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Schwung mitnehmen und weiter nach oben klettern

06.12.2012

Nach zuletzt zwei Siegen in Folge sind die New Yorker Phantoms Braunschweig wieder auf den Geschmack des Gewinnens gekommen und wollen nicht zuletzt deshalb am Sonntag, 9. Dezember, bei den s.Oliver Baskets nachlegen (Tip-Off: 17 Uhr). Klar ist jedoch, dass diese Partie eine schwere wird. Schließlich gehören die Würzburger zu den defensivstärksten Mannschaften der Liga und lassen im Schnitt lediglich 68,4 Punkte des Gegners zu.


Die Mannschaft von New Yorker Phantoms-Cheftrainer Kostas Flevarakis will den Verteidigungskünsten der Unterfranken aber trotzen und den gegenwärtigen Aufwärtstrend unbedingt bestätigen – auch, um in der Tabelle wieder ein Stückchen weiter nach oben zu klettern. Ein Sieg in Würzburg würde bedeuten, dass man punkte-technisch mit den aktuell auf Platz elf stehenden s.Oliver Baskets gleichzieht. Damit dies gelingt, sei aber die volle Konzentration ebenso notwendig wie eine selbstbewusste Spielweise. „Die Würzburger spielen eine sehr aggressive Verteidigung und agieren mit enorm hoher Intensität. Wir dürfen uns davon nicht zu sehr unter Druck setzen lassen und müssen vor allem Ballverluste vermeiden. Zudem müssen wir hellwach beim defensiven Rebound sein und dürfen keine einfachen zweiten Chancen zulassen“, ermahnt Kostas Flevarakis wohl wissend, dass die s.Oliver Baskets derzeit mit 11,8 Offensiv-Rebounds pro Partie ligaweit das viertbeste Team in dieser Kategorie bilden.

Eine weitere Stärke macht der Braunschweiger Cheftrainer darin aus, dass wichtige Spieler im Kader der Würzburger bereits länger zusammen spielen. „Ben Jacobson, John Little, Jason Boone und auch Dwayne Anderson kennen sich sehr gut. Sie verstehen sich nahezu blind auf dem Spielfeld und das macht sie gefährlich.“ Aber nicht nur diese Spieler seien stark, sondern das gesamte Team habe eine hohe Qualität. So dürfe man sich laut Flevarakis nicht davon täuschen lassen, dass die s.Oliver Baskets derzeit in der Beko BBL nur auf dem elften Platz liegen. „Im Eurocup spielen sie auf sehr hohem Niveau und haben mit den Siegen über Valencia und Azovmash Mariupol gezeigt, welche Klasse sie besitzen“, so der New Yorker Phantoms-Cheftrainer weiter.

Beim gestrigen 82:71-Sieg über Azovmash Mariupol, bei dem Center Chris McNaughton nach längerer Verletzung sein Comeback gab, hat vor allem Alex King auf sich aufmerksam gemacht. Der deutsche Small Forward erzielt im Ligabetrieb 7,6 Punkte im Schnitt und trifft dabei 29,3 Prozent seiner Dreipunktewürfe. Gestern hingegen netzte er sieben Dreier bei sieben Versuchen ein und stellte damit einen neuen Dreipunkte-Rekord im Eurocup-Wettbewerb auf. „Das ist sehr stark. Aber wir haben Alex King nicht erst seit gestern auf der Rechnung und werden versuchen, ihm auf den Füßen zu stehen“, sagt Flevarakis. Und das gelte nicht nur für ihn, sondern auch für Dwayne Anderson. Der Forward führt sein Team mit 14,2 Punkten und sieben Rebounds pro Spiel an. Hinzukommend klaut er durchschnittlich 1,7 Bälle und rangiert mit diesen Werten in allen drei Kategorien unter den zehn besten Spielern der Liga. Tatkräftige Unterstützung erhält Anderson von Jason Boone. Der Center räumt mit 11,9 Punkten und 6,7 gefangenen Abprallern pro Spiel unter den Körben auf.

Mit der meisten Spielzeit bei den s.Oliver Baskets ist aber Jimmy McKinney ausgestattet. 30 Minuten steht der Shooting Guard durchschnittlich auf dem Parkett und erzielt in dieser Zeit 9,2 Punkte. Allerdings hadert McKinney in dieser Saison noch etwas mit seiner Trefferquote: Lediglich 34,3 Prozent seiner Feldwürfe finden ins Ziel. Ähnliches gilt für Spielmacher Ben Jacobson, der zwar auch auf 7,1 Punkte (3,6 Rebounds, 2,8 Assists) kommt, aber gar nur 22,1 Prozent seiner Würfe trifft. Neben diesen beiden Akteuren gehören auch die Guards John Little (6,7 Punkte, 3,1 Rebounds) sowie Lamont McIntosh (7,1 Punkte) zur festen Rotation und wissen wichtige Akzente zu setzen.

„Es gibt viele Aspekte, die dieses Spiel zu einem schweren machen. Dennoch glaube ich fest daran, dass wir es gewinnen können. Die Grundvoraussetzung dafür wird sein, dass wir das Spiel kontrollieren und Würzburg nicht zu viel Ballbesitz ermöglichen“, sagt Flevarakis, der zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht weiß, ob er wieder auf die Dienste von Nils Mittmann bauen kann. Der Mannschaftskapitän arbeitet hart an seiner Rückkehr. Allerdings hat er seine Verletzung (Zerrung des Leistennervs) noch nicht vollkommen überwunden, weshalb sein Einsatz gegen seinen ehemaligen Klub (2003-2005) ungewiss ist.


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