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Rechnen ist gut, Siegen ist besser

20.04.2012

Von der vielzitierten stoischen Gelassenheit der Norddeutschen wird wenig zu merken sein, wenn die New Yorker Phantoms Braunschweig und die EWE Baskets Oldenburg am Sonntag, 22. April, im Nordderby aufeinandertreffen (Spielbeginn: 17 Uhr, Volkswagen Halle).


Von der vielzitierten stoischen Gelassenheit der Norddeutschen wird wenig zu merken sein, wenn die New Yorker Phantoms Braunschweig und die EWE Baskets Oldenburg am Sonntag, 22. April, im Nordderby aufeinandertreffen (Spielbeginn: 17 Uhr, Volkswagen Halle). Zuviel steht auf dem Spiel. Ein Sieg am drittletzten Spieltag, dann sind die als Saisonziel ausgegebenen Playoffs 2011/12 für Braunschweig zum Greifen nahe. Eine Niederlage hingegen könnte fatale Folgen haben.

Bereits zum 34. Mal treffen Braunschweig und Oldenburg aufeinander. Ein gutes Omen: Die letzten vier Heimspiele in Folge gewannen die Löwenstädter gegen Oldenburg. Für Phantoms-Trainer Sebastian Machowski sind dies allerdings keine Lorbeeren, auf denen sich sein Team ausruhen kann. „Die Oldenburger sind auf allen Positionen individuell gut besetzt und werden mit dem Sieg gegen Ulm selbstbewusst anreisen“, weiß der Braunschweiger Coach. „Wir wollen an die guten Verteidigungsleistungen unserer Heimspiele anknüpfen. Jeder muss seinen Gegenüber im Zaum halten und die ersten Optionen verhindern.“

Dies wird nicht leicht: Mit dem NBA-erfahrenen Bobby Brown haben die Huntestädter, bei denen im Saisonverlauf Ralph Held den bisherigen Headcoach Predrag Krunic (Meistertrainer von 2009) ablöste, einen der Stars der Beko Basketball Bundesliga in ihren Reihen. Sacramento Kings, Aris Saloniki und ALBA BERLIN heißen nur einige der Basketballadressen, bei denen der 1,88 Meter große Pointguard in den letzten Jahren seine Brötchen verdiente. 546 Punkte hat der Mann mit dem Stirnband im bisherigen Saisonverlauf verbucht: Er ist unangefochtene Nummer eins bei den Ligascorern (17,1 Zähler pro Spiel). 4,7 Assists reichen immerhin für Rang fünf in der Tabelle der besten Vorlagengeber.

Bereits die fünfte Saison im EWE Baskets-Trikot verlebt US-Landsmann Rickey Paulding. Der vielfach ausgezeichnete Publikumsheld und unberechenbare Shooter bringt es in dieser Spielzeit auf rund 12 Punkte pro Spiel und vier Rebounds. Als Wurfmaschine gilt auch der zuletzt in der spanischen Stadt Alicante aktive Shooting Guard Kenny Hasbrouck. Aber auch unter den Brettern haben die Oldenburger Schwergewichte im Einsatz. Der 2,04 Meter große Ronald Burell weist einen Punkteschnitt von 13,2 auf, vielen noch bekannt von seinen Zeiten bei den Telekom Baskets Bonn und RheinEnergie Köln. Ein Einsatz Burells ist jedoch fraglich: Er hatte sich eine Bauchmuskelzerrung zugezogen.

ALBA BERLIN, Artland Dragons, Eisbären Berlin und Gießen 46ers – noch länger ist die Liste der vorherigen Beko BBL-Teams von US-Centerstar Adam Chubb (12,5 Zähler, 8,5 Rebounds). Mit Rückkehrer Milan Majstorovic besitzen die Oldenburger einen weiteren Hochkaräter in Korbnähe. Dieses gilt auch für den Ex-Braunschweiger Robin Smeulders, der sich in Oldenburg zum Erstligaspieler entwickelt hat und im Schnitt 15 Minuten auf dem Parkett steht.

Drei Saisonspiele noch – die Zeit des Rechnens? „Fakt ist, dass wir die nächsten beiden Heimspiele gewinnen wollen und müssen. Erst dann machen wir eine Rechnung auf, was am letzten Spieltag zu tun ist“, so Machowski.

Bereits am Mittwoch, 25. April, empfangen die New Yorker Phantoms Braunschweig Verfolger Telekom Baskets Bonn (19:30 Uhr, Volkswagen Halle).


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