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Der neue Löwen-Shooting Guard Trent Lockett steckt sich zwar hohe Ziele, vergisst aber nicht den Spaß am Leben. Foto: Ingo Hoffmann/PartnerDesign

Trent Lockett: "Wenn ich etwas will, schaffe ich das meistens auch!"

16.09.2014

Trent Lockett erlebt gerade eine spannende Phase seines Lebens. Zum ersten Mal in seiner noch jungen Karriere spielt er Basketball in Europa. Heimweh hat der Allrounder aber nicht, ganz im Gegenteil. Er hat sich gut eingelebt, empfindet Braunschweig und die Menschen als herzlich und einladend und ist auch schon fleißig dabei, Deutsch zu lernen. Die deutsche Sprache am Ende der Spielzeit sprechen zu können, ist ein Ziel, das er sich neben einer erfolgreichen Saison mit den Basketball Löwen Braunschweig gesetzt hat. Dass dem 24-Jährigen dies gelingt, ist ihm mehr als zuzutrauen – denn Trent Lockett ist sehr ehrgeizig, wie sich im Gespräch mit ihm herausstellte.


Seinen College-Abschluss absolvierte der neue Braunschweiger Shooting Guard bereits in seinem dritten Jahr, dem Junior Jahr. Normalerweise haben die Studenten dafür vier Jahre Zeit. Doch Trent's Planungen sahen anders aus. „Ich habe mir genau angesehen, wie viele Prüfungen ich in einem Jahr machen muss, um eher fertig werden zu können. Und dementsprechend habe ich dann das College absolviert. Ich wollte im Anschluss daran gleich meinen Master machen und habe das auch getan“, sagt er. Auf die Frage, ob er denn besonders talentiert oder vielleicht sogar hochbegabt sei, lacht Trent und antwortet: „Nein. Das bin ich nicht. Aber ich bin einer harter und Aufgaben-orientierter Arbeiter und setze mir hohe Ziele. Und wenn ich mir etwas vornehme, dann schaffe ich das meistens auch.“

So verwundert es dann auch nicht, dass der 1,96 große Guard nach nur wenigen Wochen in Braunschweig und trotz hohen Trainingspensums bereits mehr als nur ein paar Worte in Deutsch sagen kann. „Wie war dein Tag? Wie geht es dir? Ich hätte gerne einen Hähnchen-Döner“, sprudeln diese Sätze und einige mehr aus ihm heraus. Dabei bemerkt er dann, dass der Hähnchen-Döner derzeit sein Lieblingsgericht ist, vor allem mit Zaziki drauf. Trent mag es, beispielsweise seine Gerichte auf Deutsch zu bestellen und registriert dabei, wie positiv das ankommt. „Ich möchte die Sprache aber nicht nur lernen, weil es die Menschen hier erfreut, sondern vor allem, weil ich mich mit dem Land identifizieren und seine Kultur anerkennen möchte“, sagt der athletische 24-Jährige weiter.

Wenn Trent nicht dabei ist, unsere Sprache zu lernen, dann telefoniert er mit seiner Familie in den USA, liest oder schaut sich Dokumentationen an. Seine aktuelle Abendlektüre ist das Buch mit dem Titel „Maximum Achievement“. Keine Überraschung. Und wenn er sich Dokumentationen ansieht, dann mit Vorliebe welche über geschäftliche oder technologische Inhalte. So weiß er jetzt auch schon, dass er nach seiner Basketball-Karriere gerne in einem dieser Bereiche arbeiten möchte. „Coach möchte ich auf jeden Fall nicht werden“, sagt er mit einem Lächeln, aber auch bestimmt. „Trainer haben immer viel Druck, arbeiten viel und müssen oft für Fehler einstehen, die andere machen. Auch für ein Familienleben ist dieser Job nicht einfach. Ich möchte einen eher normalen und gleichmäßigen Job ausüben. Darüber bin ich mir jetzt schon im Klaren.“

Doch auch wenn der Eindruck entsteht, dass Trent vielleicht etwas wissbegieriger, ehrgeiziger und zielorientierter ist als manch anderer in seinem Alter, so lässt er gleichzeitig keinerlei Zweifel daran, dass er ein sehr offener und vor allem entspannter Typ ist, der viel lacht und Spaß hat. „Ich umgebe mich gerne mit Menschen und lerne sie auch sehr gerne kennen. Ich würde sagen, dass ich gut darin bin, Menschen zu verstehen und auf sie eingehen zu können“, sagt er. Hervorragende Eigenschaften, um einen Mannschaftssport zu betreiben.

So konnte Trent sich gut in sein neues und erfahrenes Team integrieren, auch wenn er seine Rolle erst noch richtig finden muss. „In meinem College-Team und auch in der D-League war ich so etwas wie der Kopf der Mannschaft. Ich habe das Team geführt und viel Verantwortung übernommen. Hier in Braunschweig ist die Situation etwas anders. Ich bin neu in der Liga, neu im Team und gehöre auch mit zu den jüngeren Spielern. Daher halte ich mich noch etwas zurück und versuche so viel wie möglich von unseren erfahrenen Spielern wie Derrick, Dru oder Mac aufzusaugen. Ich kann viel von ihnen lernen und bin deshalb insgesamt sehr glücklich, in Braunschweig zu sein. Die Gesamtsituation hier vor Ort macht es mir leicht, mich in meinem ersten Jahr ,overseas' wohlzufühlen.“ Kein Wunder also, dass Heimweh für Trent kein Thema ist.


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