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Sternsinger besuchen Basketballprofis - Spenden für Kinder in Not

05.01.2012

Es war ein Besuch der anderen und sogleich besonderen Art. Etwa 70 Sternsinger, festlich verkleidet als die Heiligen Drei Könige, fanden sich beim Training der New Yorker Phantoms in der Volkswagen-Halle ein, um mit ihrem Gesang die frohe Kunde von der Geburt Jesu Christi zu überbringen, den Haussegen zu erteilen und für Kinder in Not zu sammeln.


Es war ein Besuch der anderen und sogleich besonderen Art. Etwa 70 Sternsinger, festlich verkleidet als die Heiligen Drei Könige, fanden sich beim Training der New Yorker Phantoms in der Volkswagen-Halle ein, um mit ihrem Gesang die frohe Kunde von der Geburt Jesu Christi zu überbringen, den Haussegen zu erteilen und für Kinder in Not zu sammeln.

Es ist bereits die 54. Sternsinger-Aktion, die in Deutschland stattfindet. Seit dem 6. Januar 2012 sind deutschlandweit rund 500.000 und in Braunschweig etwa 400 Sternsinger aus den katholischen Gemeinden unterwegs und klopfen an die Haustüren. Dabei hinterlassen sie mit dem Kreidezeichen ein „C + M + B“, der Segen „Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus“, und bitten um Spenden für Kinder in Not. Mit dem Motto „Klopft an Türen, pocht auf Rechte!“ sammeln die Sternsinger in diesem Jahr speziell für Kinder in Nicaragua, aber auch für alle Kinder weltweit, die zunehmend auf mehr Rechte verzichten müssen.

Propst Reinhard Heine, Pfarrer der Gemeinde St. Aegidien, erschien zusammen mit den Kindern in der Volkswagen-Halle und zeigte sich sichtlich erfreut darüber, dass die Mädchen und Jungen an diesem Tag Kapitän Nils Mittmann und Kollegen besuchen und ihnen etwas vortragen durften. Dementsprechend gespannt und aufmerksam hörten die Phantoms-Profis den 70 Sternsingern zu, die zu Beginn ein kleines Bisschen aufgeregt wirkten. Nach dem Vortrag mehrerer Lieder und eines weiteren Gedichtes sprang Center Kyle Visser auf und steckte einen Geldbetrag aus der Mannschaftskasse in die mitgeführte Spendendose. Einige weitere Spieler wie Robert Kulawick, Michael Umeh und LaMarr Greer ließen es sich nicht nehmen, selber noch etwas Geld zu spenden, bevor sie sich unter die mittlerweile völlig entspannten Kinder gesellten und für Fotos und Autogramme zur Verfügung standen.

Für Trainer Sebastian Machowski ist dieser Brauch keinesfalls unbekannt. So erlebte er dies bereits in ähnlicher Weise in Griechenland und natürlich auch schon in Süddeutschland. „Hier in Niedersachsen habe ich das jedoch noch nicht erfahren dürfen“, zeigte sich der Trainer etwas überrascht. Aber abgesehen davon, dass er sich über die Erteilung des Haussegens freue und diesen als kleinen Glücksbringer betrachte, „verfolgt diese Aktion ein Spendenprojekt, das wir als Profi-Verein sehr gerne unterstützen, zumal wir uns auch in der Pflicht sehen, etwas zu tun. Wir helfen gerne, wenn wir können. Deshalb freue ich mich umso mehr, dass die Mannschaft einen Obolus aus der eigenen Kasse dazu beigesteuert hat.“

Während die Sternsinger in anderen Regionen Deutschlands wahrhaftig von Haus zu Haus ziehen, kommen sie in Braunschweig vornehmlich auf Anfrage, um den Haussegen zu erteilen. „Bei den Braunschweiger Basketballern haben wir allerdings angefragt“, sagte Propst Reinhard Heine. „Uns ist das soziale Engagement der New Yorker Phantoms bekannt, die in Kooperationen sehr viel für Kinder und Jugendliche in der Region tun. Nicht zuletzt deshalb ist es für uns von großem Interesse gewesen, hier heute aufzutreten.“

Im letzten Jahr hatten die Sternsinger aus Braunschweig knapp 66.000 Euro für Kinder in Not gesammelt. Bundesweit beliefen sich die Spenden auf eine Höhe von 41,8 Millionen Euro.


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