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Phantoms triumphieren in Tübingen und bleiben erstklassig

20.04.2013

Die New Yorker Phantoms Braunschweig haben am Samstag, 20. April, bei den WALTER Tigers Tübingen eine Galavorstellung aufs Parkett gezaubert, völlig verdient mit 88:69 (42:33) gewonnen und mit diesem Sieg in Kombination mit den anderen Beko BBL-Ergebnissen des heutigen Spieltags den Klassenerhalt gesichert. Die Mannschaft von Kostas Flevarakis war ohne den beim Nike Hoop Summit in Portland/Oregon weilenden Dennis Schröder angetreten, zeigte aber eine durchgängig starke Leistung, kontrollierte das Spiel von Beginn an und führte im dritten Viertel sogar mit 26 Punkten. Immanuel McElroy war zu keinem Zeitpunkt von den Tigers zu stoppen und wurde Phantoms-Topscorer mit 25 Punkten. Für die Tübinger stach Reggie Redding mit 21 Zählern hervor.


Die Braunschweiger Korbjäger starteten gut ins Spiel und daran hatte Immanuel McElroy erheblichen Anteil. Der Phantoms-Guard zeigte sich von der ersten Sekunde an richtig heiß, war von seinem Gegenspieler Vaughn Duggins nicht aufzuhalten und markierte die ersten sieben Punkte für sein Team. Weil die New Yorker Phantoms aber auch defensiv sehr gut standen und die Tigers fast nur schwierige Würfe erhielten, konnten sie sich nach einem Dreier von Jermaine Anderson sogar auf 2:10 (4. Minute) absetzen. In den nächsten Angriffen blieben jedoch gute Möglichkeiten ungenutzt, weshalb die Hausherren auf 10:12 rankamen (7. Minute). Aber McElroy & Co. bewahrten die Ruhe, und spielten zum Ende des ersten Abschnitts immer wieder ihren Center Nick Schneiders frei. Der bedankte sich mit krachenden Dunkings und besorgte so das 10:18 nach zehn Minuten.

Ein Dreier von Tübingens Joshua Young eröffnete das zweite Viertel, aber Robert Kulawick konterte sofort und netzte ebenfalls eiskalt von jenseits der 6,75-Meter-Linie ein. In der Folge agierten die Braunschweiger Korbjäger im Abschluss erneut unglücklich und vergaben mehrere gute Korboptionen hintereinander. Das Ergebnis waren sieben Punkte der Tigers in Folge zum 21:21. Kostas Flevarakis reagierte, nahm eine Auszeit und brachte Immanuel McElroy nach seiner wohlverdienten Verschnaufpause wieder zurück. Der starke Phantoms-Guard war es auch, der einen 0:8-Lauf per Dreier einleitete und sein Team damit wieder zur Führung warf. Die New Yorker Phantoms verteidigten nach wie vor sehr konsequent und kontrollierten souverän das Tempo. Die Tigers konnten zwar zwischenzeitlich auf 26:29 verkürzen. Doch weil nun auch der zuvor noch etwas glücklos agierende Lubos Barton für die Braunschweiger Korbjäger heiß lief und die Gastgeber sich schwer mit der Phantoms-Verteidigung taten, ging es mit einer Neun-Punkte-Führung der Flevarakis-Mannschaft in die Halbzeitpause (33:42).

Zurück auf dem Spielfeld knüpften Schneiders & Co. an die zuvor gezeigte starke Leistung an. Auf einen Dreier von Kapitän Nils Mittmann ließ Jermaine Anderson fünf weitere Zähler zum 35:50 folgen (23. Minute). Nach einem weiteren Dreier von Nils Mittmann bauten die Phantoms-Basketballer den Vorsprung auf 37:58 aus (25. Minute). Der Braunschweiger Kapitän und sein Team waren den Tübingern jetzt in allen Belangen überlegen und spielten sie mit tollen Passstafetten teilweise schwindelig. Während die mitgereisten Phantoms-Fans begannen, ihre Mannschaft zu feiern, gab es von der Tübinger Anhängerschaft nun sogar erste Pfiffe. Tigers-Coach Igor Perovic nahm eine Auszeit, aber auch die half nicht. Die Phantoms-Korbjäger spielten weiterhin wie im Rausch und jeder trug seinen Anteil zum Spiel bei – egal ob Mittmann und McElroy erneut aus der Distanz, Boateng im Rebound oder alle zusammen in der sehr disziplinierten Verteidigung. Völlig verdient führte das Team von Kostas Flevarakis zwischenzeitlich mit 26 Punkten. In das letzte Viertel sollte es beim Stand von 47:70 gehen.

Hier legten die Tigers wie die Feuerwehr los und markierten schnelle acht Punkte. Kostas Flevarakis fackelte nicht lang und nahm umgehend eine Auszeit. Die zeigte Wirkung: Seine Mannschaft war wieder am Drücker und zog nach einem krachenden Dunking von Eric Boateng erneut auf einen eigentlich komfortablen Stand von 55:74 davon (33. Minute). Aber die Tigers präsentierten sich jetzt bissig. Und weil die New Yorker Phantoms plötzlich etwas fahrig spielten kamen die Hausherren auf 64:76 ran (35. Minute). Ein Dreier von Jermaine Anderson ließ sein Team aber wieder durchatmen und war mehr oder weniger gleichbedeutend mit dem Knockout der Tigers in dieser Partie. Zwar streuten Tyrone Nash und Reggie Redding noch den einen oder anderen Dreier für die Tigers ein, aber Anderson & Co. waren wie über die gesamte Zeit des Spiels wieder Herr der Lage und sicherten sich den völlig verdienten und souveränen Sieg sowie den Klassenerhalt.

 

 

Trainerstimmen zum Spiel:

Kostas Flevarakis (New Yorker Phantoms): Ich gratuliere meiner Mannschaft zu dem heutigen Spiel. Wir haben stark verteidigt und die Rebounds kontrolliert. Wir hatten insgesamt mehr Rebounds, mehr Assists und weniger Ballverluste als der Gegner, was uns geholfen hat, das Tempo so zu kontrollieren, wie wir es uns vorgenommen hatten. Zudem haben wir den Ball sehr gut bewegt und den Sieg absolut verdient.

Igor Perovic (WALTER Tigers Tübingen): Braunschweig hat den Sieg verdient, denn sie haben das Spiel in allen Belangen dominiert. Natürlich ist es schlecht, sein letztes Heimspiel in dieser Saison so zu verlieren. Aber Braunschweig war einfach das bessere Team und wir hatten zu wenig Stopps in der Verteidigung. Braunschweig hatte in diesem Spiel insgesamt nur fünf Ballverluste, was nur noch mehr unterstreicht, wie gut sie den Ball kontrolliert haben.

 

New Yorker Phantoms: Kulawick 3, Mittmann 9 (4 Rebounds), Schneiders 8, Pigram 4 (5 Rebounds, 4 Assists), Anderson 15 (3 Assists), Boateng 10 (8 Rebounds), Sant-Roos, Gertz n.e., Land, McElroy 25 (6 Rebounds, 4 Assists), Barton 14 (4 Assists).

WALTER Tigers Tübingen: Wells 3, Nash 17 (5 Rebounds), Albus n.e., Lischka 10 (5 Rebounds), Redding 21 (5 Rebounds), Young 6, Spoden n.e., Ivandic n.e., Frease 6, Agva n.e., Oehle 2, Duggins 4.


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