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Oliver Braun: "Jedes Spiel ist jetzt ein Endspiel"

21.02.2010

Die New Yorker Phantoms haben in der 1. Bundesliga mehr als die Hälfte aller Saisonspiele absolviert. Die Redaktion des Phantoms-Hallenheftes Rebound sprach vor der Partie gegen TBB Trier mit Sportdirektor und Geschäftsführer Oliver Braun über die positiven sportlichen Entwicklungen der letzten Zeit, über die guten Leistungen von Neuzugang Marcus Goree und die Rückkehr zum alten Wertungs- und Tabellensystem in der Spielzeit 2010/11.


Die New Yorker Phantoms haben in der 1. Bundesliga mehr als die Hälfte aller Saisonspiele absolviert. Die Redaktion des Phantoms-Hallenheftes Rebound sprach vor der Partie gegen TBB Trier mit Sportdirektor und Geschäftsführer Oliver Braun über die positiven sportlichen Entwicklungen der letzten Zeit, über die guten Leistungen von Neuzugang Marcus Goree und die Rückkehr zum alten Wertungs- und Tabellensystem in der Spielzeit 2010/11.


Es sah bereits danach aus, dass der Zug für das Erreichen der Playoffs so gut wie abgefahren ist. Nach vier Siegen in Folge zeigt der Zeiger des Stimmungsbarometers wieder auf freundlich. Befinden sich Braunschweigs Basketballer wieder auf Playoffkurs?

Oliver Braun: Wir haben uns tendenziell wieder gefangen. Es wäre jedoch ein ganz großer Fehler zu glauben, dass wir einen Playoffplatz so gut wie sicher haben. Jedes Spiel ist jetzt ein Endspiel, und das wird bis zum Schluss auch so bleiben. Die Mannschaften von Rang sieben bis zwölf haben noch alle Chancen, einen Playoffplatz zu erreichen. Wir müssen wahrscheinlich sieben der letzten zwölf Spiele gewinnen, um dabei zu sein. Der Kuchen ist wahrlich noch nicht gegessen.


Eine wichtige Rolle beim Aufwärtstrend hat Marcus Goree gespielt, der wegen der Verletzung von Nate Fox vor rund drei Wochen nachverpflichtet wurde. Wie wichtig ist der Euroleague-Sieger von 2008 für Euer Spiel?

Braun: Marcus konnte unserem Spiel mit seiner großen Erfahrung gleich einen Schub geben. Jeder erkennt sofort seine Klasse. Er wird als Führungsspieler von der Mannschaft akzeptiert, er fügte sich aber auch genauso in das vorhandene Team ein. An lediglich einem Spieler darf man aber Erfolg oder Misserfolg nicht festmachen. Die ganze Mannschaft ist in den nächsten Partien gefordert und nicht der Einzelne.


Wie kam es dazu, dass ihr Marcus Goree verpflichten konntet?

Braun: Durch eine Mischung aus einem gut funktionierenden Netzwerk und einem Quäntchen Glück. Wir mussten uns der Kritik aussetzen, die Suche habe so lange gedauert. Am Ende war es die richtige Entscheidung, nichts über das Knie zu brechen sondern den Markt genau zu sondieren. Mit Marcus haben wir exakt den Spieler gefunden, der uns in unserer Situation weiterhilft.


Die Beko BBL hat eine Kehrtwende in Sachen Wertungs- und Tabellensystem vollzogen. Ab der Spielzeit 2010/11 werden Siege wieder mit 2:0 und Niederlagen mit 0:2 bewertet. Braunschweig gehörte zu den größten Kritikern des vor Saisonbeginn eingeführten Systems. Wie hast Du die Nachricht aufgenommen?

Braun: Das war natürlich Balsam für die Seele. Wir waren zu Saisonbeginn die Leidtragenden und mussten wegen unserer völlig berechtigten Kritik auch noch Schelte einstecken. Aber man muss den Verantwortlichen der Beko BBL und des DBB auch großen Respekt zollen, dass sie das Wertungs- und Tabellensystem bereits zur nächsten Saison revidiert haben.


Welche Bundesligakonkurrenten haben Dich im Saisonverlauf am meisten überrascht?

Braun: Das Team der Stunde ist für mich BG Göttingen. In der Liga und international geben sie eine gute Figur ab. Die Lok-Halle ist eine Festung. Aber auch die Telekom Baskets Bonn, Walter Tigers Tübingen und der Mitteldeutsche BC spielen eine bessere Rolle, als ich Ihnen vor dem Saisonstart zugetraut hätte. Die Artland Dragons und EnBW Ludwigsburg hinken den Erwartungen ein wenig hinterher, können aber ebenfalls noch durchstarten.


Von den Spielernamen haben die Basketballer aus Braunschweig eines der besten Teams aller Zeiten aufgestellt. Gibt es bereits konkrete Vorstellungen hinsichtlich Spielzeit 2010/11?

Braun: Mit einen Spielern haben wir Kontakt aufgenommen, mit den anderen machen wir es noch. Einige Akteure besitzen auch in der nächsten Spielzeit einen gültigen Vertrag. Aber nur wenn man auch das ausgegebene Saisonziel erreicht, haben große Namen auch einen Sinn gemacht. Der Spielplan und die Verletzungen können das Endresultat noch beeinflussen. Ich muss es noch einmal betonen. Durch die Ausgeglichenheit der Liga kann noch sehr viel passieren. Wir müssen aufpassen, dass wir den Anschluss an die oberen Klubs nicht verlieren.

 


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