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Testspiel: NYP - Dukes: 89:57 (24:10, 19:17, 27:12, 19:18)

05.09.2007

Braunschweig und Wolfenbüttel liegen nur einen Katzensprung voneinander entfernt. Diese geographische Nähe nutzen am Dienstag Abend die New Yorker Phantoms und die Wolfenbüttel Dukes zu einem Testspiel auf dem Campus Nord. Neben vielen geistigen Vermerken der Trainern war festzustellen, dass der BBL-Club dem ProB-Ligist physisch deutlich überlegen war, die großen Leute foulintensiv spielten


Braunschweig und Wolfenbüttel liegen nur einen Katzensprung voneinander entfernt. Diese geographische Nähe nutzen am Dienstag Abend die New Yorker Phantoms und die Wolfenbüttel Dukes zu einem Testspiel auf dem Campus Nord. Neben vielen geistigen Vermerken der Trainern war festzustellen, dass der BBL-Club dem ProB-Ligist physisch deutlich überlegen war, die großen Leute foulintensiv spielten und die Löwenstädter die Partie mit 89:57 zu ihren Gunsten entschieden, da John Allen und die „jungen Wilden“ gute Mittel gegen die Wolfenbütteler Zone fanden.

Gleich zu Beginn des Spiels schlugen die Phantoms aus ihrer Athletik Kapital und kamen über flinke Finger in der Verteidigung und gute Transition zu schnellen Punkten (6:0, 3. Minute). Einmal mehr machte das BBL-erfahrene Duo Jonathan Levy / Domonic Jones einen guten Eindruck. Jones behielt stets die Übersicht, Levy die Nerven selbst unter ärgster Bedrängnis. Einem Dreipunktspiel ließ der aus Ulm nach Braunschweig gewechselte Linkshänder einen Treffer aus der Distanz folgen, ehe Jones an der Freiwurflinie für eine frühe zweistellige Führung sorgte (16:5, 6. Minute). Nach einer Auszeit Wolfenbüttels warteten die Herzöge mit einer klassischen 2-3-Zone auf. Dies störte den Rhythmus Braunschweig zunächst empfindlich. Da die Gäste ihrerseits offensiv wenig Konstruktives zustande brachten und auch an der Freiwurflinie schwächelten (4 von 12 im ersten Viertel) sollte sich die Differenz nicht verringern (24:10).

In der kurzen Pause vor dem zweiten Abschnitt impfte Phantoms-Trainer Emir Mutapcic seinen Schützlingen nochmals die geplante Vorgehensweise gegen Zonenverteidigung ein – mit Erfolg. Levy und Co. bewegten den Ball besser als zuvor und suchten geduldig den offenen Schützen (28:10, 12. Minute). Die Würfe waren da, doch verweigerte das Leder zunehmendst den Weg durch die Reuse. Wolfenbüttel hielt innerhalb der Zone gut gegen die größeren Braunschweiger und brachte das Trio um Kyle Visser, Andrew Drevo und Anthony Coleman mehrmals um den Lohn ihrer harten (Post-) Arbeit (35:22, 16. Minute). Auf der anderen Seite forcierten die Dukes das Spiel in Brettnähe bewusst. Ein uns andere Mal agierte die Wolfenbütteler Centerriege um Bundesliga-Veteran Frank Theiss so clever, dass nacheinander Visser und Drevo mit vier Fouls vorsichtshalber auf die Bank beordert wurden (43:27).

In Abwesenheit von Visser und Drevo nutzten die Gäste die entstandenen Freiräume am Brett, um direkt über Tief oder per Penetration hochprozentig – und in kurzer Abfolge – zu punkten (45:33, 21. Minute). Mit einer kleinen Aufstellung forderte Mutapcic von seinen Mannen mehr Tempo. Während sich abwechselnd Jones, Steven Wright oder Flavio Stückemann bemühten den Ball schnellstmöglich in die generische Hälfte zu treiben, fanden sie in John Allen einen dankbaren Abnehmer für lange Pässe 58:38, 25. Minute). Der 24-Jährige forderte im Fastbreak kontinuierlich den Ball und war zudem einer der wenigen Aktivposten im Halbfeldangriff. Braunschweig passte viel entlang der Dreierlinie, ließ jedoch oftmals den zwingenden Zug zur Mitte vermissen. Genau dies brachte Allen, der stets Gefährlichkeit ausstrahlte und allein im dritten Viertel elf seiner insgesamt 16 Zähler markierte (70:39).

Der bis dahin eher zurückhaltend agierende Dukes-Guard Sam Tamargo deutete zu Beginn des Schlussviertels an, dass er eine über seinen Probevertrag hinausgehende Anstellung in Wolfenbüttel anstrebt. Durch Aufmerksamkeit in der Verteidigung erhaschte er zwei Pässe und schloss auf der Gegenseite trotz Foul der Braunschweiger Fastbreaksicherung mustergültig ab. Die jeweils fälligen Boni verwandelte er noch dazu. Von Tamargo’s Einsatz mitgerissen legten die Herzöge eine 12:4-Lauf hin (74:51, 34. Minute), welcher umgehend durch verbessertes Offensiv-Rebounding und Druck auf den ballführenden Spieler der Gastgeber unterbrochen wurde. In dieser Phase vertraute Mutapcic auf seine zweite Garde um Nachwuchsspieler wie Stückemann und Jorge Schmidt (Foto). Ein kurzer 8:0-Run sorgte wieder für alte Machtverhältnisse in der Halle auf dem Campus Nord (82:51, 36. Minute). Von elf eingesetzten Phantoms-Spielern stand jeder mindestens zehn, keiner länger als 26 Minuten auf dem Parkett.

Die New Yorker Phantoms Braunschweig gewinnen am Ende mit 89:57 deutlich gegen die Wolfenbüttel Dukes und blicken nun auf das am kommenden Samstag stattfindende Freundschaftsspiel bei den Artland Dragons.

New Yorker Phantoms:

Wright (9/1), Levy (18/1), Allen (16/2), Visser (14), Drevo (6), Stückemann (2), Jones (8), Schmidt (8), Khartchenkov, Coleman (8), Freese



Wolfenbüttel Dukes:

Tamargo (20/3), Sen (9), Grauel (3), Betty (12), Theiss (3), Knopke (2), Jeske (5), Simic (3), Fleischmann

Jörg Bähren

(Pressesprecher)

 


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