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Offensivschwache Löwen kassieren Pleite in Würzburg

07.04.2018

Für unsere Löwen war es vor allem in der Offensive ein gebrauchter Tag, den sie am heutigen Samstag, 7. April, bei s.Oliver Würzburg erwischten. Das Team von Headcoach Frank Menz tat sich im ersten Spiel nach dem Ausfall von Spielmacher Zygimantas Janavicius (Kreuzbandriss) extrem schwer gegen die gute Verteidigung des Tabellenelften und unterlag ganz deutlich mit 45:72 (28:42). Lediglich 26,8 Prozent der Würfe aus dem Feld fielen bei unseren Löwen durch die Reuse, die zudem das Rebound-Duell gegen die Würzburger klar mit 30:47 abgaben. „Würzburg war sehr präsent, hat gut verteidigt und war sehr physisch. (…) Wir waren aber auch in vielen Situationen nicht nah genug dran und haben einfach nicht gut gespielt“, konstatierte unser Headcoach nach dem Spiel. Schon am kommenden Sonntag, 15. April (17.30 Uhr), wollen unsere Löwen sich wieder von einer besseren Seite präsentieren, wenn sie ratiopharm ulm zum Heimspiel empfangen. Tickets gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen sowie online im Löwen-Ticketshop.


Nach einem guten Start ins Spiel hatten unsere Löwen Mitte des ersten Viertels zunehmend den Faden verloren. Nach einer 8:5-Führung folgte ein 8:0-Lauf der Würzburger (8:13), die bis zum Viertelende weiter auf 12:25 davonzogen. Abgesehen davon, dass beim Menz-Team offensiv kaum etwas zusammenlief, hatte es auf den großen Positionen früh Foul-Probleme: Anthony Morse und Lars Lagerpusch waren jeweils mit zwei Fouls belastet.

Zu Beginn des zweiten Viertels dauerte es nicht lange, bis Scott Eatherton sein zweites und drittes Foul kassierte. Aber unsere Löwen fanden defensiv einen besseren Zugriff und kamen so auf acht Zähler heran (25:33, 16. Minute). Es hätte noch knapper werden können, wenn DeAndre Lansdowne & Co. nicht etliche Korbleger vergeben hätten. Und das wurde umgehend von den physischer spielenden und die Bretter dominierenden Würzburgern bestraft. Zur Halbzeit lagen die Löwen mit 28:42 zurück.

Nach dem Seitenwechsel schickte Frank Menz eine kleinere und wurfstarke Formation aufs Parkett. Mit dieser Aufstellung konnten unsere Löwen schnell auf 38:46 verkürzen (24. Minute), aber das kurzzeitige Momentum nicht weiter nutzen. Stattdessen hatten die Löwen erneut Probleme mit der Würzburger Verteidigung – es folgten sechs Minuten ohne Punkte. In dieser Zeit bauten die Gastgeber ihre Führung auf 17 Punkte zum 40:57 aus Löwensicht aus.

Das was offensiv vorher nur selten klappte, funktionierte im letzten Spielabschnitt dann gar nicht mehr. Unsere Löwen erzielten nur noch fünf Punkte und mussten sich ganz klar und deutlich den Würzburgern geschlagen geben.

Viertel im Überblick: 12:25, 16:17, 12:15, 5:15;

Trainerstimmen zum Spiel:

Frank Menz (Basketball Löwen Braunschweig): „Glückwunsch an Würzburg, sie haben heute sehr gut gespielt. Wir haben viele Wochen, vielleicht sogar Monate weit über unsere Verhältnisse gespielt. Würzburg war sehr präsent, hat gut verteidigt und war sehr physisch. Die Schiedsrichter haben aus meiner Sicht gerade am Anfang zu viele Kontakte laufen lassen. Wir waren aber auch in vielen Situationen nicht nah genug dran und haben einfach nicht gut gespielt. Auch als wir gemerkt haben, dass heute nichts zu holen ist, haben wir trotzdem bis zum Schluss weiter gekämpft. In Würzburg nur 72 Punkte zuzulassen, ist sicher nicht so schlecht. Offensiv waren wir leider nicht wirklich in der Lage, zu punkten. Zwei Spieler haben es versucht, für den Rest war es heute zu schwer.“

Dirk Bauermann (s.Oliver Würzburg): „Braunschweig hat bisher eine starke Saison gespielt und gehört sicher zu den Überraschungsmannschaften der Liga. Heute waren wir die klar bessere Mannschaft. Wie das Team den Verlust von Robin und Kreso wegsteckt, zeigt eine unglaubliche Moral und viel Charakter. Eine Leistung wie in Berlin und wie wir heute gespielt haben, ist in so einer schwierigen Situation etwas Besonderes. Das muss man wertschätzen, ich bin stolz auf die Jungs. Kameron Taylor ist sicher eine Bereicherung. Aber auch Owen Klassen und E.J. Singler haben uns heute sehr viel gegeben und die Chance genutzt, ihre Qualität zu zeigen. Insgesamt eine starke Leistung und ein guter Abend für uns, so darf es weitergehen. Dass bereits vor der Pause alle Spieler gepunktet haben zeigt, dass der Ball gut läuft und alle ihre Chancen bekommen und nutzen.“

Basketball Löwen Braunschweig: Ebert, Nawrocki, Figge, Lansdowne 10 (5 Ballgewinne), Klepeisz 6, Alte, Jaramaz 8 (6 Rebounds), Schwartz 3, Morse 2, Koné 1, Eatherton 15 (7 Rebounds), Lagerpusch.

s.Oliver Würzburg:
Hadenfeldt n.e., Gaddy 4 (4 Assists), Klassen 12 (11 Rebounds), Taylor 8 (5 Rebounds, 6 Assists), Kratzer 2, Stuckey 11, Singler 12, Lipkevicius 5, Kovacevic 7 (5 Rebounds), Hammonds 9 (7 Rebounds, 5 Assists), Hoffmann 2 (5 Rebounds).

Boxscore zum Spiel 


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