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Kyle Visser bot an seinem Geburtstag eine starke Leistung. Zum Sieg reichte es leider nicht. Foto: MHP RIESEN

Unglückliche 77:79-Niederlage bei den MHP RIESEN Ludwigsburg

19.10.2013

Es war knapp. Und auch wenn die New Yorker Phantoms Braunschweig bis zum Ende um die ersten zwei Auswärtspunkte gekämpft haben, so hat es nicht zum Sieg bei den MHP RIESEN Ludwigsburg gereicht. Mit 77:79 (37:47) verloren die Braunschweiger Bundesliga-Basketballer am Samstag, 19. Oktober, die Partie, in der sie zwischenzeitlich bereits mit 14 Punkten zurücklagen. Ein tolles Comeback in der zweiten Halbzeit und ein starker Kyle Visser waren jedoch nicht genug, um als Sieger das Parkett zu verlassen. Auf beiden Seiten punkteten jeweils vier Spieler zweistellig. Bei den Phantoms-Basketballern waren Geburtstagskind Kyle Visser mit 23 und James Florence mit 14 Zählern am erfolgreichsten. Bei den Gastgebern war Center Gregory Echenique Topscorer mit 15 Punkten.


Kyle Visser eröffnete die Partie mit zwei Punkten für die New Yorker Phantoms. Allerdings ließ der Ausgleich von seinem Gegenüber Gregory Echenique nicht lange auf sich warten. Beide Mannschaften gingen von Beginn an hohes Tempo und attackierten häufig den Korb – jedoch mit etwas mehr Fortune für die MHP RIESEN, die sich nach fünf Minuten eine 14:8-Führung erspielt hatten. Aber die Braunschweiger Korbjäger blieben auf Tuchfühlung, was auch daran lag, dass sie immer wieder Kyle Visser unter dem Korb fanden. Der Center hatte nach sieben Spielminuten mit seinen Punkten sieben und acht auf 18:14 für sein Team verkürzt. Und weil die Phantoms-Basketballer jetzt auch durch Robert Kulawick und „ChaCha“ Zazai zwei Mal von der Dreierlinie eingenetzt hatten, kamen sie noch näher heran. Zum Ende der ersten zehn Minuten stand es 25:24 für die Hausherren.

Im zweiten Viertel sollte es zunächst eng weitergehen. Bis zur 14. Minute waren McElroy & Co. am Gegner dran, und lagen nach einem Dreipunktespiel von Harding Nana nur mit einem Zähler zurück (30:29). Doch dann zündeten die MHP RIESEN in Person von Mario Stojic den Turbo. Der Forward markierte fünf Zähler in Folge, legte für seinen Kollegen Echenique auf und war entscheidend für einen 13:0-Lauf zum 43:29. Bei den New Yorker Phantoms hingegen wollte in dieser Phase kein Ball durch die Reuse fallen. Und so vergingen fast drei Minuten, ehe Aaron Doornekamp per Korbleger wieder erfolgreich für die Braunschweiger war. Richtig den Rhythmus fand die Mannschaft von Headcoach Raoul Korner aber nicht. Und weil sie weder aus der Distanz traf, noch die Schnellangriffe des Gegners unterbinden konnte, behaupteten die MHP RIESEN ihre zweistellige Führung zunächst. Mit dem dritten erfolgreichen Braunschweiger Dreier in der Partie verkürzte James Florence den Rückstand in der 20. Minuten auf acht Zähler (45:37). In die Halbzeit sollte es aber beim Stand von 47:37 gehen.

Die Pausenansprache von Raoul Korner hatte offensichtlich gefruchtet: Sein Team kam deutlich verbessert auf das Spielfeld zurück. Wie schon im ersten Viertel zogen Doornekamp und Kollegen nun wieder vermehrt zum Korb und markierten so vier Zähler in Folge zum 47:41 (21. Minute). Die Braunschweiger Korbjäger blieben dieser Linie treu. Und nachdem Immanuel McElroy einen Dreier versenkt hatte, war es erneut Kyle Visser, der sich unter dem Korb durchsetzte und sein Team auf vier Zähler heranbrachte (55:51, 26. Minute). Weil die Gastgeber in der Folge Probleme mit der Zonenverteidigung hatten, konnten die New Yorker Phantoms ihren Rückstand sukzessive reduzieren und nach einem Dreier von Nana sogar in Führung gehen (56:57, 28. Minute). Aber die MHP RIESEN behielten die Nerven und konnten das Spiel zum Viertelende wieder zu ihren Gunsten zum 63:58 drehen.

Die ersten Punkte des letzten Viertels erzielte erneut Kyle Visser. Zwar legten die Gastgeber sofort per Dreier nach, allerdings hatte Robert Kulawick ein heißes Händchen und steuerte fünf Punkte in Folge zum 66:65 bei (33. Minute). Nach einem unsportlichen Foul gegen die MHP RIESEN hatten die New Yorker Phantoms erneut die Möglichkeit, in Führung zu gehen. Allerdings verpassten sie diesen Moment, was die Ludwigsburger mit einem Dreier 71:67 bestraften (35. Minute). Aber Nana & Co. witterten ihre Chance und erzielten nach vier weiteren Zählern des starken Kyle Visser und zwei Punkten von James Florence den 73:73-Ausgleich (37. Minute). John Patrick nahm eine Auszeit und die zeigte Wirkung: Die Hausherren markierten fünf Punkte in Folge und zogen wieder auf 78:73 davon. Zwar hatten die New Yorker Phantoms in den verbleibenden zwei Minuten noch die Gelegenheit, das Spiel wieder auszugleichen. Und sie kämpften sich auch wieder bis auf zwei Zählern heran. Doch vergebene Freiwürfe sowie Ballverluste in dieser entscheidenden Phase verhinderten einen positiven Ausgang der Partie für die Braunschweiger.

Trainerstimmen zum Spiel:

Raoul Korner (New Yorker Phantoms Braunschweig): „Gratulation nach Ludwigsburg! Wir haben es heute in der ersten Halbzeit leider nicht geschafft, den Fastbreak der RIESEN zu stoppen und haben es ihnen zu leicht gemacht, daraus zu punkten. Überhaupt waren wir in der Defensive zu weit weg von unseren Männern. In der zweiten Halbzeit konnten wir ihren Rhythmus durch die Zonenverteidigung brechen und die Mannschaft hat bis zur letzten Sekunde gefightet, leider hat es am Ende nicht ganz gereicht."

John Patrick (MHP RIESEN Ludwigsburg): „Zunächst einmal geht mein Dank an unsere Fans, die Zuschauer waren heute ein wichtiger Rückhalt für uns. In der ersten Halbzeit haben wir unsere Chancen im Fastbreak und Inside gut genutzt, im zweiten Durchgang dann allerdings zu viele Offensiv-Rebounds zugelassen und insgesamt zu schwach im 1-gegen-1 verteidigt. So ist es am Ende noch einmal richtig spannend geworden, CJ Harris und Tanner Smith haben jedoch wichtige Würfe getroffen und uns so letztlich doch den Sieg gesichert."

New Yorker Phantoms: Swann, Kulawick 10, Zazai 5, Visser 23 (7 Rebounds), Nana 8 (7 Rebounds), Florence 14, Doornekamp 6, Pluskota n.e., Gertz n.e., Wessels n.e., Land n.e., McElroy 11 (5 Rebounds).

MHP RIESEN Ludwigsburg: Smith 7, Huff 9, Grant 13, Waleskowski n.e., Koch n.e., Harris 11, Flomo, Stojic 13, Stockton 8 (4 Assists), Echenique 15 (12 Rebounds), Tomaszek 3.


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