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Isaiah Swann war auch im letzten Spiel der Saison Topscorer der New Yorker Phantoms. Foto: Ingo Hoffmann/PartnerDesign

Phantoms verkaufen sich teuer bei 76:83-Niederlage gegen München

01.05.2014

In ihrem letzten Saisonspiel der Beko BBL-Saison 2013/14 haben die New Yorker Phantoms Braunschweig am heutigen Donnerstag, 1. Mai, mit 76:83 (32:38) gegen den Tabellenführer FC Bayern München verloren. 4505 Zuschauer kamen zum Abschluss in die Volkswagen Halle und sahen eine interessante und ausgeglichene Begegnung, in der sich beide Mannschaften wenig schenkten und mit viel Einsatz um den Sieg kämpften. Bei den Braunschweiger Basketballern avancierte Isaiah Swann mit 21 Punkten zum Topscorer. Bei den Münchnern, die ohne die angeschlagenen John Bryant, Bryce Taylor und Lucca Staiger antraten, Nihad Djedovic mit 15 Zählern bester Punktesammler.


Das Tempo war von der ersten Sekunde an hoch und die Braunschweiger Korbjäger suchten in den ersten beiden Angriffen ihren wieder genesenen Big Man Kyle Visser. Der versenkte im zweiten Anlauf den Ball zum 2:0 in der Reuse, allerdings ließ die Antwort nicht lange auf sich warten. Die Münchener waren zwei Mal in Folge erfolgreich (2:5, 2. Minute), doch warf Isaiah Swann sein Team wieder zum Ausgleich. Bis zum 7:7 verlief die Partie ausgeglichen, ehe sich die Bayern nach Braunschweiger Offensiv-Foul und Ballverlust zunächst auf 7:14 absetzen konnten (5. Minute). Phantoms-Topscorer Isaiah Swann war es in dieser Phase vorbehalten, sein Team mit vier Zählern, darunter ein Dunking nach Schnellangriff, wieder heranzuwerfen. Überhaupt war der Braunschweiger Shooting Guard richtig heiß und konnte wenig später mit seinen Punkten zehn, elf, und zwölf das 17:17 erzielen (8. Minute). James Florence sorgte per Korbleger mit Foul für das 20:19 nach zehn unterhaltsamen Minuten.

Zu Beginn des zweiten Viertels war auf beiden Seiten etwas Sand im Getriebe. Zwar wurden viele Würfe gut herausgespielt, doch wollten die weder auf Braunschweiger noch Münchner Seite bei guter Quote fallen. Achmadschah Zazai war es dann, der nach drei Minuten per Dreier für das 23:23 sorgte. Die Begegnung blieb auch in den Folgeminuten ausgeglichen. Zwar konnte sich der Tabellenführer immer wieder einen kleinen Vorsprung erspielen, doch fanden McElroy & Co. Antworten, um dran zu bleiben. Und so waren es ein Dreier von Aaron Doornekamp hier, ein nahezu akrobatischer Korbleger von Isaiah Swann da und ein gut unter dem Korb in Szene gesetzte Kyle Visser, die das 32:34 herstellten (19. Minute). Bis zur Halbzeit waren die New Yorker Phantoms allerdings nicht mehr erfolgreich, die Gäste hingegen erzielten noch vier Zähler zum 32:38-Pausenstand.

Zurück auf dem Parkett suchten beide Teams zunächst ihren Rhythmus, bis Immanuel McElroy per Dreier seine ersten Punkte in dieser Partie erzielte. Der Phantoms-Routinier legte auch gleich noch einmal zum 37:38 nach. Allerdings nutzten die jetzt in großer Formation spielenden Bayern ihre Längenvorteile geschickt aus und konnten sich erneut leicht absetzen (37:43, 23. Minute). Aber die Phantoms-Basketballer konterten. Und wieder war es Isaiah Swann, der zuerst einen Dreier versenkte, dann nur mit einem unsportlichen Foul zu stoppen war und anschließend einen weiteren Dreier zum 46:47 traf (26. Minute). Bis zum Ende dieses Spielabschnitts konnte sich der Tabellenführer allerdings wieder etwas absetzen und so ging es mit 53:60 in das letzte Viertel.

