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Keaton Grant war auch gegen ALBA BERLIN einer der Aktivposten im Löwen-Spiel und wurde Topscorer mit 22 Punkten.

Stark kämpfende Löwen verlieren beim Tabellenführer ALBA BERLIN

17.10.2015

Die Basketball Löwen Braunschweig haben zwar am heutigen Samstag (17. Oktober) mit 72:83 (31:45) beim Tabellenführer ALBA BERLIN verloren, dem Tabellenführer dabei aber ordentlich Paroli geboten und ihn zum Ende hin auch fast ins Wanken gebracht. Nachdem die Löwen zu Beginn kaum ihren Rhythmus gefunden hatten, waren sie ab dem zweiten Viertel deutlich besser im Spiel. Zwar mussten sie im dritten Spielabschnitt noch einmal abreißen lassen und gerieten mit 21 Zählern in Rückstand. Doch kämpfte sich das Team von Löwen-Trainer Raoul Korner stark zurück und war kurz vor Ende der Partie bis auf vier Punkte dran. Zum Sieg hat es in dieser Partie nicht mehr gereicht – auch weil ALBA BERLIN in den entscheidenden Momenten, die wichtigen Punkte gemacht hat. Bester Braunschweiger Punktesammler war Keaton Grant mit 22 Zählern. Für die Berliner war Dragan Milosavljevic mit 19 Punkten am erfolgreichsten.


Die Löwen fanden offensiv wie defensiv nicht gut ins Spiel. Zum einen hatten ALBAs Schützen zu viel Platz und trafen hochprozentig zum 8:0. Zum anderen bissen sich Derek Needham & Co. an der intensiven Berliner Verteidigung die Zähne aus und fanden daher nur selten gute Abschlussmöglichkeiten. Bis auf 17:5 gerieten die Löwen ins Hintertreffen, ehe die Formation um Gertz, Gasser, Grant, Stevens und Nash aggressiver agierte und sich mit einem 7:0-Lauf wieder in Schlagdistanz brachte (17:12, 8. Minute). Sie hatten die Chance, weiter zu verkürzen, ließen allerdings zwei gute Möglichkeiten aus und bekamen postwendend die Quittung: Die Berliner konterten bei nach wie vor starker Dreierquote (71 Prozent) mit zehn Zählern in Serie. Beim Stand von 27:14 ging es in das zweite Viertel.

Die Löwen machten die Würfe der Hausherren jetzt schwieriger, standen defensiv am Perimeter besser. Allerdings waren es nun die vermehrten zweiten Berliner Chancen gepaart mit wachsender Dominanz von ALBA unter den Körben, die ein Verkürzen erschwerten. Hinzukommend wollten selbst die offenen Dreier der Braunschweiger partout nicht fallen: 0/6 lautete die Quote nach 17 Spielminuten – ehe der gute Josh Gasser nach einem technischen Foul gegen Berlins Coach erstmals in dieser Partie von jenseits der 6,75-Meterlinie traf (40:29, 18. Minute). Symptomatisch für dieses Viertel waren es in den letzten beiden Minuten erneut die Berliner Big Men, die trafen und den Halbzeitstand von 45:31 herstellten.

Durch einen Berliner Blitzstart geriet das Korner-Team im Nu mit 21 Zählern ins Hintertreffen. Doch waren die Löwen dreimal hintereinander mit starken Korbaktionen erfolgreich und hatten sich so schnell wieder auf 53:38 herangearbeitet (24. Minute). Und die Löwen bissen weiter zu: Auf Punkte von Derek Needham, folgten ein Dreier von Keaton Grant und anschließend noch einmal verwandelte Freiwürfe vom Löwen-Spielmacher zum 56:45 (27. Minute). Bis zum Ende dieses Viertels knabberten die Braunschweiger Korbjäger immer wieder daran, den Rückstand auf unter zehn Zähler zu reduzieren. In das vierte Viertel sollte es aber mit 64:50 gehen.

Hier gelang dann, was zuvor noch nicht gelingen wollte. Nach vier Zählern vom sehr aktiven und ackernden Keaton Grant waren die Löwen auf zehn Punkte an ALBA BERLIN dran (64:54, 32. Minute). Und als Josh Gasser wenig später erneut von der Dreierlinie erfolgreich war und Tyrone Nash einen Freiwurf verwandelt hatte, stand es 67:60! Die Löwen witterten jetzt ihre Chance! Und die war noch größer geworden, als Keaton Grant einen Dreier zum 69:65 versenkt hatte. Die Löwen waren jetzt dominanter als die Gastgeber, verteidigten sehr gut und trafen auch besser. Bis auf 76:72 kamen sie heran (38. Minute) und hatten eine gute Möglichkeit, den Tabellenführer so richtig ins Wanken zu bringen. Doch eigene Ballverluste und die Qualität im Berliner Kader verhinderten dies. Am Ende verlieren die Löwen mit 83:72.

Trainerstimmen zum Spiel:

Raoul Korner (Basketball Löwen Braunschweig): Wir sind sehr holprig gestartet. ALBAs physische Defense hat uns aus unseren Strukturen gebracht und wir haben übereifrig unter dem Korb gedoppelt, wodurch die Berliner viele freie Dreier bekamen. Damit haben sie früh Rhythmus gefunden und wir sind dann den Rest des Spiels konsequent einem Rückstand hinterhergelaufen. Aber meine Burschen haben bis zum Schluss dran geglaubt, dass das Spiel noch nicht vorbei ist und sich stark zurückgefightet. Als es am Ende hart auf hart um die Entscheidung ging, hat sich aber doch die Qualität von ALBA durchgesetzt, das verdient gewonnen hat. Wir müssen nun daran arbeiten, unsere Topleistungen auch über vier Viertel abzurufen.

Sasa Obradovic (ALBA BERLIN): Ich bin froh über diesen Sieg, denn er war hart erkämpft. Solche Spiele zum Beginn der Saison sind das realistischere Bild als hohe Siege mit über 20 Punkten. Wir haben heute viele Probleme gehabt, aber wenn man diese überwindet und einen Weg zum Sieg findet, verbessert man sich unter dem Strich mehr als mit leichten Erfolgen. Meine neuen Spieler müssen sich noch besser in unserer Spielphilosophie zurecht finden. Wir wollen aggressiv verteidigen, die Grenze zum Foul jedoch ganz knapp nicht überschreiten. Aktuell begehen wir dabei noch zu viele Fouls, aber daran werden wir weiter arbeiten.

Die Viertel im Überblick: 27:14, 18:17, 19:19, 19:22.

Basketball Löwen Braunschweig: Gertz, Nash 6, Bogdanov, Theis 1, Needham 20, Stevens 6, Grant 22 (5 Ballgewinne), Gasser 13, Adler, Simon, Frease 4 (7 Rebounds).

ALBA BERLIN: Giffey 7, King 2, Akpinar, Kikanovic 9, Loncar 11 (5 Rebounds, 4 Assists), Vargas 3, Liyanage n.e., Wohlfarth-Bottermann n.e., Milosavljevic 19 (7 Rebounds), Cherry 11 (5 Assists), Taylor 9, Watt 12 (6 Rebounds).

Scouting zum Spiel


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