News

S. Machowski: „Zweites Heimspiel herausholen“

05.05.2010

Bühne frei für die ersten Playoffspiele mit Braunschweiger Beteiligung seit sieben Jahren. Die New Yorker Phantoms treten am Sonnabend, 8. Mai, im ersten Viertelfinalspiel beim aktuellen Deutschen Meister EWE Baskets Oldenburg an. Können Kevin Hamilton & Co. die harte Nuss im Playoffspiel in der EWE-Arena knacken und in der Best-of-Five Serie ins Halbfinale einziehen? (Tip-Off: 14:40 Uhr / Live auf sport1).


Bühne frei für die ersten Playoffspiele mit Braunschweiger Beteiligung seit sieben Jahren. Die New Yorker Phantoms treten am Sonnabend, 8. Mai, im ersten Viertelfinalspiel beim aktuellen Deutschen Meister EWE Baskets Oldenburg an. Können Kevin Hamilton & Co. die harte Nuss im Playoffspiel in der EWE-Arena knacken und in der Best-of-Five Serie ins Halbfinale einziehen? (Tip-Off: 14:40 Uhr / Live auf sport1).


Phantoms-Trainer Sebastian Machowski sieht Oldenburg in der Favoritenrolle. „Oldenburg ist als Deutscher Meister der Favorit und hat als Tabellenerster der regulären Saison seine Klasse bestätigt. Aber wir haben bereits gezeigt, dass wir auch gegen solche Teams mithalten können“, sagte Machowski vor dem Playoffstart und gab nach Erreichen des Saisonziels die neue Marschroute aus. „Wir haben das ausgegebene Minimalziel Erreichen der Playoffs geschafft, doch jetzt müssen wir uns ein neues Ziel stecken. Ich möchte mit meinem Team mindestens ein zweites Heimspiel herausholen.“


Erfolg macht süchtig: Für das große Unternehmen Titelverteidigung beschloss die Oldenburger Führungsriege, nicht nur Cheftrainer Pedrag Krunic (früher Telekom Baskets Bonn, bereits seit 1998 in der Bundesliga) sondern auch alle Meisterschaftshelden für 2009/10 zu halten. Rickey Paulding, Je`Kel Foster, Marko Scekic, Marco Buljevic und Routinier Ruben Boumtje Boumtje gefiel es in Niedersachsens viertgrößter Stadt so gut, dass sie für ein weiteres Jahr unterschrieben. Der 2,13 Meter große Boumtje Boumtje, der als 49. Draftpick in der Nordamerikanischen Profiliga für die Portland Trailblazers, Cleveland Cavaliers und Orlando Magic auf Körbejagd ging und für Panellinios Athen erfolgreich in der ersten griechischen Liga spielte, ist mit seinen Krakenarmen seit Jahren einer der gefürchtetsten Blocker der Beko BBL. Spielregisseur und EWE Baskets-Star Jason Gardner, der wegen einer Knieverletzung in der aktuellen Spielzeit viele Partien verpasste und noch nicht wieder an seine alte Form anknüpfen konnte, war genauso wie der Serbe Jasmin Perkovic in weiser Voraussicht mit längerfristigen Verträgen ausgestattet worden.


Jason Gardner & Co. befinden sich auch in dieser Spielzeit in der Erfolgsspur, schließlich landeten die Huntestädter am 34. Spieltag erneut vor Serienmeister ALBA Berlin und der wieder für Furore sorgende BG Göttingen an der Tabellenspitze. Die große Stärke der Krunic-Truppe: Der Basketballklub ist auf allen Positionen mehr als gut besetzt, jeder einzelne Akteur im Eins-gegen-Eins nur schwer zu stoppen. Sechs Spieler markieren derzeit im Schnitt zwischen acht und 14 Punkten pro Partie. Weder bei den Punkten, noch bei den Rebounds, noch bei den Vorlagen findet man einen Spieler im gelb-blauen Trikot unter der Top-Ten der Beko BBL. Je´Kel Foster (13,6 Zähler pro Partie) und Final-MVP 2009 Rickey Paulding (13,5) führen die Teamstats in der Kategorie Scoring an. Das US-Duo stellt eine kniffelige Aufgabe für jede gegnerische Abwehr dar, häufig 30 Minuten und mehr stehen beide zusammen auf dem Parkett.


Lehrgeld musste die Mannschaft aus Nordniedersachsen jedoch in der Euroleague zahlen. Im internationalen Wettbewerb hatte es der Deutschen Meister in seiner Gruppe jedoch mit europäische Hochkarätern wie Panathinaikos Athen, BC Khimki Moskau und Armani Jeans Mailand zu tun. In der Bundesliga mussten sich die Oldenburger, die sich vor rund einem Jahr im Halbfinale gegen Brose Baskets Bamberg und im Finale gegen die Telekom Baskets Bonn durchgesetzt hatten, nur vor wenigen Teams fürchten: In 17 Heimpartien gaben die Weser-Emsländer, genauso wie die BG Göttingen, zuhause lediglich ein Spiel ab. Die Tiefe der Bank gab im Saisonverlauf häufig den Ausschlag, dass die Oldenburger das Parkett als Sieger verließen. In Hinblick auf das Doppelprogramm Bundesliga/Euroleague hatte sich Oldenburg mit Joshua Carter verstärkt. Der flinke 2-Meter-Forward kam von der Texas A&M University in die 160.000-Einwohnerstadt.


Für die Erstligabasketballer aus Braunschweig kann nur von Vorteil sein, dass die Oldenburger die schwere Favoritenbürde tragen. Mit dem Erreichen der Playoffs haben die Braunschweiger bereits jetzt ihr Saisonziel erreicht und können frei aufspielen. Das I-Tüpfelchin einer erfolgreichen Spielzeit wäre für das Team von Sebastian Machowski der Einzug ins Halbfinale – mit der Unterstützung der Braunschweiger Fans kann das Wunder von der Oker gelingen.

 


DatenschutzImpressum