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Martin Bogdanov erhielt knapp 13 Minuten Spielzeit gegen den Pokalsieger ALBA BERLIN. Foto: Ingo Hoffmann/PartnerDesign

Stark dezimierte Phantoms verlieren gegen ALBA BERLIN

17.04.2014

Enorm ersatzgeschwächt haben die New Yorker Phantoms Braunschweig am heutigen Gründonnerstag (17. April) mit 54:69 (26:34) gegen den Tabellendritten und Pokalsieger ALBA BERLIN verloren. Ohne die verletzten Immanuel McElroy und James Florence (beide mit Rückenbeschwerden) sowie ohne den an Fieber erkrankten Raoul Korner boten die Braunschweiger Bundesliga-Basketballer vor 3443 Zuschauern viel Kampf und Leidenschaft, mussten sich schlussendlich aber aufgrund zu vieler Ballverluste und einer Rebound-Unterlegenheit doch deutlich geschlagen gegeben. Kyle Visser wurde mit 15 Zählern bester Phantoms-Punktesammler. Für die Berliner, die auf David Logan verzichten mussten (Sprunggelenkverletzung), traf Reggie Redding mit zwölf Punkten am häufigsten.


Vor den Augen der VfL Wolfsburg-Damen, die vor ihrer wichtigen Champions League-Halbfinalpartie am kommenden Wochenende zur Unterstützung kamen, legten beide Teams ordentlich los. Auf Braunschweiger Seite punkteten Kyle Visser und Aaron Doornekamp nach einer Minute zum 4:3. Dann folgte jedoch ein kleiner Bruch in der Offensive der New Yorker Phantoms und so vergingen mehr als drei Minuten, ehe Kyle Visser auf Anspiel von Achmadschah Zazai die Zähler sechs und sieben markierte (6:7, 5. Minute). Diese Punkte waren der Anfang eines 8:0-Laufs, mit dem sich Harding Nana & Co. auf 12:7 absetzten. Der Tabellendritte kam zwar wieder bis auf einen Zähler heran. Allerdings konnten sich die Phantoms-Basketballer unter anderem durch Freiwürfe wieder eine Fünf-Punkte-Führung erspielten (16:11, 18:13). Mit einem Korbleger von Martin Bogdanov endete das erste Viertel beim Stand von 20:16.

Nachdem Kyle Visser an der Freiwurflinie auf 22:16 erhöht hatte, waren aber die Berliner am Drücker. Nach einem Dreier von Reggie Redding waren sie auf 22:21 herangekommen und zogen nach einem unsportlichen Foul gegen „ChaCha“ Zazai auch vorbei (22:25). Aber die Braunschweiger Korbjäger, bei denen neben Martin Bogdanov auch Lucas Gertz und Maurice Pluskota schon Spielzeit erhielten, blieben nicht nur dran, sondern markierten das 26:25 (17. Minute). Da die Gäste nun aber ihre Verteidigungsintensität höher schraubten, häuften sich die Ballverluste auf Braunschweiger Seite. Hinzukommend erarbeiteten sich die Berliner mehrere zweite Chancen, was zu einem erneuten Führungswechsel und einem Halbzeitstand von 26:34 führte.

Mit Beginn des dritten Viertels gerieten die New Yorker Phantoms erstmals in dieser Partie in einen zweistelligen Rückstand (26:36). Und als sich ALBA BERLIN dann auf 27:39 absetzte nahm Lars Masell, der für den kranken Raoul Korner als Headcoach eingesprungen war, eine Auszeit. Auf die ließ Martin Bogdanov einen Zuckerpass auf Kyle Visser folgen, der sicher einnetzte. Jedoch blieb der Rückstand weiterhin im zweistelligen Bereich und wuchs an, auch weil die Rebound-Überlegenheit der Gäste sich jetzt immer deutlicher bemerkbar machte. Zweieinhalb Minuten vor Ende dieses Viertels lagen die New Yorker Phantoms, bei denen jetzt auch Willy Manigat auf dem Spielfeld stand, mit 32:49 zurück. Die Braunschweiger Doppellizenzspieler um Maurice Pluskota und Lucas Gertz nahmen sich nun aber noch einmal ein Herz – und das mit Erfolg: Während Pluskota an der Freiwurflinie erfolgreich war, versenkte Gertz einen Dreier mit Ablauf der Shotclock zum 37:50. In den letzten Spielabschnitt ging es jedoch mit 37:53.

Hier sorgte Willy Manigat für die ersten Punkte, die gleichzeitig auch seine ersten BBL-Zähler waren. Allerdings legten die Albatrosse umgehend nach und wirkten in ihren Aktionen sehr abgeklärt. Die Phantoms-Basketballer mühten sich, den Rückstand zu verringern. Doch wann auch immer sie punkteten ließen die Berliner prompt eine Antwort folgen. Und weil die Gäste in Person von Alex King jetzt auch noch ihr Wurfhändchen aus der Distanz gefunden hatten, lagen der bis hierhin punktlos gebliebene Isaiah Swann und Kollegen fünf Minuten vor Ende der Partie mit 41:61 zurück. Schlussendlich kam der im Schnitt beste Braunschweiger Punktesammler auf einen Zähler in dieser Partie, die der Pokalsieger routiniert zu Ende spielte und mit 54:69 für sich entschied.

Trainerstimmen zum Spiel:

Lars Masell (New Yorker Phantoms Braunschweig): Es war heute eindeutig. Aber wir waren auch in einer sehr schwierigen Situation. Der haben wir uns mit viel Leidenschaft gestellt und versucht, über den Kampf dagegenzuhalten. Bei uns hat sich das Fehlen von Immanuel McElroy und James Florence deutlich bemerkbar gemacht, was sich auch in unseren 19 Ballverlusten zeigt. Dennoch haben Achmadschah Zazai und Martin Bogdanov einen guten Job auf der Spielmacher-Position gemacht. Isaiah Swann ist zwar laut Statistik heute nicht stark in Erscheinung getreten, allerdings hat er viel fürs Team gearbeitet. Wir haben gekämpft und mehr konnte man heute nicht erwarten.

Sasa Obradovic (ALBA BERLIN): Wir haben heute nicht erwartet, auf so eine dezimierte Mannschaft zu treffen. Wir haben nicht gut gespielt, aber genug getan, um dieses Spiel zu gewinnen. Aber ohne Immanuel McElroy und James Florence waren die New Yorker Phantoms heute auch ein anderes Team. Ich hoffe, dass sie in der Liga bleiben und dafür brauchen sie nur noch einen Sieg. Bei dem Potential, das hier in Braunschweig steckt, ist das ein Standort der in die Beko BBL gehört.

New Yorker Phantoms Braunschweig: Swann 1 (4 Assists), Kulawick 2, Zazai 4, Visser 15 (7 Rebounds), Nana 10 (8 Rebounds), Doornekamp 7, Manigat 6, Pluskota 3, Gertz 3, Wessels n.e., Land n.e., Bogdanov 3.

ALBA BERLIN: Schultze, King 9, Akpinar, Fülle n.e., Vargas 10, Kendall 6 (5 Rebounds), Redding 12 (4 Assists, 4 Rebounds), Wohlfarth-Bottermann 2, Stojanovski 8, Jagla 4 (6 Rebounds), Hammonds 10 (5 Assists, 5 Rebounds), Radosevic 8.


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