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Die Löwen-Basketballer um Tim Abromaitis wollen am Sonntag gegen die FRAPORT SKYLINERS wieder zurück in die Erfolgsspur. Foto: Ingo Hoffmann/PartnerDesign

Playoff-Rennen geht weiter: Löwen empfangen formstarke SKYLINERS

10.04.2015

Nachdem die Basketball Löwen Braunschweig ihre letzten beiden Heimspiele gegen Ulm und Bonn verloren haben, stehen sie etwas unter Zugzwang, wenn sie weiterhin im Playoff-Rennen bleiben wollen. Mit nur zwei Punkten Rückstand auf den achten Tabellenplatz ist aber noch alles drin, zumal die Konkurrenz auch Punkte hat liegen lassen, die Löwen bisher weniger Spiele als sie absolviert haben und die Partien gegen die direkten Gegner aus Ludwigsburg sowie Göttingen noch ausstehen. Dennoch wäre ein Sieg am Sonntag, 12. April (18 Uhr, Volkswagen Halle), im Heimspiel gegen die FRAPORT SKYLINERS wichtig und würde die Chancen gleich wieder erhöhen. Allerdings bekommen es Dru Joyce & Co. mit einem Gegner zu tun, der sich aktuell in starker Form präsentiert: Die Gäste haben acht ihrer letzten zehn Liga-Spiele gewonnen, stehen auf dem sechsten Tabellenplatz und sind zudem sensationell in das Final Four der EuroChallenge eingezogen.


Damit ist also klar, dass auf die Basketball Löwen am Sonntag erneut eine große Herausforderung zukommt. Zumal die letzten beiden Niederlagen leichte Spuren hinterlassen haben. „Die Stimmung ist nach wie vor wirklich gut, aber im Moment ist mehr Arbeit als Leichtigkeit zu spüren“, sagt Löwen-Trainer Raoul Korner, für den die Vorbereitung auf die Partie nicht ganz einfach war. Zum einen musste er sich Mittwochmorgen einer Schulter-Operation unterziehen und zum anderen sind Kyle Visser und Nicolai Simon angeschlagen. Die Operation bei Raoul Korner hat den Trainingsablauf nicht sonderlich behindert, der Coach stand schon am Donnerstag wieder beim Training auf dem Parkett. Kyle Visser hingegen musste die Woche über aufgrund einer im Bonn-Spiel erlittenen Hüftprellung mit Muskelbeteiligung pausieren, während Nicolai Simon sich mit muskulären Problemen im Unterschenkel plagt und ebenfalls aussetzte. Ob beide Löwen-Akteure am Sonntag spielen können, ist derzeit noch offen. Aufgrund dieser Situation und weil es erneut gegen einen starken Gegner geht, wird die Korner-Mannschaft umso mehr gefordert sein, über 40 Minuten eine konstante und auf hoher Intensität geführte Partie abzuliefern. „Wir werden versuchen, unsere Energie zu bündeln und werden alles geben“, sagt der Coach kämpferisch.

Für die Gäste sah es in dieser Saison übrigens nicht immer so gut aus. Die Hinrunde war durchwachsen, was auch daran lag, dass sie arg von Verletzungen gebeutelt waren. Die damit einhergegangenen Nachverpflichtungen haben aber keine Unruhe in den Kader gebracht, sondern Stabilität. Mit Justin Cobbs, der für die damals verletzten Konstantin Klein und Richard Williams (nicht mehr im Team) kam und die Spielmacher-Rolle übernahm, lief es gleich wieder runder. Er überzeugt als Rookie bislang vollends und avancierte in 19 Spielen mit 14,5 Punkten und 4,6 Vorlagen pro Partie zum Topscorer und bestem Assistgeber. Zweitbester Punktesammler ist der zweite Rookie Sean Armand mit 12,7 Zählern im Schnitt. Dahinter folgen zwei weitere Akteure mit zweistelliger Punkteausbeute: Nationalcenter und U23-Spieler Johannes Voigtmann spielt eine bockstarke Saison und verbucht 11,9 Punkte sowie 5,8 Rebounds auf seinem Konto. Der starke Verteidiger und Allrounder „Tez“ Robertson kommt auf 11 Zähler, 4,3 Rebounds sowie 3,1 Assists. Weitere Spieler der laut Raoul Korner ausgeglichenen und mit viel Qualität ausgestatteten Frankfurter Mannschaft sind der jüngst von einem Knochenödem genesene Forward Danilo Barthel (9,5 Punkte/5,3 Rebounds), der ebenfalls nachverpflichtete Jacob Burtschi (9/3,9), der Ex-Braunschweiger Aaron Doornekamp (6,8/4,2) sowie Point Guard Konstantin Klein (7,1, im letzten Spiel mit Kniebeschwerden ausgefallen, Einsatz offen) und Center Mike Morrison (7,5).

„Frankfurt ist auf den Forward-Positionen sehr variabel aufgestellt. Hier können mit Barthel, Burtschi und Doornekamp drei Spieler zum Einsatz kommen, die alle Werfen aber auch Rebounden können“, so Raoul Korner. Vor allem die beiden letztgenannten bewiesen dies erst kürzlich: Burtschi versenkte gegen Bremerhaven (27. März) zehn Dreier und kam auf satte 36 Zähler, hat allerdings Wadenprobleme, womit auch sein Einsatz am Sonntag offen ist. Aaron Doornekamp wiederum trumpfte gegen Ludwigsburg (6. April) mit 28 Punkten auf bei 100 Prozent Feldtrefferquote. Doch nicht nur hier sieht der Löwen-Trainer eine Frankfurter Stärke: „Die SKYLINERS sind gefährlich in der Penetration. Außerdem schaffen sie es, über 40 Minuten die Intensität in der Verteidigung hochzuhalten und stehen daher verdient auf dem sechsten Tabellenplatz.“ 
Das Hinrundenspiel hatten die Basketball Löwen übrigens mit 84:72 in Frankfurt verloren.


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