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"Kulle" traf im Halbfinale 5 Dreier und leistete damit einen entscheidenden Beitrag zum Sieg. Foto: Ingo Hoffmann/PartnerDesign

Phantoms feiern Turniersieg in Jena

08.09.2013

Die New Yorker Phantoms Braunschweig haben die „bibop baskets“ gewonnen. Nachdem die Mannschaft von Headcoach Raoul Korner bei dem Turnier am Samstag zunächst Gastgeber und ProA-Ligist Science City Jena mit 88:56 (48:38) bezwungen hatte, feierte sie heute im Finale einen umgekämpften 73:68-Sieg (30:36) über den Beko BBL-Konkurrenten s.Oliver Baskets aus Würzburg.


Tag 1/Halbfinale: Science City Jena vs. New Yorker Phantoms

Im ersten Spiel der Gastgeber vor heimischen Publikum erwischten McElroy & Co. einen guten Start und diktierten früh das Geschehen. Isaiah Swann und Kyle Visser zeigten sich beide in guter Form und führten ihr Team zu einer 31:14-Führung nach zehn gespielten Minuten. Im zweiten Spielabschnitt verlor die Korner-Mannschaft jedoch etwas den Rhythmus und agierte gelegentlich zu unkonzentriert. Weil die Thüringer zudem besser ins Spiel fanden gingen die New Yorker Phantoms nur noch mit einem Vorsprung von zehn Punkten in die Halbzeitpause (48:38).
Im dritten Viertel konnte Science City Jena den Rückstand sogar kurzzeitig auf neun Punkte verkürzen. Doch als Isaiah Swann mit dem vierten Foul auf der Bank Platz nehmen musste, schlug die große Stunde von Robert „Kulle“ Kulawick. Der Guard zeigte sich heiß von der Dreierlinie, traf in diesem Viertel fünf Mal von jenseits der 6,75-Meterlinie und sorgte damit fast im Alleingang für einen komfortablen Vorsprung, der nach 30 Minuten 25 Punkte betrug (73:48). Im letzten Viertel ließen die Phantoms-Basketballer nicht nach und legten auch noch etwas in der Verteidigung zu. So stand am Ende dann ein deutlicher und verdienter 88:56-Sieg zu Buche, der gleichbedeutend mit dem Einzug ins Finale am Sonntag gegen die s.Oliver Baskets war. Besonders erwähnenswert: Alle von Raoul Korner eingesetzten Spieler haben in dieser Partie gepunktet.

New Yorker Phantoms: Swann 11 (6 Assists), Kulawick 15 (5/11 Dreier), Zazai 6, Visser 15 (9 Rebounds), Nana 12 (9 Rebounds), Florence 6 (5 Assists, 7 Rebounds), Johnson 6, Pluskota 3, Gertz 3, Wessels 3, Land n.e., McElroy 8 (4 Assists).

Tag 2/Finale: New Yorker Phantoms vs. s.Oliver Baskets

Den besseren Start in die Partie hatten die Würzburger, die schnell mit fünf Punkten in Folge loslegten. Diesen Rückstand konnten Swann und Kollegen zwar im Laufe des Viertels aufholen und gingen nach zwei Dreiern von James Florence und Nana sogar mit 18:15 in Führung. Doch zum Ende der ersten zehn Spielminuten hatten die s.Oliver Baskets wieder mit 18:20 leicht die Nase vorne.
Die Partie war insgesamt sehr knapp, intensiv und defensiv-geprägt. Beide Mannschaften erhielten häufig schwierige Würfe, die zu einer sinkenden Trefferquote führten. Fast vier Minuten blieb das Team von Raoul Korner nach einem frühen Korbleger von Kyle Visser punktlos. Allerdings erzielten die Würzburger in dieser Phase auch nur sechs Zähler – waren also nach wie vor in Reichweite. In die Halbzeit ging es beim Stand von 30:36.
Diesem Rückstand liefen Nana & Co. im dritten Viertel hinterher, konnten sich aber durch eine gute Verteidigung sukzessive heranarbeiten. Zudem übernahm Immanuel McElroy jetzt viel Verantwortung und markierte sieben Punkte. Nach zwei weiteren Zählern durch Jörn Wessels stand es 47:50 nach 30 Minuten.
Im letzten Spielabschnitt zogen die Würzburger zunächst auf 49:54 davon. Doch ein Dreier des guten Nana brachte sein Team wieder heran, ehe so etwas wie ein kleiner Wendepunkt des Spiel folgte: s.Oliver Baskets-Center Jason Boone beging sein viertes Foul und erhielt noch ein technisches Foul wegen Meckerns. Während der Center damit insgesamt fünf Fouls auf seinem Konto hatte (Kyle Visser schied wenig später ebenfalls mit fünf Fouls aus) und damit nicht mehr weiterspielen durfte, versenkte Isaiah Swann die zwei Freiwürfe zum 54:54, auf die fünf weitere Punkte durch Nana und Kulle zum 59:54 folgten! Zwar konnten sich die Würzburger noch einmal die Führung zurückerobern (62:63). Aber der jetzt immer wieder gefoulte und an der Freiwurflinie nervenstarke Isaiah Swann und ein ganz wichtiger Dreier von James Florence zum 67:63 brachten die New Yorker Phantoms wieder zurück in die Erfolgsspur. Die ließen sich diesen knappen Vorsprung nicht mehr nehmen und feierten letztendlich mit einem 73:68 den Turniersieg bei den „bibop baskets“. „Es hat mich erfreut zu sehen, dass wir uns über das Turnier hinweg steigern konnten. Wir haben zwar insgesamt nicht gut gespielt. Allerdings haben wir dieses Mal nicht die Nerven verloren und den Ball nicht weggeschmissen. Unsere konstante Defensivleistung hat zudem den ,Schaden' in Grenzen gehalten“, resümierte Raoul Korner nach dem hart erarbeiteten Sieg und deutete an, dass auf seine Mannschaft trotz des Erfolges noch viel Arbeit wartet.

New Yorker Phantoms: Swann 26 (11/12 Freiwürfe), Kulawick 4, Zazai, Visser 2 (8 Rebounds), Nana 17 (9 Rebounds), Florence 11 (5 Assists), Johnson n.e., Pluskota 1, Gertz, Wessels 2, Land n.e., McElroy 10 (6 Rebounds, 4 Assists).


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