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So feiert man Weihnachten in Ostrow (Polen)

21.12.2009

Auf dem Braunschweiger Weihnachtsmarkt beantworteten die Spieler der New Yorker Phantoms bei klirrender Kälte, bei wohlbekannten Weihnachtsliedern und beim Verzehr von Bratwurst, Poffertjes und gebrannten Mandeln, wie in ihrer Heimatstadt Weihnachten gefeiert wird und welche Weihnachtsgeschichten aus der Vergangenheit sich bei ihnen eingeprägt haben.


Auf dem Braunschweiger Weihnachtsmarkt beantworteten die Spieler der New Yorker Phantoms bei klirrender Kälte, bei wohlbekannten Weihnachtsliedern und beim Verzehr von Bratwurst, Poffertjes und gebrannten Mandeln, wie in ihrer Heimatstadt Weihnachten gefeiert wird und welche Weihnachtsgeschichten aus der Vergangenheit sich bei ihnen eingeprägt haben. Tomasz Cielebak erzählt als Erster über besondere Erlebnisse aber auch sich wiederholende Rituale zu Weihnachten in seiner polnischen Heimatstadt Ostrow (Polen).


„Heiligabend treffen sich jedes Jahr Eltern, Großeltern und Kinder bei uns zuhause zum gemeinsamen Essen. Aufgetischt werden insgesamt 12 unterschiedliche Gerichte darunter Karpfen, Sauerkraut mit Pilzen und Wurst, weiße dicke Bohnen und Barschsuppe. Sitte ist bei uns: Eine Essensportion ist extra für einen Gast reserviert, der unangemeldet vorbeikommen könnte. Zum Beispiel ein Bettler oder Obdachloser, der an der Tür klingelt.

Wenn der erste Stern am Himmel zu sehen ist, nehmen wir alle zum Essen am Tisch Platz. Wir essen in der Regel zwei Stunden, unterhalten uns und singen die auswendig gelernten Weihnachtslieder. Anschließend werden die Geschenke untereinander verteilt. Das Kriterium bei der Auswahl des Weihnachtsbaumes lautet ganz klar: umso größer desto besser (lacht). Um 24 Uhr besuchen wir alle zusammen die Mitternachtsmesse in der Kirche.


Am 25. Dezember gehen alle schon früh morgens in den Wald. Hinter einem Trecker oder früher auch einem Pferd knoten wir ganz viele Schlitten hintereinander und lassen uns durch den Schnee ziehen. Die Anderen machen einen Waldspaziergang, einige mit Hunden. Auch am 1. Weihnachtstag wird den ganzen Tag über leckere Sachen gegessen. Mit meiner Frau Zosia besuche ich am Nachmittag die zahlreichen Kirchen in Ostrow. Wir gucken uns die wunderschönen und in jedem Gotteshaus unterschiedlichen geschnitzten Weihnachtskrippen an. Das ist wirklich toll. Jede Kirche ist anders weihnachtlich geschmückt.

Es gibt die Weihnachtslegende, dass Tiere am Heiligen Abend sprechen können. Als Kind wartete ich jedes Jahr wieder darauf. Einmal hörte ich Heiligabend wirklich ein Baby weinen. Ich ging aus dem Haus und fand in einer Schneewehe eine jaulende Katze – das klang ganz genauso.“

 


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