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Amin Stevens erzielte am Wochenende im Schnitt 17,5 Punkte und war damit Löwen-Topscorer. Foto: Ingo Hoffmann/PartnerDesign

Turnier in Jena: Ein Sieg, eine Niederlage und wichtige Erkenntnisse

07.09.2015

Die Hälfte der Vorbereitung auf die Beko BBL-Saison 2015/16 ist für die Basketball Löwen Braunschweig absolviert. Zum Abschluss dieser ersten vier Wochen stand direkt nach dem Trainingslager in Innsbruck am vergangenen Wochenende ein Turnier in Jena („Köstritzer Baskets“) auf dem Programm. Das Team von Löwen-Trainer Raoul Korner gewann am ersten Turniertag gegen den tschechischen Serienmeister CEZ Nymburk mit 92:88 (50:41), musste sich allerdings am gestrigen Sonntag im Finale gegen den Gastgeber und ProA-Ligisten Science City Jena mit 79:83 (42:36) beugen.


Die Basketball Löwen kamen gegen CEZ Nymburk schlecht aus den Startlöchern und lagen nach den ersten zehn Spielminuten mit 20:28 im Hintertreffen. „Wir haben uns im zweiten Viertel ordentlich zurückgekämpft und auch deutlich besser verteidigt“, sagt Raoul Korner, dessen Team mit einer verdienten 50:41-Führung in die Halbzeit ging. Nach einem weitestgehend ausgeglichenen dritten Spielabschnitt lagen die Löwen-Basketballer zu Beginn des letzten Viertels mit 73:60 vorne, allerdings sollte es zum Ende hin noch einmal enger werden. „Letztendlich waren es einige ,big plays', die den Unterschied zu unseren Gunsten gemacht haben. Wir haben in der entscheidenden Phase wichtige Würfe getroffen und konnten uns auf diese Weise den Sieg sichern“, so Raoul Korner weiter.

Neben den drei besten Punktesammlern Derek Needham (24 Punkte), Keaton Grant (15 Punkte, 6 Assists) und Amin Stevens (18 Punkte) boten unter anderem auch Nicolai Simon und Sid-Marlon Theis überzeugende Leistungen. „Nicolai spielt derzeit richtig stark und ist aktuell auf dem Niveau, auf dem er Ende letzter Saison aufgehört hat. Sid hingegen wächst sehr gut in seine Rolle hinein und macht vor allem defensiv einen exzellenten Job. Er hat 17 Spielminuten bekommen und diese absolut gerechtfertigt“, berichtet der Löwen-Trainer.

Jedoch machte Raoul Korner in dieser ersten Partie bereits Schwächen in der Spielorganisation aus, die sich im zweiten Turnierspiel am Sonntag gegen Jena richtig bemerkbar machen sollten. Dort leisteten sich die Basketball Löwen, bei denen Nicolai Simon geschont wurde, insgesamt 26 Ballverluste – und das war im Prinzip die Geschichte des Spiels. „Sobald es physischer und hektischer wird, sind wir noch nicht gut organisiert. Hier zeigt sich dann auch, dass wir recht jung und unerfahren sind und sich ein richtiger Leader in diesen Momenten noch nicht herauskristallisiert hat“, sagt Raoul Korner.

Zwar gestaltete sich diese Begegnung dennoch sehr eng, allerdings verloren die Basketball Löwen den Ball selbst dann zu leichtfertig, wenn sie vorne lagen. Und so mussten sie trotz Halbzeit-Führung (42:36) die knappe 79:83-Niederlage gegen den ProA-Ligisten Science City Jena um den ehemaligen Löwen Immanuel McElroy (15 Punkte) hinnehmen. „Wir nehmen aber dennoch positive und wichtige Erkenntnisse für uns mit: Zum einen haben wir uns im Rebound deutlich verbessert und sind als Team deutlich mehr zusammengewachsen. Zum anderen kennen wir unsere Baustellen, an denen wir nun gezielt in den kommenden Wochen bis zum Saisonstart arbeiten werden“, lautet das Turnier-Fazit des Löwen-Trainers. Und ebenfalls erwähnenswert: Robin Amaize hat einen sehr positiven Eindruck hinterlassen. Der Doppellizenzler kam gegen Jena in zehn Minuten Spielzeit auf zehn Zähler und konnte damit seine guten Trainingsleistungen bestätigen.

Basketball Löwen: Grant 15 (6 Assists vs. Nymburk)/17 (4 Assists vs. Jena), Simon 3 (4 Assists)/n.e., Needham 24 (5/8 Dreier)/5, Nash 7 (8 Rebounds)/9 (6 Rebounds), Frease 10/7 (7 Rebounds, 5 Assists), Gasser 6/5, Stevens 18/17 (8 Rebounds), Theis 5/4, Adler -/2, Gertz 4/3, Amaize -/10, Bogdanov -/-.


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