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James Florence drehte im dritten Viertel mit 13 erzielten Punkten stark auf. Zum Sieg reichte seine Leistung aber nicht. Foto: Daniel Löb

Starke Leistung nicht belohnt: 77:79-Niederlage beim Meister Bamberg

10.11.2013

Die New Yorker Phantoms Braunschweig haben sich am Sonntag, 10. November, hauchdünn bei den Brose Baskets in Bamberg geschlagen geben müssen. Mit 77:79 (35:32) verloren sie die Begegnung, in der sie sich über die gesamte Zeit auf Augenhöhe mit dem amtierenden deutschen Meister präsentierten und bis zum Schluss eine starke Leistung boten. Insgesamt 14 Mal wechselte die Führung in dieser Partie, in der drei Braunschweiger zweistellig punkteten: James Florence wurde mit 20 Punkten bester Punktesammler. Kyle Visser kam auf 16 und Isaiah Swann auf 13 Zähler. Auf Bamberger Seite markierten Anton Gavel und Maik Zirbes jeweils 15 Punkte.


Die New Yorker Phantoms begannen die Partie mit der Startformation der vergangenen Spiele um James Florence, Isaiah Swann, Immanuel McElroy, Aaron Doornekamp sowie Kyle Visser und hatten nach den ersten Punkten durch Brose-Center Maik Zirbes schnell eine Antwort parat: Isaiah Swann traf per Dreier zum 2:3 (2. Minute). Allerdings konnten sich die Gastgeber in den folgenden Minuten eine Führung von sechs Zählern erarbeiten (11:5, 4. Minute). Die Braunschweiger Korbjäger verteidigten aber gut, zwangen den Serienmeister zu schwierigen Würfen wie auch Ballverlusten und konnten daher auf Tuchfühlung bleiben – was sich auszahlen sollte. Nach einem Dreier von Kulle zum 16:13 folgten noch fünf weitere Braunschweiger Zähler durch Isaiah Swann und James Florence zum 16:18, was gleichbedeutend mit dem Viertelendstand war.

Den Schwung zum Ende der ersten zehn Minuten nahmen Visser & Co. mit in das zweite Viertel: Nach einem Dreier von Harding Nana versenkte Erik Land an alter Wirkungsstätte zwei Freiwürfe zum 16:23 (11. Minute). Die Brose Baskets hingegen hatten zunächst etwas ihren Offensiv-Rhythmus verloren, suchten nun aber aufgrund einer schwachen Quote aus der Distanz vermehrt den Weg zum Korb – und das mit Erfolg. Sie kamen Stück für Stück wieder heran, auch weil die New Yorker Phantoms fast fünf Minuten ohne Punkte blieben. Kurz nachdem die Brose Baskets wieder mit 25:23 in Führung gegangen waren, erlöste Kyle Visser seine Mannschaft in der 15. Minute per Korbleger und lockerte damit offensichtlich wieder etwas den Knoten. Bis drei Minuten vor der Halbzeit war das Spiel ausgeglichen (29:29). Doch nachdem die Bamberger wie zuvor schon die Braunschweiger nun auch mehrere Korbchancen liegen ließen, gelang den Phantoms-Basketballern ein 6:0-Lauf zum 29:35 (19. Minute). Ein Dreier von Brose-Guard Jamar Smith stellte den Halbzeitstand von 32:35 her.

Zurück aus der Kabine startete der Serienmeister mit vier Punkten in Serie. Doch dieses Mal hatte James Florence die passende Antwort. Der Phantoms-Point Guard agierte mit viel Drang zum Korb und hielt sein Team mit vier Zählern in Führung (36:39, 23. Minute). Kyle Visser war es anschließend vorbehalten, diesen Vorsprung per Korbleger auf fünf Punkte zu erhöhen. Aber die Brose Baskets konterten erneut und hatten nach einem Ballgewinn von Anton Gavel, der per Schnellangriff abschloss, wieder den 43:43-Ausgleich erzielt (26. Minute). Die Braunschweiger Korbjäger ließen sich von dem permanenten Aufbäumen der Gastgeber aber keinesfalls demoralisieren, sondern blieben weiterhin auf Kurs und lagen nach einem Dreier des starken James Florence erneut mit fünf Punkten vorne (49:54, 28. Minute). Und auch als die Bamberger um ihren Schlüsselspieler Anton Gavel zum wiederholten Male diesen Rückstand wettmachten und sogar in Führung gingen (56:44, 29. Minute), behielten sie die Nerven, arbeiteten gut am offensiven Brett und gingen auf Augenhöhe mit dem Meister mit 60:60 in die letzten verbleibenden zehn Minuten.

