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Testspiel: NYP - Chemnitz: 91:65 (19:16, 26:21, 22:18, 24:10)

15.09.2007

Öffentliche Testspiele sind nicht immer nur zum testen da. Wenn das örtliche Publikum erstmals Gelegenheit bekommt einen Blick auf die neu zusammengestellte Mannschaft zu werfen gehört eine kleine Portion Show zum Pflichtprogramm. Beim Freundschaftsspiel der New Yorker Phantoms gegen die Chemnitz 99ers kamen sowohl Trainer und Spieler, als auch die 661 anwesenden Zuschauer auf ihre Kosten. Über das Feld der Alte Waage zu Braunschweig fegten frische Beine, die dank ihrer Explosivität für reichlich Szenenapplaus sorgten. Im Anschluss an den 91:65-Erfolg der Gastgeber wurden die Phantoms ihren Anhängern gesondert vorgestellt. Bereits am kommenden Sonntag treten die Niedersachsen bei ALBA Berlin zum nächsten Testspiel an – Tipoff in der Dreifeldhalle Gransee (Oranienburger Str.


Öffentliche Testspiele sind nicht immer nur zum testen da. Wenn das örtliche Publikum erstmals Gelegenheit bekommt einen Blick auf die neu zusammengestellte Mannschaft zu werfen gehört eine kleine Portion Show zum Pflichtprogramm. Beim Freundschaftsspiel der New Yorker Phantoms gegen die Chemnitz 99ers kamen sowohl Trainer und Spieler, als auch die 661 anwesenden Zuschauer auf ihre Kosten. Über das Feld der Alte Waage zu Braunschweig fegten frische Beine, die dank ihrer Explosivität für reichlich Szenenapplaus sorgten. Im Anschluss an den 91:65-Erfolg der Gastgeber wurden die Phantoms ihren Anhängern gesondert vorgestellt. Bereits am kommenden Sonntag treten die Niedersachsen bei ALBA Berlin zum nächsten Testspiel an – Tipoff in der Dreifeldhalle Gransee (Oranienburger Str. 36, 16775 Gransee) ist um 17 Uhr.

Die Partie startete gleich unterhaltsam, wenn auch eher für die Gäste aus Chemnitz. Denn der erste Angriff der Hausherren wurde spektakulär zunichte gemacht. 99ers-Forward Joseph Polite kam seinem Namen nur wenig nach, baute John Allen auf dem Weg zum Korb unfreundlich per Block ab und sorgte bereits nach wenigen Sekunden für ein Raunen im Zuschauerraum. Es sollte genau 2:47 Minuten dauern, ehe Kyle Visser für Braunschweig die ersten Punkte – sehenswert per Dunk – erzielte (2:5, 3. Minute). Der Center sollte in den kommenden Angriffen Dreh- und Angelpunkt der Phantoms-Offensive sein. Pick and Roll, Postup in Korbnähe, der Blondschopf sorgte mit seiner Präsenz immer wieder für Probleme bei der Chemnitzer Verteidigung. Als Andrew Drevo als zweiter etatmäßiger Innenspieler einen Dreier einnetzte schien das Momentum auf die Seite der Phantoms zu kippen (9:9, 5. Minute). Durch die Dominanz von Visser und Drevo sahen sich die Gäste gezwungen die Räume in der Zone enger zu machen und eröffneten den Braunschweiger Schützen somit mehr Freiräume. Diese nutzte Jonathan Levy zu einem Dreier – dem ersten Treffer eines Außenspielers (14:9, 7. Minute). Chemnitz wachte nun in der Verteidigung auf und kam dank des im Sommer aus den USA erstarkt zurückgekehrten Urspringschülers Jermain Raffington wieder heran (19:16).

Chemnitz wechselte in der Verteidigung viel zwischen Mann- und Zonenverteidigung hin und her. Braunschweig ließ den Ball der jeweiligen Spielsituation entsprechend gut laufen und fand besonders gegen die Raumdeckung frei Würfe von jenseits der 6,25m-Linie. Erst bewies Center Anthony Coleman ein feinfühliges Händchen, dann legte Aufbau Steven Wright nach. Zwei erfolgreiche Freiwürfe von Nikita Khartchenkov bauten den Lauf der Gastgeber nicht nur 8:0 aus, sondern hievte die Differenz erstmals in den zweistelligen Bereich (27:16, 13. Minute). Damit nicht genug schlug Coleman wenig später erneut von „Downtown“ zu und fand in John Allen einen zweiten Guard, der es ihm in nächsten Angriff gleichtat (39:26, 15. Minute). Chemnitz stieg bereitwillig in die Verlagerung gen Perimeter ein und sandte ebenfalls zwei Dreier durch die Braunschweiger Reuse.(43:37, 19. Minute). Der Höhepunkt vor der Halbzeit ging dann eindeutig auf das Konto der Phantoms. Im Fastbreak gab John Allen eine mustergültige Vorlage über Ringniveau, die Jonathan Levy dankbar zur Flugstunde nutzte und per „Alley-oop“ verwandelte (45:37).

Auch nach dem Seitenwechsel blieben Intensität und Unterhaltungswert hoch. Braunschweig legte Shooting Guard Daryl Cohen weitestgehend an die Kette und vereitelte durch beständig physische Präsenz am Brett ein Comeback der Gäste. Bis zur Pause hatten die Phantoms bereits 27 Rebounds gesichert, Chemnitz derer 15 – davon ganze drei offensiv. Dieses Ungleichgewicht blieb bestehen. Durch die Lufthoheit begünstigt etablierten die Niedersachsen ihr schnelles Transition Game, welches in regelmäßigen Abständen leichte Punkte abwarf. Im Setplay blieb die Sicherheit aus der Distanz bestehen, dafür sorgten Allen und Levy mit einem weiteren Doppelpack (63:47, 27. Minute). Die 99ers ließen sich trotz dieser Feuerkraft nicht abschütteln und verhinderten durch ihrerseits temporeiches Spiel den Anschluss vollends zu verlieren (67:55).

Mit einem 8:0-Lauf startete die Mutapcic-Truppe in den Schlussabschnitt. Die stets aktive Verteidigung war das Fundament, auf dem das gesamte Phantoms-Spiel basierte und seine Energie für Aktionen am offensiven Ende des Feldes zog. Sei es Tony Granz, der sich als Shotblocker auftat. Oder Jorge Schmidt, der als stets bereite Anspielstation fungierte, den Ball sinnvoll verteilte und an der Freiwurflinie für die erste Zwanzig-Punkte-Führung sorgte (75:55, 33. Minute). Gegen Ende der Partie sollten die 661 Augenpaar nochmals mit sehenswerten Ballstafetten verwöhnt werden – auch wenn nicht alle mit Zählbarem belohnt wurden.

Die New Yorker Phantoms gewinnen ihr öffentliches Testspiel gegen die Chemnitz 99ers mit 91:65 und treffen am kommenden Sonntag auf ALBA Berlin.

New Yorker Phantoms:

Wright (7/1), Levy (14/3), Allen (14/3), Visser (16), Drevo (7/1), Stückemann (6), Jones (8), Schmidt (2), Khartchenkov (5/1), Coleman (8/2), Freese (2), Granz (2)

Chemnitz 99ers:

Cohen (8/1), Freimuth, Worenz (8/2), Ansehl, Polite (4), Eppler, McCrory (18), Raffington (14/1) Klink (13/1)

 


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