News

Verdammt nah dran: 87:92-Niederlage n.V. bei den Eisbären

05.02.2012

Ohne die US-Amerikaner Rich Melzer, LaMarr Greer und Stephen Dennis kassierten die Basketballer aus Braunschweig am heutigen Sonntag im Nordderby bei den Eisbären Bremerhaven nach einer Klasseleistung eine 87:92 (79:79, 39:41)-Niederlage nach Verlängerung. 13 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit war für die Mannschaft von Sebastian Machowski in der Bremerhavener Stadthalle der Überraschungssieg zum Greifen nahe, doch der Ex-Löwenstädter Jason Cain glich eine Sekunde vor Ertönen der Sirene per Dreier aus.


Ohne die US-Amerikaner Rich Melzer, LaMarr Greer und Stephen Dennis kassierten die Basketballer aus Braunschweig am heutigen Sonntag im Nordderby bei den Eisbären Bremerhaven nach einer Klasseleistung eine 87:92 (79:79, 39:41)-Niederlage nach Verlängerung. 13 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit war für die Mannschaft von Sebastian Machowski in der Bremerhavener Stadthalle der Überraschungssieg zum Greifen nahe, doch der Ex-Löwenstädter Jason Cain glich eine Sekunde vor Ertönen der Sirene per Dreier aus. In der Nachspielzeit hatten die Eisbären das bessere Ende für sich. Auf Braunschweiger Seite war erneut der nachverpflichtete Michael Umeh mit 17 Punkten der herausragende Werfer. Ein Riesenspiel im Phantoms-Dress lieferte auch Youngster Dennis Schröder ab (14 Punkte, 6 von 8 Zweier).

Bei den Nordlichtern legte US-Import Anthony Smith (17 Punkte bis zur Halbzeit) los wie die Feuerwehr und hatte entscheidenden Anteil daran, dass die Gastgeber gegen die Ostniedersachsen nach drei Minuten mit 9:2 in Front lagen. Die Gästemannschaft von der Oker benötigte etwas Zeit, um ins Spiel zu finden. Nachverpflichtung Igor Milosevic war erst am Abend zuvor in Braunschweig eingetroffen, schaute sich die Partie von der Bank aus an. Doch als es auf die erste Viertelpause zuging, explodierten vor allem die Spieler mit deutschem Pass wie Phantoms-Kapitän Nils Mittmann und Robert Kulawick und brachten ihre Farben bis auf 14:12 (7.) heran.

Aber auch die früh eingewechselten „Jungen Wilden“ Dennis Schröder und Daniel Theis spielten wie schon gegen die Brose Baskets rotzfrech auf. 39 Sekunden vor der ersten Pausensirene eroberte Routinier Michael Umeh die erste Führung für die Löwenstädter, bei denen nur zehn Akteure auf dem Anschreibe-Block standen: 18:19. Auch im zweiten Abschnitt blieben die Okerstädter mit den Eisbären auf Augenhöhe – auch wenn sie bis zum Pausentee mit der Zweierquote haderten (neun von 22 (41 %)). U18-Nationalspieler Schröder sorgte mit seinem Nahdistanzwurf für das 31:27 (14.), ihm war es auch zu verdanken, dass seine Mannschaft mit einem von zwei verwandelten Freiwürfen zur Halbzeit auf zwei Zähler herankam (41:39).

Die Bremerhavener erwischten zunächst den besseren Start in den zweiten Spielabschnitt, ohne die Braunschweiger abschütteln zu können. Branko Jorovic brachte seine Mannschaft Mitte des dritten Abschnitts auf 48:45 (25.) heran. Auch Phantoms-Center Kyle Visser (15 Punkte, 8 Rebounds) stemmte sich mit aller Macht gegen die Übermacht am Brett.

Unmittelbar zu Beginn des Schlussviertels glich Kulawick per Dreier zum 62:62 aus, Schröder markierte sogar die knappe Führung. Die Machowski-Truppe hielt die Partie auch in der Folgezeit weiter offen. Bremerhavens Mike Smith nahm das Heft Mitte des letzten Abschnitts in die Hand, ließ die Mannschaft von Doug Spradley in der 35. Minute 71:66 führen.

In der letzten Sekunde in die Verlängerung

Wie im Hinspiel in der Volkswagen Halle geriet die Partie auch dieses Mal in der Crunchtime zum Krimi: 3:30 Minuten vor dem Ende glich Umeh von der Dreipunkte-Linie zum 71:71 aus – Auszeit Eisbären. Jorovic musste mit dem fünften Foul vom Platz, doch Umeh traf 55 Sekunden vor dem Ende erneut mit einem Dreier: 73:75. Zachery Peacock glich anschließend von der Freiwurflinie aus. Umeh bewies ebenfalls Nervenstärke – 13 Sekunden noch auf der Uhr: 76:79. Der Sieg war für Immanuel McElroy & Co. zum Greifen nahe. Doch der Ex-Braunschweiger Jason Cain trifft eine Sekunde vor dem Ende mit einem Dreier: 79:79 – und Verlängerung.

Ohne die herausgefoulten Jorovic und Daniel Theis gerieten die Braunschweiger Mitte der Nachspielzeit mit 81:87 ins Hintertreffen. Vor allem Nils Mittmann mobilisierte noch einmal alle Kräfte und verkürzte auf zwei Punkte; McElroy (10 Assists) anschließend auf einen. Doch auf der Gegenseite machte Mike Smith in den Schlusssekunden alles klar.

 

Trainerstimme zum Spiel

Sebastian Machowski: Wir haben ein Spiel verloren, dass keinen Sieger verdient gehabt hätte. Nach dem Spielverlauf wäre ein Unentschieden gerecht gewesen. Schade, dass wir es nicht geschafft haben, einen wichtigen Auswärtssieg zu holen. In der Verlängerung haben wir zu viele Freiwürfe daneben gesetzt, es hätte auch erst gar nicht in die Overtime gehen müssen, wenn wir uns in den letzten Sekunden der regulären Spielzeit taktisch klug verhalten hätten.

New Yorker Phantoms: Umeh 17, Kulawick 11, Mittmann 12 (8 Rebounds), Visser 15 (8 Rebounds), Jorovic 5, Schröder 14, Schneiders, Theis 6, McElroy 6 (10 Assists)


Eisbären Bremerhaven: Canty 6, M. Smith 20, McNaughton 15, Gordon 6, Peacock 13 (7 Rebounds), Raffington 1, A. Smith 21, Cain 10


DatenschutzImpressum