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Ohne Umwege in die Erfolgsspur zurück

18.11.2009

Die New Yorker Phantoms Braunschweig wollen ihre Erfolgsgeschichte in der Basketball Bundesliga beim Heimspiel am Donnerstag, 19. November, fortsetzen. Zu Gast in der Volkswagen Halle ist ab 19 Uhr der Tabellen-16. WALTER Tigers Tübingen. „Die Tübinger aufgrund des derzeitigen Tabellenstandes zu unterschätzen, wäre ein großer Fehler. Doch unabhängig davon müssen wir natürlich unsere Heimspiele gewinnen, um in die Playoffs zu kommen.


Die New Yorker Phantoms Braunschweig wollen ihre Erfolgsgeschichte in der Basketball Bundesliga beim Heimspiel am Donnerstag, 19. November, fortsetzen. Zu Gast in der Volkswagen Halle ist ab 19 Uhr der Tabellen-16. WALTER Tigers Tübingen. „Die Tübinger aufgrund des derzeitigen Tabellenstandes zu unterschätzen, wäre ein großer Fehler. Doch unabhängig davon müssen wir natürlich unsere Heimspiele gewinnen, um in die Playoffs zu kommen. Mit einem Heimsieg wären wir zurück in der Erfolgsspur“, weiß Phantoms-Trainer Sebastian Machowski.


Die WALTER Tigers Tübingen haben im Sommer den Umbruch vollzogen – zwangsweise. Die Wirtschaftskrise schüttelte den Tabellen-14. der Spielzeit 2008/09 wie eine Reihe anderer Basketball Bundesligisten mächtig durch. Der Einschnitt spiegelt sich vor allem bei der Zusammenstellung des Kaders für die laufende Saison wider: Sechs neue Spieler hatte der Klub aus dem Süden in den Sommermonaten zu integrieren. Sieben Profis – zum großen Teil Leistungsträger – verließen die Universitätsstadt. Die Stunde Null fand auch auf der Trainerbank statt: Das Saisonziel Klassenerhalt wollen die Tübinger mit dem bisherigen Co-Trainer Igor Perovic erreichen.


Dennoch: Analog zu anderen Erstligisten scheinen auch in Tübingen die Zeiten vorbei, wo liebend gerne US-Collegespieler in den Kader aufgenommen wurden. Die WALTER Tigers griffen trotz Haushaltskonsolidierung auf gestandene Beko BBL-Akteure zurück und warben kurzerhand Romeo Travis vom Konkurrenten ratiopharm Ulm ab. Die Einbindung des 1,96 Meter großen Forwards ist gelungen. Der beste Freund von NBA-MVP LeBron James führt nicht nur mit 16 Punkten pro Spiel die Korbjägerliste bei den Universitätsstädtern an, sondern rangiert in dieser Kategorie auf Platz 8 in der Top 10 der Liga. Und: Für den Go-to-Guy reicht es ligaweit mit 6,4 Rebounds für Rang 10.


Aber auch bei weiteren Neuverpflichtungen bewiesen Manager Robert Wintermantel, der – viele Fans aus der Löwenstadt werden es noch wissen – in den 90er Jahren drei Jahre gemeinsam mit Phantoms-Sportdirektor Oliver Braun für die SG Braunschweig aktiv war, ein gutes Händchen. Der Paukenschlag des Sommers war natürlich die Verpflichtung von Bundesligaveteran Aleksandar „Sasa“ Nadjfeji. Der 2,03 Meter große Powerforward wechselte vom deutschen Serienmeister ALBA Berlin an den Neckar (siehe Im Fokus). Aber auch Michael Jenkins hatte keine Schwierigkeiten, nach seinem Gastspiel beim Topteam BC Buducnost Podgorica (Montenegro) in der Bundesliga Fuß zu fassen. Der 1,91 Meter Guard ist mit 15,4 Zählern pro Partie derzeit zweitbester Scorer im schwarz-gelben Trikot. Ein Wiedersehen gibt es mit dem Ex-Braunschweiger Steven Wright, der erst vor wenigen Tagen nachverpflichtet worden war.


Branislav Ratkovica belegt, dass es aber auch die Alten im Perovic-Team noch können. Der Spielgestalter aus Serbien kommt pro Partie immerhin auf 5,4 Assists – auch wenn er damit derzeit nicht an Phantom-Regisseur Kevin Hamilton heranreicht (7,7).


Zu den Abgängen: Center Rasko Katic fiel dem Rotstift zum Opfer und kehrte in sein Heimatland Serbien zurück. Dort trägt Katic jetzt das Trikot des Topteams KK Hemofarm Stada Vrsac. Michael Haynes zog es zum Bundesliga-Konkurrenten und schwäbischen Dauerrivalen EnBW Ludwigsburg. Das gleiche Ziel hatte Tübingens bisheriger Headcoach Tolga Öngören.


Noch Sand im Getriebe


Bei den Süddeutschen befindet sich derzeit jedoch noch viel Sand im Getriebe. Zwei Siegen stehen sechs Niederlagen gegenüber – auswärts konnten Nadjfeji & Co. noch keine zwei Punkte einheimsen. Dennoch ist Braunschweig gewarnt: ALBA Berlin fertigten die Neckarstädter in der Tübinger Paul-Horn Arena mit 70:66 ab. Gegen den MBC Weißenfels verloren die Tübinger zuhause zum Saisonauftakt erst nach der Verlängerung (91:95).

 


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