Die Partie gestaltete sich auch in diesem Abschnitt zunächst sehr eng. Erst nach knapp fünf gespielten Minuten gewannen die Bamberger etwas mehr die Oberhand und konnten sich eine 73:65-Führung erspielen. Vor allem die Defensive der Gastgeber machte den Braunschweiger Korbjägern in dieser Phase zu schaffen und sorgte für vier Ballverluste in Folge. Allerdings zeigte die Mannschaft von Raoul Korner nun ihrerseits "Stehauf-Qualitäten". Mit wohlüberlegten Aktionen, einer guten Verteidigung sowie Wurfauswahl und starkem Einsatz knabberten sie sukzessive etwas von der Brose-Führung ab und hatten anderthalb Minuten vor Ende der Partie durch Freiwürfe von Isaiah Swann zum 75:75 ausgeglichen. Damir Markota erzielte die nächsten zwei Punkte für die Brose Baskets, James Florence glich wieder an der Freiwurflinie aus. Nun waren noch 15 Sekunden auf der Uhr und die New Yorker Phantoms zwangen den ehemaligen Braunschweiger Zack Wright an die Freiwurflinie. Der verwandelte nur einen Wurf zum 78:77 bei noch zwölf verbleibenden Sekunden. James Florence nahm im letzten Angriff die Verantwortung, traf seinen freien Dreier allerdings nicht, während Karsten Tadda mit einem weiteren Freiwurf für den 79:77-Endstand sorgte.

Trainerstimmen zum Spiel:

Raoul Korner (New Yorker Phantoms Braunschweig): Herzlichen Glückwunsch an Bamberg. Es war ein harter Kampf auf beiden Seiten. Wir sind insgesamt etwas verhalten in die Partie gestartet und hatten Probleme Bamberg zu stoppen. Unsere Zonenverteidigung hat Wirkung gezeigt und Bamberg geriet etwas außer Tritt. Wir wussten, dass wir heute etwas riskieren mussten und mussten zudem darauf hoffen, dass Bamberg nicht den besten Tag von außen erwischt, damit wir innen dicht machen können. Es war über weite Strecken eine gute Angriffsleitung von uns. Gegen Ende drohte uns das Spiel zu entgleiten, aber Kompliment an meine Mannschaft, wie sie sich zurück gekämpft hat. Letztendlich hat die Routine und Siegermentalität Bambergs den Ausschlag geben und der letzt Wurf – ob er fällt oder nicht. Mit der letzten Situation kann ich als Trainer leben, die Gründe für die knappe Niederlage müssen wir vorher suchen, als wir das Spiel aus der Hand gegeben haben.

Chris Fleming (Brose Baskets Bamberg): Gratulation für die kämpferische Leistung an Braunschweig, sie haben die Partie taktisch gut organisiert. Auf unserer Seite war heute nach der enttäuschenden Niederlage am Donnerstag gegen Mailand eine große Bereitschaft da zu spielen. Wir waren fokussiert und kamen gut in die Partie. Nachdem Braunschweig auf Zonenverteidigung umgestellt hat, haben wir in den ersten Ballbesitzen sehr unsicher reagiert, den Ball lange gehalten, nicht mehr bewegt und uns selbst damit in Probleme gebracht. Am Ende haben meine Jungs sehr gut gekämpft und waren in der Schlussphase stets ein wenig vorne. Letztendlich bin ich nicht unzufrieden, dass und auch wie wir das Spiel gewonnen haben.

New Yorker Phantoms: Swann 13 (5 Assists), Kulawick 6, Zazai, Visser 16 (9 Rebounds), Nana 8 (6 Rebounds), Florence 20 (4 Assists), Doornekamp 3, Pluskota n.e., Gertz n.e., Wessels n.e., Land 2, McElroy 9 (6 Rebounds).

Brose Baskets: Sanders 2, Wright 10 (5 Assists), Tadda 1, Schmidt, Neumann 3, Ford 9, Markota 8 (7 Rebounds), Jacobsen 8, Gavel 15, Smith 8, Thiemann n.e., Zirbes 15.


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