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Kyle Visser zeigte mit 20 Punkten eine starke Leistung. Sein Gegenspieler Branislav Ratkovica drehte jedoch mit einem Dreier das Spiel. Foto: Marcus Ulmer

Tübinger Dreierrausch sorgt für 82:89-Niederlage

25.04.2014

Mit 82:89 (43:41) haben die New Yorker Phantoms Braunschweig sich am heutigen Freitag (25. April) bei den WALTER Tigers Tübingen geschlagen geben müssen und damit auch den direkten Vergleich verloren. Nachdem die Mannschaft von Raoul Korner sich zu Beginn des dritten Viertels zunächst eine Elf-Punkte-Führung erspielt hatte, liefen die Gastgeber jedoch vor allem von der Dreierlinie heiß und entschieden darüber auch das Spiel zu ihren Gunsten: Insgesamt 52 Prozent der Tübinger Dreier rauschten durch die Reuse. Bei den Braunschweigern zeigte Kyle Visser mit 20 Punkten eine starke Partie. Aaron Doornekamp überzeugte erneut mit einem Double-Double von elf Zählern und 13 Rebounds. Für die WALTER Tigers stach Daequan Cook mit 22 Punkten hervor.


Die New Yorker Phantoms starteten mit ihrer wieder genesenen Standardformation um James Florence, Isaiah Swann, Immanuel McElroy, Aaron Doornekamp und Kyle Visser in die Partie und bewiesen gleich ein heißen Händchen aus der Distanz: Zuerst trafen Doornekamp und Swann für drei, ehe auch noch McElroy zum 8:9 nachlegte (3. Minute). Die Tübinger zeigten sich aber ähnlich treffsicher, weshalb die Begegnung eng verlief und von ständigen Führungswechseln geprägt war. Allerdings gerieten die Phantoms-Basketballer mit 20:14 in Rückstand, nachdem sie sich mehrere Ballverluste geleistet hatten und die Tigers mit acht Punkten in Folge Kapital daraus schlugen (7. Minute). Nach einer von Raoul Korner genommen Auszeit war sein Team aber wieder am Drücker und kam bis auf 20:19 heran. Per Korbleger erzielte Kapitän Harding Nana kurz vor Ende der ersten zehn Minuten das 23:21. Enden sollten diese jedoch beim Stand von 25:21.

Zu Beginn des zweiten Viertels suchten die Braunschweiger Korbjäger vermehrt ihren Center Kyle Visser unter dem Korb. Der war prompt vier Mal hintereinander erfolgreich und besorgte den 29:29-Ausgleich (14. Minute). Und als die Tübinger sich dann einen Fehlpass erlaubten gingen die Phantoms-Basketballer nach Dunking von Erik Land auch wieder mit 31:33 in Führung. Da Kyle Visser aber weiterhin nicht von den Gastgebern zu stoppen war, nahm Tigers-Coach Igor Perovic eine Auszeit – doch auf die ließen McElroy & Co. fünf Punkte zum 35:40 folgen (17. Minute). Bis zur Halbzeit hatten die Hausherren aber wieder bis auf zwei Zähler verkürzt, und so ging es mit einer knappen 41:43-Führung in die Umkleidekabinen.

Mit einem erfolgreichen Mitteldistanzwurf eröffnete Aaron Doornekamp das dritte Viertel. Und darauf folgten fünf weitere Braunschweiger Punkte zum 41:50. Igor Perovic fackelte nicht lange und reagierte mit einer Auszeit. Doch direkt im Anschluss daran traf Isaiah Swann zur ersten zweistelligen Phantoms-Führung in diesem Spiel (41:52, 23. Minute). Aber die Tigers gaben sich nicht auf und kamen durch zwei verwandelte Dreier auf 47:52 heran. Jetzt nahm Raoul Korner eine Auszeit, allerdings sollte hierauf ein weiterer Tübinger Dreier zum 51:52 folgen. Und weil die Phantoms-Basketballer in dieser Phase etwas fahrig wirkten und den Tigers zu häufig offene Würfe gestatteten, holten diese sich nach einem erneuten Dreier die 56:54-Führung zurück (26. Minute). Auf Phantoms-Seite war jetzt aber wieder Kyle Visser zur Stelle, der sein Team zusammen mit Aaron Doornekamp und Immanuel McElroy trotz eines zwischenzeitlichen technischen Fouls gegen James Florence (gleichzeitig sein 4. Foul) zum 58:63 warf. Doch es blieb dabei: Die Tübinger waren in diesem Viertel treffsicher aus der Distanz. Und so war es symptomatisch dafür auch ein Dreier, der das 64:63 nach 30 Minuten herstellte.

