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Nicolai Simon und sein Team müssen am Samstag bei den heimstarken Oldenburgern antreten. Foto: Ingo Hoffmann/PartnerDesign

Station 2 der Auswärtstournee: Löwen zu Gast in Oldenburg

30.10.2014

Am Samstag, den 1. November, steht es an: Um 20:30 Uhr beginnt das erste niedersächsische Duell der Basketball Löwen Braunschweig in dieser Saison, in dem sie an alter Wirkungsstätte von Spielmacher Dru Joyce bei den EWE Baskets antreten. Nach der Niederlage in Tübingen belegt die Mannschaft von Löwen-Headcoach Raoul Korner mit zwei Siegen derzeit den 14. Platz. Auswärts war den Basketball Löwen bisher noch kein Sieg gelungen.


Mit Oldenburg treffen die Braunschweiger Basketballer auf den Drittplatzierten der Beko BBL und damit auf alles andere als einen leichten Gegner – erst recht auswärts. Den Oldenburgern war es möglich, fünf der ersten sechs Saisonpartien für sich zu entscheiden. Zuhause sind sie bislang ungeschlagen. Damit sind die EWE Baskets punktgleich mit dem FC Bayern München, den Brose Baskets aus Bamberg und dem Mitteldeutschen BC. Einzig dem Team der Artland Dragons musste sich die Mannschaft von Sebastian Machowski in dieser noch jungen Saison geschlagen geben.

Auffälligster Akteur der Donnervögel ist bisher Center Adam Chubb. Der 33-Jährige legt pro Partie 17,3 Punkte und sieben Rebounds auf. Chubbs Dominanz unter den Brettern gepaart mit der Qualität seiner Mitspieler von der Dreierlinie zeigt die Variabilität im Oldenburger Spiel, das nicht einfach zu verteidigen sein wird. Derzeitig trifft das Team 38,9 Prozent von außen. Somit belegen die Oldenburger den fünften Rang in dieser Kategorie. Als herausragende Dreierschützen der Baskets sind Nemanja Aleksandrov (56,3%) und Julius Jenkins (40,6%) zu nennen. Mit 12,3 und 11,3 erzielten Punkten pro Spiel belegen diese beiden Akteure hinter Chubb auch die Plätze zwei und drei in der internen Topscorerrangliste der EWE Baskets. In dieser Aufzählung darf natürlich Rickey Paulding nicht unerwähnt bleiben. Der unumstrittene Oldenburger Publikumsliebling schnürt bereits in seiner achten Spielzeit seine Basketballschuhe für die Donnervögel und kann, wenn er seinen Rhythmus findet, ein Spiel im Alleingang entscheiden. Raoul Korner ist bewusst, dass seinem Team eine schwere Aufgabe bevorsteht: „Wir werden defensiv ein gewisses Risiko eingehen müssen, aber wir werden den Oldenburgern in der Offensive dennoch nicht alles wegnehmen können.“ Der Löwen-Trainer fordert von seinen Spielern grundlegend eine höhere Aggressivität in der Verteidigung und mehr Kontinuität über die gesamten 40 Minuten. „Wir müssen es schaffen, unseren Gameplan das gesamte Spiel durchzuziehen, ohne irgendwann den Faden zu verlieren.“

Kapitän Kyle Visser und seiner Mannschaft könnte dabei in die Karten spielen, dass die Oldenburger am gestrigen Mittwoch ein Eurocupspiel bei SLUC Nancy zu bestreiten hatten. Hinzu kommt, dass die EWE Baskets zuletzt auf den verletzten Maurice Stuckey verzichten mussten, und am Dienstag zudem bekannt gaben, dass der Vertrag von Point Guard Tywain McKee aus persönlichen Gründen und im beidseitigen Einvernehmen aufgelöst wurde. McKee stand in allen bisherigen Saisonspielen auf dem Parkett und verzeichnete 12,3 Punkte im Schnitt bei einer Dreierquote von starken 50 Prozent. Headcoach Raoul Korner ist sich allerdings nicht sicher, ob dieser Ausfall den Braunschweigern von Vorteil sein wird: „Die Mannschaft der Baskets ist tief genug, um auch solche Abgänge kompensieren zu können. Außerdem ist es gut möglich, dass die Oldenburger durch diesen Abgang noch enger zusammenrücken und andere Spieler in die Bresche springen werden.“

Die Basketball Löwen Braunschweig indes können in gesamter Mannschaftsstärke auflaufen und werden versuchen, den ersten Sieg in fremder Halle einzufahren. Seinen Teil dazu beitragen will natürlich auch Dru Joyce, der letzte Saison noch im Trikot der EWE Baskets auflief: „Ich freue mich sehr auf das Spiel in Oldenburg und die gute Stimmung in der Halle. Es wird sicherlich eine gute Partie werden, aber für mich und meine Mitspieler ist dieses Spiel nicht wichtiger als die anderen. Wir wollen einfach nur gewinnen!“


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