Hier gerieten die New Yorker Phantoms erstmals zweistellig in Rückstand (53:65). Aber Nana und Kollegen dachten gar nicht daran, jetzt aufzustecken. Stattdessen blockte der Phantoms-Kapitän einen Wurf von Nihad Djedovic und war nach Punkten von Immanuel McElroy und James Florence auch selber zum 60:65 erfolgreich (34. Minute). Bayern-Coach Svetislav Pesic nahm daraufhin eine Auszeit, auf die auch zwei Punkte seines Teams folgten. Doch waren die Braunschweiger Korbjäger jetzt besser im Spiel und nach sechs Punkten in Folge des jetzt stark aufdrehenden James Florence auf 66:67 dran (35. Minute). Allerdings folgten darauf zwei Minuten ohne Braunschweiger Punkte, während die Münchner in dieser Zeit acht Zähler zum 66:75 erzielten. Aber jetzt war Harding Nana wieder zur Stelle. Der Power Forward zog zwei Mal mit allem, was er hatte, zum Korb. Und weil er bei beiden versenkten Würfen auch noch gefoult wurde, besorgte er mit den zusätzlichen Freiwürfen das 75:77 (39. Minute). Die Chance auf den Sieg war da – und Raoul Korner rief sein Team nach einem Müchener Freiwurftreffer (75:78) zur Auszeit. Doch danach verpuffte die Siegchance in Sekundenschnelle: Durch zwei Ballverluste in Folge zogen die Bayern auf 75:81 weg und ließen sich diese Führung nicht mehr nehmen.

Trainerstimmen zum Spiel:

Raoul Korner (New Yorker Phantoms Braunschweig): Wir wollten heute noch einmal alle Kräfte mobilisieren und die Saison für unsere Fans gut abschließen. Wir wollten ihnen ein gutes Spiel bieten, wenngleich wir wissen, dass dies die verkorkste Saison auch nicht retten kann. Wir mussten heute etwas riskieren und haben entschlossen versucht, die Zone dicht zu machen. Wir haben dadurch in Kauf genommen, den Münchnern außen Würfe zu geben. Und sicherlich haben die Treffer von Hamann und Troutman uns weh getan. Wir sind aber im Spiel geblieben und haben mit einer gewissen Frechheit agiert. Am Ende hat sich aber die Qualität durchgesetzt und wie so oft in dieser Saison haben wir knapp verloren. Dass knapp daneben auch vorbei ist, begleitet uns schon seit Oktober. Ein letztes Bisschen hat gefehlt, aber wenn das sehr oft fehlt, dann ist es auch kein Bisschen mehr. Wir werden jetzt die Saison aufarbeiten und morgen mit der Planung für die neue Spielzeit beginnen.

Svetislav Pesic (FC Bayern München): Es war ein interessantes Spiel, obwohl es für beide Teams keine große Bedeutung mehr hatte. Man konnte sehen, dass Braunschweig sich mit einem Sieg und gutem Spiel verabschieden wollte. Das gute Spiel ist gelungen, der Sieg nicht. Für uns ist jedes Spiel immer eine Herausforderung, egal gegen wen wir spielen. Die Mannschaft wächst und entwickelt sich sehr gut. Und wir haben trotz mancher Schwierigkeiten und der neuen Situation mit unserem Euroleague-Auftritt eine positive Auswärtsbilanz. Und es war hier in Braunschweig eine neue Herausforderung, auch noch einmal zu gewinnen. Ich bin zufrieden mit dem Spiel, die Spieler haben sich Mühe gegeben. Wir haben John Bryant, Bryce Taylor und Lucca Staiger heute geschont, weil sie angeschlagen sind und anderen eine Chance gegeben. Die haben einen guten Job gemacht. Wir haben jetzt noch ein Liga-Spiel bis zu den Playoffs und darauf werden wir uns nun vorbereiten.

New Yorker Phantoms Braunschweig: Swann 21 (5 Assists), Kulawick, Zazai 5, Visser 9 (6 Rebounds), Nana 10 (5 Rebounds), Florence 14, Doornekamp 3, Gertz, Wessels n.e., Land, McElroy 14 (7 Rebounds, 4 Assists), Bogdanov n.e..

FC Bayern München: Troutman 10 (5 Rebounds), Hamann 5 (4 Assists), Schaffartzik 7, Thompson 10, Benzing 6, Djedovic 15, Zipser 6 (7 Rebounds), Delaney 14, Idbihi 6 (5 Rebounds), Savovic 4 (5 Rebounds).


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