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Phantoms unterliegen "Albatrossen"

26.01.2008

New Yorker Phantoms – ALBA Berlin 72:75 (9:17, 20:16, 19:21, 24:21)

 

Dieses Mal konnten sie den Tabellenführer nicht stürzen. Was den New Yorker Phantoms im November noch gegen die Brose Baskets Bamberg gelang, sollte an diesem Wochenende gegen ALBA Berlin keine Wiederholung finden. Trotz mehrfach hohem Rückstand erspielten sich die Braunschweiger eine Siegchance, welche sie in den letzten Sekunden nicht nutzen konnten.


New Yorker Phantoms – ALBA Berlin 72:75 (9:17, 20:16, 19:21, 24:21)

 

Dieses Mal konnten sie den Tabellenführer nicht stürzen. Was den New Yorker Phantoms im November noch gegen die Brose Baskets Bamberg gelang, sollte an diesem Wochenende gegen ALBA Berlin keine Wiederholung finden. Trotz mehrfach hohem Rückstand erspielten sich die Braunschweiger eine Siegchance, welche sie in den letzten Sekunden nicht nutzen konnten. So mussten sich die Niedersachsen dem Primus mit 72:75 hauchdünn geschlagen geben und bleiben seit drei Spieltagen ohne Punkte.


Aus Sicht der Phantoms begann die Partie mit einer klaren Ansage in Richtung Publikum. Die Menschen auf den Rängen in der Volkswagen Halle und daheim – die Begegnung wurde von BBL.TV live übertragen – bekamen schon in den ersten Sekunden einen Eindruck von der auf dem Feld dargebotenen Intensität. Hatte Berlins Patrick Femerling noch den Hochball gegen Kyle Visser gewonnen, so stibitzte der Phantoms-Center seinem Pendant beim ersten Angriff der „Albatrosse“ den Ball und ließ es auf der anderen Seite mächtig krachen. Einen schnellen Jumper von Andrew Drevo später war die Botschaft an den Primus klar: Die Gäste würden über 40 Minuten voll konzentriert zu Werke gehen müssen (4:0, 2. Minute). Die Pavicevic-Truppe legte den vielfach zitierten Hebel schlagartig um und konterte mit einem sich über fünf Minuten ziehenden 11:0-Lauf (4:11, 7. Minute). Aus einer Auszeit kommend beendete Domonic Jones per Runner die offensive Flaute, konnte kurz darauf jedoch nicht verhindern, dass Bobby Brown mit einem Dreier die Differenz erstmals zweistellig werden ließ (6:17, 10. Minute). Den finalen Wurf hatte allerdings Steven Wright, der mit der Sirene ebenfalls von „Downtown“ traf (9:17).


Auch wenn Braunschweig zu Beginn des zweiten Abschnittes auf fünf Zähler verkürzen konnte (14:17, 12. Minute), so waren es doch die Hauptstädter, die das Tempo vorgaben und schnell die alten Verhältnisse herstellten. Dies blieb über weite Strecken des Viertels so, ehe Emir Mutapcic seine Schützlinge zur Auszeit zitierte (20:29, 17. Minute). Im Schlussspurt war es Allstar Drevo, der erst einen Dreier, dann einen Mitteldistanzwurf verwandelte und hauptverantwortlich dafür zeichnete, dass die Hausherren das Momentum mit in die Kabine nahmen (29:33).


Der Rhythmus der Partie änderte sich nach dem Seitenwechsel vollends. Die Erinnerungen an eine Setplay-geprägte erste Hälfte waren alsbald weggewischt. Kampf war Trumpf, und besonders zwischen Steven Wright und Bobby Brown entfachte ein beherztes Duell, welches auch abseits des Balles vonstatten ging. Im Schatten der Nickligkeiten kamen die Phantoms wieder heran und konnten erstmals seit Spielbeginn durch ein Dreipunktspiel von Jason Cain in Führung gehen (40:39, 26. Minute). Im direkten Gegenzug gewann ALBA durch einen Rasic-Dreier wieder Oberwasser, konnte die Phantoms jedoch nie vollständig abschütteln. In Abwesenheit der mit vier Fouls präventiv auf der Bank geparkten Drevo und Visser avancierten Cain und Anthony Coleman zu den wichtigsten Braunschweiger Akteuren. Besonders der schlaksige Cain zeigte durch sein verbales Auftreten und gute Verteidigung bisher ungeahnte Führungsqualitäten (48:54).


Im Schlussabschnitt waren es die eingespielten Kräfte, die Braunschweig noch einmal ins Geschäft brachten. Wäre ALBA beinahe entwischt (54:63, 33. Minute), so überraschte Mutapcic die Konkurrenz mit einer 2-3-Zonenpresse, die umgehend Wirkung zeigte (61:64, 35. Minute). Fortan ging nicht mehr viel – auf beiden Seiten. Ein Dreier von Bobby Jones, ein Dreier von Drevo, mehr war – abgesehen von knallharter Verteidigung und reihenweise Ballverlusten – in den kommenden drei Minuten nicht zu sehen. Als unmittelbar danach Drevo mit seinem fünften Foul vom Platz musste kam die von den Hausherren erhoffte Trotzreaktion auf den Verlust ihres Topscorers. Steven Wright war es vorbehalten mit einem Dreier für den Ausgleich zu sorgen (69:69, 39. Minute). In den entscheidenden 90 Sekunden zeigten die Gäste an der Linie Nervenstärke und sicherten sich einen wichtigen Offensivrebound, der aus Braunschweiger Sicht wertvolle Zeit verstreichen ließ. Selbst knapp fünf Sekunden vor Spielende hatten die Niedersachsen beim 72:75 noch eine Chance. Berlin entkam einem taktischen Foul und stellte durch einen Leger von Dijon Thompson den Endstand her.

Die New Yorker Phantoms verlieren gegen ALBA Berlin mit 72:75 und sind damit im Jahr 2008 weiterhin sieglos.


Aus Sicht der Gäste war der Auswärtserfolg eminent wichtig, wie nach der Partie Luka Pavicevic konstatierte. „Wir wollten zum einen ein Statement setzen, dass wir nach dem Aus im ULEB-Cup zurückkommen können und solch schwere Situationen überstehen“, so der ALBA-Headcoach. „Zweitens mussten wir zu uns zurückfinden, um jetzt den richtigen Weg im Meisterschaftsrennen einzuschlagen.“ Für den Trainer der New Yorker Phantoms gab es trotz Ärgernis über die Niederlage auch positive Erkenntnisse. „Meine Mannschaft hat Moral und großen Kampfgeist gezeigt, sich nur sechs Ballverluste geleistet und sich aus schwierigen Situationen mehrmals befreit“, so Emir Mutapcic. „Diese Partie fand zu Recht im Fernsehen statt. Am Ende hat Berlin jedoch einige wichtige Offensiv-Rebounds geholt, die uns weh getan haben.“


New Yorker Phantoms:

Wright (12/2), Levy, Allen (17/2), Visser (11), Drevo (14/2), Jones (10/1), Cain (5), Khartchenkov, Coleman (3/1)


ALBA Berlin:

Brown (24/2), Dojcin (3), Subotic (3/1), Rasic (7/1), Jenkins (7), Nikolic (18/2), Femerling (7), Thompson (6), Stefanovic

 

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