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Das Löwen-Team war in der ersten Spielhälfte nicht präsent genug, kämpfte sich in der zweiten aber wieder an Ulm heran. Foto: Nicolai Schaal (C) Nico-Photodesign.de

Passive erste Halbzeit und Ulmer Dreierregen sorgen für Niederlage

08.10.2014

Eine gute zweite Halbzeit hat für die Basketball Löwen Braunschweig nicht gereicht, um das Spielfeld als Sieger zu verlassen: Sie mussten sich am heutigen Mittwoch, 8. Oktober, mit 70:81 (34:48) bei ratiopharm ulm geschlagen geben. Die Mannschaft von Löwen-Trainer Raoul Korner geriet dabei bereits in der ersten Hälfte nach einem Ulmer Dreierregen mit 20 Punkten in Rückstand. Durch eine verbesserte Verteidigung kamen die Braunschweiger Korbjäger wieder bis auf fünf Punkte heran, doch für eine Wende im Spiel sollte es nicht reichen. Erfolgreichster Löwen-Punktesammler war Dru Joyce mit 17 Zählern. Bei den Gastgebern avancierte Will Clyburn mit 19 Punkten zum Topscorer.


Die Basketball Löwen fanden zunächst nicht so gut in die Partie und gerieten gegen die gut verteidigenden Ulmer schnell mit 9:2 (3. Minute) in Rückstand. Vor allem Dru Joyce im Verbund mit Kapitän Kyle Visser sorgten aber mit Dampf zum Korb dafür, dass sie schnell wieder auf 11:10 verkürzen konnten. Allerdings kam ratiopharm ulm in der Folge vermehrt zu leicht zu Korberfolgen in Brettnähe. Und weil sich gleichzeitig auf Löwen-Seite Ballverluste ins Spiel einschlichen und die Offensive noch nicht ihren Rhythmus gefunden hatte, konnten die Gastgeber sich zum Viertelende wieder bis auf 25:16 absetzen.

Mit Beginn des zweiten Viertels konnte das Korner-Team drei Punkte in Folge verbuchen und verteidigte auch besser unter dem Korb. Dadurch kamen jedoch die wurfstarken Ulmer Außenspieler und vor allem Philipp Schwethelm ins Spiel: Er netzte zwei Dreier hintereinander zum 31:19 ein (14. Minute). Raoul Korner hatte genug gesehen und nahm eine Auszeit, doch war der Ulmer Dreierregen nicht zu stoppen. Drei weitere Dreier fielen für die „Spatzen“ durch die Reuse, während bei den Löwen-Basketballern kaum ein Wurf sein Ziel fand. Die Folge: Nach knapp 17 gespielten Minuten lagen Kyle Visser & Co. mit 20 Zählern zurück (43:23). In der 19. Minute versenkte Dru Joyce den ersten Braunschweiger Dreier in dieser Partie. Und er war es auch, der den Rückstand mit zwei weiteren Zählern auf 14 Punkte reduzierte. Mit dieser Differenz und einem Spielstand von 48:34 ging es für beide Teams in die Kabinen.

Zurück auf dem Parkett präsentierten sich die Basketball Löwen merklich aggressiver in der Verteidigung. Die Hausherren kamen daher selten zum erfolgreichen Abschluss, während Trent Lockett & Co. durch Schnellangriffe, aber auch durch gut herausgespielte Würfe immer näher herankamen: In der 24. Minute waren die Braunschweiger Korbjäger auf 52:45 dran. Und weil die Korner-Mannschaft den Verteidigungsdruck nach wie vor hoch hielt und die Ulmer zu Ballverlusten zwang, konnte sie den Rückstand nach einem Schnellangriff auf 55:50 reduzieren (27. Minute). Aber die gute Ulmer Dreierquote blieb das Braunschweiger Problem: Zwei erfolgreiche Distanzwürfe der Gastgeber in Serie brachten die Löwen-Basketballer wieder mit elf Zählern ins Hintertreffen. In das letzte Viertel ging es beim Stand von 64:53 für ratiopharm ulm.

Derrick Allen markierte hier die ersten zwei Punkte, allerdings hatten die Basketball Löwen jetzt auch schon drei Fouls kassiert (32. Minute). Zudem netzten die Ulmer erneut einen Distanzwurf ein und damit lagen Joyce und Kollegen wieder im zweistelligen Bereich zurück (67:55, 69:57). Nach Ballverlusten auf beiden Seiten nahm Raoul Korner eine Auszeit, um das Spiel zu beruhigen. Das zeigte Wirkung. Sein Team zog beherzt zum Korb und Fouls: So versenkte zunächst Maurice Pluskota drei Freiwürfe, dann war Tim Abromaitis von selber Stelle zwei Mal erfolgreich, ehe Kyle Visser auch noch einen Freiwurf zum 69:63 nachlegte (37. Minute). Die Partie war damit wieder eng geworden, doch gingen die Ulmer nun auch regelmäßig an die Freiwurflinie. Zwar ließen sie mehrere davon liegen, aber auch die Braunschweiger Würfe fielen in der Schlussphase kaum noch durch die Reuse. Tim Abromaitis versenkte 17 Sekunden vor dem Ende noch einen Dreier zum 77:70, darauf folgten jedoch vier Ulmer Zähler, welche die 81:70-Niederlage der Löwen-Basketballer besiegelten.

Trainerstimmen zum Spiel:

Raoul Korner (Basketball Löwen Braunschweig): Der Ulmer Sieg ist wohl verdient. Wir haben uns in den ersten 17 Minuten unser eigenes Grab geschaufelt. Es war auf unserer Seite richtig hässlich; wir haben zu viel mit der Brechstange versucht und den Kampf zu spät angenommen. Dann hat Ulm natürlich Fahrt aufgenommen. Erst in der zweiten Hälfte haben wir die nötige Intensität aufgebracht. Aber es bedurfte dann viel Energie, um uns wieder aus dem Loch zu arbeiten – die hat uns dann am Schluss gefehlt.

Thorsten Leibenath (ratiopharm ulm): Die erste Hälfte war aus unserer Sicht besser. Da haben wir konsequent verteidigt. Allerdings war Braunschweig in Sachen Intensität auch nicht auf dem Level, den sie gegen Bamberg hatten. Als Braunschweig dann nach unserer hohen Halbzeitführung den Schalter umgelegt hat, haben wir uns schwer getan. Joyce und Visser konnten wir nicht aus dem Spiel nehmen. Uns fehlt noch der letzte „Punch“, um den Gegner frühzeitig endgültig auszuschalten. Aber bis jetzt haben wir uns von Spiel zu Spiel gesteigert. Und ich denke, bei uns ist immer noch Luft nach oben.

Basketball Löwen Braunschweig: Gertz 2, Johnson 2, Visser 12 (9 Rebounds), Theis n.e., Joyce 17 (7 Assists), Allen 7, Pluskota 11 (6 Rebounds), Abromaitis 11 (6 Rebounds), Adler n.e., McElroy 4, Lockett 2 (5 Assists), Simon 2.

ratiopharm ulm: Ohlbrecht 8, Mason-Griffin, Ferner, Leunen 10 (5 Rebounds), Harris 6, Maier n.e., Savovic 13, Hess 2, Clyburn 19 (7Rebounds), Klobucar 11 (4 Assists), Philmore 3, Schwethelm 9.


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