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NYP vs. MBC: Am Ostermontag keine Geschenke verteilen

02.04.2010

Kleines Finale. Vorentscheidung. 4-Punktepartie. Dies sind die Begriffe, die Basketballtrainer gerne in Notizblöcke und Mikrofone diktieren, wenn es um ein ganz wichtiges Spiel gegen Ende der regulären Spielzeit geht. Am Ostermontag ist so eine Partie. Die New Yorker Phantoms empfangen am 5. April den Playoffplatz-Konkurrenten Mitteldeutscher BC. „Für uns ist es das nächste Finale.


Kleines Finale. Vorentscheidung. 4-Punktepartie. Dies sind die Begriffe, die Basketballtrainer gerne in Notizblöcke und Mikrofone diktieren, wenn es um ein ganz wichtiges Spiel gegen Ende der regulären Spielzeit geht. Am Ostermontag ist so eine Partie. Die New Yorker Phantoms empfangen am 5. April den Playoffplatz-Konkurrenten Mitteldeutscher BC. „Für uns ist es das nächste Finale. Wir müssen den MBC auf jeden Fall schlagen, wenn wir in die Playoffs wollen“, sagt Sebastian Machowski, Cheftrainer der New Yorker Phantoms.


„Der Mitteldeutsche BC macht das ganze Spiel viel Druck. Da dürfen wir uns keine Fehler erlauben und müssen von der ersten Minute an konzentriert dagegen halten“, weiß Machowski. „Wir müssen das schnelle Spiel der Wölfe in den Griff bekommen.“


Rückblick: Am Ende der Saison 2003/04 musste der MBC nach der erfolgreichsten Spielzeit der Vereinsgeschichte Insolvenz anmelden. Die Sachsen-Anhaltiner hatten unter Trainer Henrik Dettmann mit dem erlesenen Ensemble um Stephen Arigbabu (ebenfalls früher Braunschweig), Wendell Alexis, Paul Burke und Misan Nikagbatse und dem heutigen Phantoms-Headcoach Sebastian Machowski gerade erst den FIBA-Europe-Cups gewonnen. Nach fünfjähriger Abstinenz war der Basketballklub aus der Nähe Leipzigs im Sommer in die 1. Liga zurückgekehrt. Anders als damals tritt die Mannschaft von Björn Harmsen mit vielen unbekannten Spielern auf – und hat Erfolg mit diesem Konzept.


Die „Wölfe“ lehrten im Saisonverlauf bereits einer Reihe von Meisterschaftskandidaten das Fürchten. Zuletzt verlor ALBA Berlin (71:69) an der Saale, zuvor hatte es Brose Baskets Bamberg (81:75) und den Deutschen Meister EWE Baskets Oldenburg erwischt (74:65). Die New Yorker Phantoms durchleben ein Wechselbad der Gefühle, wenn sie an das Hinspiel mit DSF-Liveübertragung zurückdenken. Bis zum Schlussphase war es spannend – bis Heiko Schaffartzik mit den Dreiern Nummer vier und fünf den 82:75-Sieg für die Löwenstädter sicherstellte.


Der ehrgeizige Perfektionist und bekennende Kaffeeliebhaber Harmsen bewies ein gutes Händchen bei der Zusammenstellung des Kaders, indem die – wie bereits erwähnt – ganz großen Namen fehlen. Der nachverpflichtete 2,15-Meter-Russe und Beko BBL-ALLSTAR 2010 Anatoly Kashirov führt mit über durchschnittlich 11 Zählern pro Partie die Scorerliste des MBC an. Johnnie Gilbert feierte mit dem Saale-Team den Aufstieg aus der ProA ins deutsche Basketballoberhaus. Mit im Schnitt knapp neun Zählern pro Spiel reicht dies für den US-Amerikaner für Platz zwei der internen Teamstats. Der „Wölfe“-Coach hat viele Trümpfe im Ärmel, um Schwung in die Offensive zu bringen. Gleich sechs Akteure markieren regelmäßig zwischen 8 und 12 Punkten. Darunter befinden sich unter anderem Ivan Elliott, Adeola Dagunduro und Wayne Bernard, aber auch Nikita Khartchenkov. Der 2,01 Meter-Forward lief bis zur Spielzeit 2007/08 für Spot Up Medien Baskets in der ProB auf und stand im Braunschweiger Erstligakader. In Weißenfels entwickelte sich Khartchenkov zum regelmäßigen Starting-Five-Kandidaten (7,5 Zähler).


Zu den zehn besten Vorlagengebern der Beko BBL gehört der Georgier Georgie Gamgrelidze. Mit den ehemaligen Albatrossen Guido Grünheid und Sascha Leutloff gibt es außer Khartchenkov zwei weitere bekannte deutsche Namen, die zu den Leistungsträgern bei Weißenfels zählen. Peter Fehse, ebenfalls Ex-Braunschweiger und NBA-Draft der Seattle Supersonics, schaffte das Bundesliga-Comeback nach jahrelanger Verletzungsmisere leider nicht. Der 2,11-Meter große gebürtige Hallenser stand im Saisonverlauf nicht einmal auf dem Parkett und schied im Januar 2010 aus dem Erstligakader aus.


Als sich abzeichnete, dass die Wölfe auf Playoffkurs sind, nahmen die MBC-Verantwortlichen Ende Februar noch einmal das Scheckheft in die Hand. Nach dreiwöchigem Probetraining wurde der ehemalige kanadische Nationalspieler Velimir Radinovic bis zum Saisonende verpflichtet (2,12 Meter).


Eins dürfte bereits vor dem Tip-Off klar sein: Ostergeschenke wird am Montag keines der beiden Teams in der Volkswagen Halle verteilen.

 


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