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Phantoms geht im letzten Viertel die Luft aus

30.03.2013

Mit 83:102 (48:48) haben die New Yorker Phantoms Braunschweig am Samstag, 30. März, vor heimischen Publikum gegen den Tabellenachten Phoenix Hagen verloren. Ohne ihren Power Forward Harding Nana, der aufgrund einer Impressionsfraktur im Schienbein bis Saisonende ausfällt, lieferten sich die Braunschweiger Korbjäger eine rasante Partie mit den Gästen und waren drei Viertel auf Augenhöhe, von den Wurfquoten her sogar das deutlich bessere Team. Im letzten Spielabschnitt folgte jedoch ein kollektiver Einbruch, der die am Ende deutliche Niederlage besiegelte. Lubos Barton zeigte seine bislang beste Saisonleistung und kam auf ein „Double-Double“ von 21 Punkten und zehn Rebounds. Bester Hagener Punktesammler war Davin White mit 23 Zählern.


Zwei Zähler von Jermaine Anderson eröffneten die kurzweilige Partie. Allerdings kamen die Gäste insgesamt etwas besser in Fahrt und legten gleich sieben Zähler in Folge nach (2:7, 4. Minute). Anders als in den vergangenen Spielen fanden die Braunschweiger Korbjäger dennoch schnell ihren Offensiv-Rhythmus und arbeiteten sich nach Punkten von Lubos Barton, Jermaine Anderson und einem Dreier von Immanuel McElroy noch in der selben Spielminute auf 8:9 heran. Als Lubos Barton in der 6. Minute per Dreier zum Ausgleich (13:13) einnetzte, waren die Braunschweiger richtig in der Partie angekommen. Die Verteidigung der New Yorker Phantoms stand sicher und hatte neben einer guten Trefferquote (50 Prozent) großen Anteil daran, dass das Team von Cheftrainer Kostas Flevarakis kurz vor Ende des ersten Abschnitts mit sechs Punkten in Führung lag (23:17, 9. Minute). Beim Stand von 23:19 ging es in die zweiten zehn Minuten.

Hier waren die Gäste zunächst am Drücker und erzielten vier Punkte in Folge. Aber der starke Lubos Barton & Co. zeigten sich nicht beeindruckt und gingen nach einem Korbleger von Courtney Pigram wieder mit 25:23 in Führung. Das Spiel blieb in der Folge eng und hatte durch sein Tempo und tolle Szenen einen hohen Unterhaltungswert. Auf Seiten der Braunschweiger Korbjäger stimmte zudem der Einsatz. Ein Beispiel: Kapitän Nils Mittmann sprintete Abe Lodwick hinterher, vereitelte einen Schnellangriff und versenkte im direkten Gegenzug einen Dreier zum 30:29 (15. Minute). Gegen Ende der ersten Halbzeit hatten die New Yorker Phantoms Oberwasser gewonnen und hätten verdient mit einer Führung in die Pause gehen können. Allerdings pfiffen die Schiedsrichter zunächst ein Foul gegen Jermaine Anderson, weshalb David Bell zwei Freiwürfe erhielt. Ein darauf folgender Ballverlust gab den Hagenern noch eine Wurfchance, die Davin White mit der letzten Sekunde per Dreier nutzte und den 48:48-Halbzeitstand herstellte.

Keinesfalls geschockt von dem „Buzzer“ zur Halbzeitpause, dafür aber hellwach präsentierten sich die Braunschweiger Korbjäger zum Auftakt des dritten Abschnitts. Auf einen erfolgreichen Freiwurf von Nick Schneiders ließ Lubos Barton einen Dreier folgen, ehe wieder Schneiders per Dunking zum 56:50 einnetzte. Das Spiel glich jetzt einem offenen Schlagabtausch und bot Spannung pur. Die Hagener, die in der ersten Halbzeit ziemlich blass aus der Distanz geblieben waren (25 Prozent), steigerten sich jetzt in diesem Bereich. Neben einer ebenfalls stärker werdenden Verteidigung, die eine erhöhte Anzahl an Braunschweiger Ballverlusten verursachte, war dies mit entscheidend dafür, dass die Gäste wieder herankamen. Bis zur 24. Minute konnten die Phantoms-Basketballer ihren Vorsprung halten, ehe der Hagener Adam Hess zum 61:62 traf. Bis zum Viertelende verlief die Partie weiterhin ausgeglichen. Obwohl Immanuel McElroy & Co. sich zwischenzeitlich noch einmal auf vier Zähler absetzen konnten (69:65, 27. Minute), sollte es in den letzten Abschnitt aber mit einem knappen Rückstand von 75:76 gehen.

Die New Yorker Phantoms starteten denkbar schlecht mit drei Ballverlusten in das Viertel, und die hatten großen Anteil an einem 0:10-Lauf der Gäste (75:86, 34. Minute). Bei den Braunschweiger Korbjägern, die nun offensichtlich dem hohen Tempo der Partie Tribut zollen mussten, wollte gar nichts mehr klappen. Courtney Pigram traf zwar noch einmal zum 79:87 (35. Minute), doch insgesamt war der Widerstand der Phantoms-Basketballer offensiv wie defensiv gebrochen, weshalb die Gäste nun viele Freiräume erhielten und sich unaufhaltsam zum Sieg schossen.

 

Durch die Niederlage rangieren die New Yorker Phantoms nun auf dem 15. Tabellenplatz und müssen sich schnell regenerieren, da am kommenden Mittwoch (3. April) bereits die nächste schwere Aufgabe auf sie wartet. Dann empfangen sie um 19 Uhr den ehemaligen Trainer Sebastian Machowski, jetziger Headcoach des Tabellenzweiten EWE Baskets Oldenburg. Tickets für diese wichtige Partie sind an allen bekannten Vorverkaufsstellen, im Online-Ticketshop sowie über die Hotline (0531-7017288) erhältlich.

Trainerstimmen zum Spiel:

Kostas Flevarakis (New Yorker Phantoms): Die Spieler sind zum Ende hin müde geworden, da sie in den ersten Vierteln sehr viel gelaufen sind und mit viel Kraft gespielt haben. In den vergangenen Spielen war es immer das letzte Viertel, in dem wir stark waren und der Anfang war zu schwach. Heute haben wir stark begonnen und das Ende wurde uns zum Verhängnis. Auch der Ausfall von Harding Nana hat uns schwer zurückgeworfen. Es war heute trotz allem eine gute Teamleistung, und ich kann mich nicht über die erste Hälfte beklagen. Wir müssen positiv denken und an den Problemen arbeiten, die wir heute hatten.
Ingo Freyer (Phoenix Hagen): Ich bin froh, dass wir hier gewonnen haben, nachdem das Spiel drei Viertel lang ausgeglichen war. Im letzten Viertel haben wir dann in der Verteidigung noch eine Schippe draufgelegt und mit der Intensität, die wir über 40 Minuten gezeigt haben, den Sieg holen können.

New Yorker Phantoms: Kulawick, Mittmann 3, Schneiders 9 (4 Rebounds), Pigram 6, Anderson 11 (3 Assists), Boateng 2 (4 Rebounds), Sant-Roos, Schröder 15 (5 Rebounds, 3 Assists), Gertz n.e., Land 1, McElroy 15 (7 Rebounds), Barton 21 (10 Rebounds, 3 Assists).

Phoenix Hagen: Bell 18, Hess 12, Dorris 15 (6 Rebounds), Bleck n.e., Kruel, Kramer n.e., Wendt 2, Gordon 14 (7 Rebounds), Lodwick 14, Gregory 4, White 23 (5 Rebounds, 5 Assists), Schoo n.e..


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