aus dem Feld – im direkten Gegenzug für die Entscheidung sorgte.

Die New Yorker Phantoms verlieren mit 65:70 bei der EnBW Ludwigsburg, wahren aufgrund des 86:75-Hinspielsieges den direkten Vergleich.

New Yorker Phantoms:

Wright (3/1), Levy (8/2), Allen (10/2), Visser (6), Drevo (9/1), Jones (17/3), Cain (1), Khartchenkov (11/2), Coleman


EnBW Ludwigsburg:

Harris (20/2), Yarbrough (7/1), Feirrera do Nascimento (4), Collins (1), Mittmann (6/1), Fahrad, Ross (21), Schaffartzik (5/1), Woudstra (6)

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