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Phantoms winkt positives Punktekonto

25.10.2008

Den New Yorker Phantoms winkt nach dem ersten Auswärtssieg der Saison in Nördlingen am Sonntag ein positives Punktekonto. Dafür müssen sie jedoch den TBB Trier besiegen, der um 17 Uhr in der Volkswagen Halle gastiert. Leicht wird dieses Vorhaben allerdings nicht. Schließlich scheint das Bangen um den Ligaverbleib bei den Gästen nach zwei Spielzeiten vorbei zu sein.


Den New Yorker Phantoms winkt nach dem ersten Auswärtssieg der Saison in Nördlingen am Sonntag ein positives Punktekonto. Dafür müssen sie jedoch den TBB Trier besiegen, der um 17 Uhr in der Volkswagen Halle gastiert. Leicht wird dieses Vorhaben allerdings nicht. Schließlich scheint das Bangen um den Ligaverbleib bei den Gästen nach zwei Spielzeiten vorbei zu sein. Mit einem runderneuerten Kader will der Verein von der Mosel an alte Erfolgszeiten anknüpfen.

Gemeint sind damit aber nicht die Pokalsiege von 1998 und 2001. Gemeint ist vielmehr ein frühzeitiger Klassenerhalt und langfristig im Kampf um die Teilnahme an der Meisterrunde wieder ein Wörtchen mitzureden. Schließlich durften die Gäste nur in der Bundesliga verbleiben, weil ein zweiter Pro-A-Ligist neben Nördlingen auf den Gang in die BBL verzichtete.

Der neue Kader trägt Yves Defraignes Handschrift, der vorige Serie mit dem Spielermaterial leben musste, das ihm sein Vorgänger Joe Whelton hinterlassen hatte. Die Laufbahnen der Neuen und Defraignes eigener Weg haben sich irgendwann gekreuzt, so dass sich der TBB-Coach der Qualität seiner Verpflichtungen sicher sein kann. Zum Beispiel holte er aus seiner Heimat Belgien den Center-Veteranen George Evans. Der 37-Jährige ist sogar für die Startformation eingeplant, musste aber bislang verletzt passen.

Zudem holte sich der Coach zwei Spieler von BBL-Kontrahenten an die Mosel. Neuer Spielmacher ist Derek Ravio von den Köln 99ers. Mit 17,2 Punkten und 3,5 Assists nimmt er die dominante Rolle als Spielgestalter ein, die man zuletzt in Trier bei seinen Vorgängern vermisst hatte. Evans wird am Brett von Maksym Shtein unterstützt, der zuletzt für Ulm auf Korbjagd ging. Zusammen mit vier weiteren Amerikanern – Christopher Copeland, Norman Richardson, Jamal Schuler und Tyrone Riley – soll die Große Stärke des neuen Teams die Ausgeglichenheit sein. Copeland kann bereits nach wenigen Begegnungen als einer der neuen Stars der BBL bezeichnet werden. 20,3 Zähler erzielt der Vierer im Schnitt und machte seinen beliebten Vorgänger Caleb Green schnell vergessen.

Große Hoffnungen ruhen zudem auf dem jungen Spielmacher Christian Hoffmann. Von den deutschen Spielern in der BBL machte er in der vorigen Serie den wohl größten Sprung und wurde zum A2-Nationalspieler berufen. Zudem baut man beim TBB weiterhin auf James Gillingham. Der Kanadier ist inzwischen dienstältester Akteur im Dress der Gäste und einer der besten Distanzschützen der Liga. Bislang hat er allerdings, wie über weite Strecken in der vorigen Saison, Ladehemmung und kommt auf für ihn magere 7,8 Punkte pro Partie.

Trier ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit stärker als in der vergangenen Serie. Der gute Start in die Saison (3/4 Siege) belegt das zweifellos. Die Phantoms müssen also nicht nur Überflieger Copeland stoppen, sondern auch das neue Selbstvertrauen der Trierer, die sich am Freitag Bamberg in eigener Halle mit 68:79 beugen mussten. Bester Werfer war erwartungsgemäß Copeland mit 25 Punkten.  

 


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