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Nördlinger Euphorie nach Braunschweig entführen

23.10.2008

Am Freitagabend um 19.30 Uhr treten die New Yorker Phantoms bei Liganeuling und Überraschungsteam Giants Nördlingen an. Mit dem kleinsten Etat der Liga in die Saison gestartet, findet sich der vermeintliche Underdog nach fünf Spieltagen auf dem zweiten Tabellenplatz wieder. Siege gegen Ludwigsburg (75:56), Paderborn (76:67), Tübingen (76:73) und Bamberg (82:75) sind Ausrufezeichen.


Am Freitagabend um 19.30 Uhr treten die New Yorker Phantoms bei Liganeuling und Überraschungsteam Giants Nördlingen an. Mit dem kleinsten Etat der Liga in die Saison gestartet, findet sich der vermeintliche Underdog nach fünf Spieltagen auf dem zweiten Tabellenplatz wieder. Siege gegen Ludwigsburg (75:56), Paderborn (76:67), Tübingen (76:73) und Bamberg (82:75) sind Ausrufezeichen. Die Phantoms gehen wohl nicht als Favorit in diese Auswärtspartie.


Nördlingen hat bei der Zusammenstellung des Kaders auf die eigenen Aufstiegshelden vertraut und sich mit den Topspielern der letztjährigen Pro A Konkurrenz verstärkt. So konnten die Herzstücke des Teams Omari Westley und Osvaldo Jeanty gehalten werden. Westley ist derzeit Topscorer des Teams mit 17.6 Punkte und 6.2 Rebounds. Jeanty markiert 16.4 Zähler bei einer Dreierquote von 48%. Aus Cuxhaven kam das Duo Monta McGhee und Danny Gibson. Guard Gibson und Forward McGhee erzielen beide 11 Punkte im Schnitt, McGhee fängt dazu 9.8 Rebounds – ein Spitzenwert. Mit Varnie Dennis holten die Giants einen weiteren Leistungsträger aus Spanien. Der Forward wird von seiner Spielanlage mit Ulms Jeff Gibbs verglichen und holt für sein Team 7.6 Punkte und 6 Rebounds in 23 Minuten Spielzeit.


Auf der Suche nach möglichen Schwächen im Nördlinger Team fällt zweierlei auf: Mit den genannten fünf Spielern sind jene genannt, die die Hauptlast des Nördlinger Spiels tragen. Mit Ausnahme von Dennis spielen sie fast die gesamten 40 Minuten durch. In einer verteidigungsintensiven Begegnung könnten die Kräfte am Ende schrumpfen. Den Faktor Foulbelastung dürften die Phantoms zudem im Blick haben. Zweitens fällt auf, dass keiner der genannten Spieler gelernter Center ist, noch eine Körpergröße von 2.02m (Dennis und McGhee) übersteigt. Einziger echter Center ist Avi Kazarnovski, der jedoch bisher lediglich 18 Minuten Einsatzzeit verbuchen konnte. Kyle Visser und Jason Cain werden sicher versuchen ihre Längenvorteile zu nutzen.


Die Stärken des Nördlinger Teams sind ihre Aufstiegseuphorie, ihr momentaner Lauf und ihr schier unbändiger Kampfes- und Siegeswille. Coach Andreas Wagner, mit 32 Jahren der jüngste Coach der Liga, hat es zudem geschafft, einen Teamspiel zu entwickeln, dass aus den Topspielern der Pro A nun Topspieler der BBL macht und die Stärken jedes einzelnen zum Tragen bringt. Ein Statistikvergleich mit den Phantoms soll dies noch einmal unterstreichen: Im bisherigen Saisonverlauf treffen die Phantoms 23% ihrer Dreipunktwürfe, die Giants 34%. Von der Freiwurflinie treffen die Phantoms 62%, die Giants 67%. 36 Rebounds holen die Braunschweiger im Schnitt, 38 die Nördlinger. Ebenso unterlegen sind die Phantoms bei den Assists mit 8 zu 11.8 pro Spiel.


Das Selbstvertrauen aus dem Paderbornspiel, der tiefer besetzte Kader und der deutlich erfahrenere Coach sprechen jedoch für die Phantoms, so dass ein ausgeglichenes Kampfspiel erwarten werden dürfte, in dem die Phantoms mit einem Sieg beste Werbung für das bereits am Sonntag stattfindende Heimspiel gegen Trier machen würden. Vielleicht könnten die Phantoms so die in Nördlingen herrschende Euphorie ein Stück weit mit nach Braunschweig bringen…        

 


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