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Schüler im Rollstuhl kämpften um den Turniersieg

15.04.2010

Jusuf El Domiaty musste zahlreiche Anläufe nehmen, bis der Basketball endlich im Korb war. Der Basketballprofi der New Yorker Phantoms hatte beim Landesentscheid Niedersachsen der Rollstuhlbasketballer von Jugend trainiert für die Paralympics in der Sporthalle IGS Franzsches Feld am eigenen Leib erfahren, wie schwer es ist, einen Rollstuhl zu lenken, gleichzeitig vorwärts zu bewegen und im Sitzen den Wurf erfolgreich abzuschließen.


Jusuf El Domiaty musste zahlreiche Anläufe nehmen, bis der Basketball endlich im Korb war. Der Basketballprofi der New Yorker Phantoms hatte beim Landesentscheid Niedersachsen der Rollstuhlbasketballer von Jugend trainiert für die Paralympics in der Sporthalle IGS Franzsches Feld am eigenen Leib erfahren, wie schwer es ist, einen Rollstuhl zu lenken, gleichzeitig vorwärts zu bewegen und im Sitzen den Wurf erfolgreich abzuschließen. Der Phantomsspieler eröffnete anschließend gemeinsam mit Teamkollege Marcus Goree, Cheftrainer Sebastian Machowski und Geschäftsführer Norbert Rüscher das Turnier der rund 150 Schüler im Alter von 12 bis 17 Jahren.


Insgesamt 18 Mannschaften aus Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Sachsen-Anhalt und Hessen spielten auf drei Spielfeldern und in zwei Leistungsklassen um den Sieg beim Turnier der Förderschulen für körperliche und motorische Entwicklung (KME). „Dafür haben alle ein Jahr lang trainiert. Für die Jugendlichen ist das Turnier das Highlight des Jahres“, sagte Femke Laue, Leiterin der Rollstuhlbasketball AG der Hans-Würtz-Schule, die das Turnier dieses Mal ausrichtete.


„Die einmal pro Jahr stattfindende Sportveranstaltung bedeutet den Jugendlichen sehr viel. Die Schüler können sich gemeinsam im Sport messen und Erfolge feiern. Besonders wichtig sind das Kontakteknüpfen, die Feier am Abend mit der Siegerehrung und das gemeinsame Übernachten in unserer Schule“, unterstreicht Marita Stewen, Schulleiterin der Hans-Würtz-Schule Braunschweig, den integrativen Charakter des Turniers, das seit 25 Jahren stattfindet. „Es geht allen Teilnehmern um den olympischen Gedanken – Dabeisein ist alles.“


Phantoms-Trainer Sebastian Machowski zeigte sich nach dem ersten Sprungball sehr angetan von den Leistungen der Schüler. „Ich hätte nicht gedacht, dass sich die Spieler so schnell mit ihren Rollstühlen über das Feld bewegen und es so zur Sache geht“, so Machowski. „Es ist eine tolle und super organisierte Veranstaltung mit vielen Teilnehmern und interessierten Zuschauern.“


Sieger des Turniers in der Leistungsklasse A wurde die Werner-Dicke-Schule Hannover, die zum Bundesentscheid für Jugend trainiert für die Paralympics fährt. Die Braunschweiger Hans-Würtz-Schule belegte in der Leistungsklasse B den fünften Platz.


Zum Basketballspielen sind spezielle Rollstühle notwendig. Der Lions Club Braunschweig spendete einen derartigen Rollstuhl für die Hans-Würtz-Schule und kündigte an, für weitere vier nach Sponsoren zu suchen. New Yorker sponserte 180 weiße T-Shirts für die Turnierteilnehmer. Die New Yorker Phantoms brachten anlässlich von phantoms@school drei offizielle Bundesliga-Spielbälle mit und schrieben für die Teilnehmer Autogramme. Die Schüler und Lehrer aus Braunschweig erhielten Freikarten für das nächste Heimspiel gegen Phoenix Hagen am 25. April (17 Uhr).

 


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