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Ohne Chance: Löwen verlieren gegen starke Frankfurter

03.04.2016

Nichts zu holen war am Sonntag, 3. April, für die Basketball Löwen Braunschweig: Sie verloren deutlich mit 59:77 (30:40) gegen den Tabellenvierten und FIBA EuropeCup Final Four-Teilnehmer FRAPORT SKYLINERS. Dabei sahen die 2.152 Zuschauer in der Volkswagen Halle eine Partie, in der die Gäste einen Start-Ziel-Sieg hinlegten und nicht ein einziges Mal ihre Führung abgaben. Zwar zeigten sich die Löwen im Vergleich zum letzten Heimspiel gegen Oldenburg von der Energie und Spielanlage verbessert, waren dem Gegner aber dennoch in fast allen Statistiken unterlegen und hatten vor allem in den Bereichen Trefferquote (Löwen: 37 Prozent/Frankfurt 45 Prozent) und Rebounds (32/42) das Nachsehen. „Frankfurt war das bessere Team“, sagte Löwen-Trainer Raoul Korner im Anschluss an das Spiel, in dem Tyrone Nash mit 13 Punkten der erfolgreichste Löwen-Basketballer war. Für die Frankfurter kam Danilo Barthel mit 16 Punkten und zehn Rebounds auf ein Double-Double.


Die Löwen starteten defensiv fokussiert in die Partie, offensiv wollte es allerdings wie schon zuletzt nicht laufen. Lediglich Nicolai Simon hatte nach vier gespielten Minuten erfolgreich den Korb getroffen, ehe auch Tyrone Nash mit einem Dreipunktespiel auf 5:9 verkürzen konnte (5. Minute). Aber die SKYLINERS behielten nach wie vor die Nase vorn und wussten sich auch weiter abzusetzen. Vor allem die Dreierquote und die Rebound-Unterlegenheit der Löwen machten einen entscheidenden Unterschied: Das Korner-Team hatte 25 Prozent Dreierquote aufzuweisen, während die Gäste 57 Prozent versenkt und sich zudem sechs Rebounds mehr gegriffen hatten (6/12). Folgerichtig ging es mit 18:24 in das zweite Viertel.

Auf vier schnelle SKYLINERS-Punkte in Folge reagierte Löwen-Coach Raoul Korner nach nicht einmal zwei Minuten mit einer Auszeit. Aber die Rebounds bekamen die Braunschweiger auch in diesem Viertel nicht besser unter Kontrolle. Die Gäste erhielten zu viele zweite und gar dritte Chancen, die sie aber nicht konsequent nutzten. Das änderte jedoch nichts daran, dass die Löwen beständig einem zweistelligen Rückstand hinterherliefen. Denn für eine Aufholjagd fehlte es ihnen nach wie vor an einer besseren Trefferquote (39 Prozent aus dem Feld). Hier zeigte sich allerdings Keaton Grant im Vergleich zu den vergangenen Spielen verbessert. Er hatte zur Halbzeit 50 Prozent seiner Würfe aus dem Feld versenkt und traf mit einem Mitteldistanzwurf in letzter Sekunde zum 30:40 Halbzeitergebnis.

Mit Beginn des dritten Viertels gerieten die Löwen prompt mit 15 Zählern in Rückstand (30:45), knabberten aber Stück für Stück wieder etwas davon ab. Das gelang ihnen, weil sie besser im Rebound arbeiteten und die Frankfurter mit ihrer Defensive beschäftigten. Die Gäste blieben als Folge dessen minutenlang ohne Korberfolg. Das Manko war jedoch, dass die Löwen viele ihrer Chancen, noch näher heranzukommen, liegenließen – jetzt auch von der Freiwurflinie. Bis Ende des zweiten Viertels hatten sie noch sieben von sieben verwandelt, in diesem dritten Spielabschnitt aber nur vier von neun getroffen. Das rächte sich: Aus einem mühsam erkämpften 39:49 wuchs durch zwei Frankfurter Dreier binnen 30 Sekunden wieder ein 15-Punkte-Rückstand. Und mit diesem ging es beim Stand von 43:58 ins letzte Viertel.

Wie schon in den Vierteln zuvor hatten die SKYLINERS auch dieses Mal den besseren Start und zogen auf 19 Zähler davon. Die Löwen konnten noch einmal sieben Punkte gutmachen und hatten sich nach Zählern von Amin Stevens, Jermaine Anderson und Keaton Grant auf 52:64 herangearbeitet. Aber die Frankfurter erstickten diese kurze Aufholjagd mit vier Zählern in Serie wieder im Keim. Der Tabellenvierte war zu überlegen und hat anders als die Löwen in den entscheidenden Momenten seine Würfe getroffen. In den letzten vier Minuten erzielten die Braunschweiger nur noch vier Zähler, weshalb die SKYLINERS erneut wegziehen konnten und die Löwen deutlich mit 59:77 verloren.

Trainerstimmen zum Spiel:

Raoul Korner (Basketball Löwen Braunschweig): Glückwunsch zum verdienten Sieg. Man kann es kurz und knapp auf den Punkt bringen: Wir haben gegen das bessere Team verloren. Frankfurt hat konsequent getroffen und damit auch unseren defensiven Plan durcheinander gebracht. Wir wollten versuchen, ihren Rhythmus durch wechselnde Verteidigungen zu stören, haben dann aber davon Abstand genommen. Außerdem hatten wir Probleme, Frankfurt am Offensiv-Rebound zu hindern. Unterm Strich hat Frankfurt verdient gewonnen, sie waren einfach besser.

Gordon Herbert (FRAPORT SKYLINERS): Unsere Einstellung war von Beginn an gut. Wir hatten auch sofort gute Antworten auf die Braunschweiger Zone gefunden, indem wir wichtige Würfe getroffen haben. Zudem haben wir Braunschweig nicht in die offensive „transition“ kommen lassen und an beiden Enden des Feldes einen guten Job gemacht. Einfache Würfe und Rebounds waren der Schlüssel in diesem Spiel.

Die Viertel im Überblick: 18:24, 12:16, 13:18, 16:19.

Basketball Löwen Braunschweig: Gertz 2,Nash 13 (6 Rebounds), Bogdanov n.e., Theis, Needham 5 (3 Assists), Stevens 6, Grant 12 (4 Assists), Amaize 2, Adler 2, Simon 7, Frease 5 (5 Rebounds), Anderson 4.

FRAPORT SKYLINERS: Klein 7, Little 11, Voigtmann 15 (5 Rebounds), Barthel 16 (10 Rebounds), Richter, Robertson, Morrison, Theodore 9, Scrubb 12 (4 Assists), Doornekamp 7 (7 Rebounds, 4 Assists).

Boxscore zum Spiel


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