Im letzten Viertel ging es so weiter, wie das dritte aufgehört hatte. Die Tigers versenkten Dreier um Dreier und die Phantoms-Basketballer gerieten dadurch weiter ins Hintertreffen. Tübingen spielte jetzt wie im Rausch und als der heiß gelaufene Jonathan Wallace zum 79:69 traf, reagierte der Phantoms-Coach wiederholt mit einer Auszeit. Die zeigte Wirkung. Nana und Kollegen bewegten den Ball mehr unter den Korb und markierten so vier Zähler in Folge. Und als dann James Florence erneut zum Korb zog und nach einem Foul zwei Freiwürfe versenkte, waren die Braunschweiger auf 79:75 dran. Die Tigers-Antwort darauf war ein weiterer Dreier, doch waren die New Yorker Phantoms insgesamt wieder besser im Spiel und arbeiteten sich weiter auf 82:79 heran (37. Minute). Bis 14 Sekunden vor Ende blieb es bei diesen drei Zählern Rückstand, ehe es etwas hektisch wurde und die Tübinger nach zwei Freiwürfen das 87:82 erzielten. Nach einer Braunschweiger Auszeit versuchten die New Yorker Phantoms über Isaiah Swann und einen schnellen Dreier zu verkürzen. Doch dieser verfehlte sein Ziel und im Gegenzug trafen die Tigers noch zwei Mal sicher von der Freiwurflinie zum 89:82-Endstand.

Trainerstimmen zum Spiel:

Raoul Korner (New Yorker Phantoms Braunschweig): Herzlichen Glückwunsch an Tübingen zum Sieg. Wir sind sehr gut in das dritte Viertel gestartet, haben die Initiative übernommen und dann mit elf Punkten geführt. Branislav Ratkovica hat mit seinem wichtigen Dreier das Momentum umgedreht zugunsten der Tübinger. Sie haben dann fast alles getroffen. Am Ende haben wir uns nochmal herangekämpft, aber der Vorsprung und ihre Treffsicherheit waren zu gut. Tübingen hat verdient gewonnen.

Igor Perovic (WALTER Tigers Tübingen): Das war heute ein ganz wichtiger Sieg für uns. Es war emotional und physisch ein sehr schwieriges Spiel, weil Braunschweig hier unbedingt gewinnen wollte. Wir hatten großen Druck und durften uns keine Fehler erlauben. Anfang des dritten Viertels war Braunschweig besser, aber Branislav Ratkovica und Julian Albus haben uns mit ihren Dreiern zurück ins Spiel gebracht und das Momentum zu unseren Gunsten gedreht. Einige Spieler von uns haben heute fantastisch gespielt. Neben unseren Matchwinnern Daequan Cook und Jonathan Wallace war Albus heute wieder stark. Seine Verteidigung gegen Isaiah Swann war exzellent und er brachte viel Stabilität in unser Spiel. Ich bin sehr zufrieden mit seiner Entwicklung in den letzten Wochen.

New Yorker Phantoms Braunschweig: Swann 9, Kulawick 3, Zazai 2, Visser 20, Nana 8 (6 Rebounds), Florence 15, Doornekamp 11 (13 Rebounds, 5 Assists), Gertz n.e., Wessels n.e., Land 2, McElroy 12 (5 Assists), Bogdanov n.e..

WALTER Tigers Tübingen: Wallace 19, Mittmann, Nash 16 (7 Rebounds, 4 Assists), Oehle n.e., Albus 9, Harris 2, Lischka 4, Cook 22 (7 Rebounds), Radosavljevic 4 (5 Rebounds), Kashirov 8, Ratkovica 5.


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