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Nils Mittmann: „Noch möglichst lange Basketballspielen“

30.04.2011

Mit rund 2,5 Stunden Fahrzeit ist es eine der kürzesten Anreisen, dennoch machten sich die New Yorker Phantoms bereits am heutigen Samstagmittag auf den Weg zum ersten Playoff-Viertelfinalspiel bei den Artland Dragons (Sonntag, 17 Uhr). Ein kurzes Training heute Abend in der Artland Arena, früh ins Bett gehen und morgen noch einmal ein entspannter Spaziergang. Von Phantoms-Kapitän Nils Mittmann wollten wir im Interview unter anderem wissen, wie stark der Erstrundengegner wirklich ist, mit welchem Gefühl er in die Playoffs geht – und was er davon hält, dass der FC Bayern München in der kommenden Spielzeit in der Beko BBL spielt.


Mit rund 2,5 Stunden Fahrzeit ist es eine der kürzesten Anreisen, dennoch machten sich die New Yorker Phantoms bereits am heutigen Samstagmittag auf den Weg zum ersten Playoff-Viertelfinalspiel bei den Artland Dragons (Sonntag, 17 Uhr). Ein kurzes Training heute Abend in der Artland Arena, früh ins Bett gehen und morgen noch einmal ein entspannter Spaziergang. Von Phantoms-Kapitän Nils Mittmann wollten wir im Interview unter anderem wissen, wie stark der Erstrundengegner wirklich ist, mit welchem Gefühl er in die Playoffs geht – und was er davon hält, dass der FC Bayern München in der kommenden Spielzeit in der Beko BBL spielt.

Hallo Nils, viele vertreten die Meinung, dass die Artland Dragons ein allzu unangenehmer Gegner sind. Schließlich habt Ihr zwei Mal im Saisonverlauf gegen die Quakenbrücker verloren. Man hätte lieber auf die DEUTSCHE BANK SKYLINERS oder ALBA Berlin treffen sollen…
Nils Mittmann: Wir wurden zwar in der regulären Saison zweimal geschlagen, aber haben uns da klar unter Wert verkauft. Die Playoffs beginnen morgen, da ist alles hinfällig, was vorher war. Wir haben uns diese Woche intensiv vorbereitet und werden uns mit anderem Gesicht präsentieren. Wir müssen den Gegner nicht unnötig stark reden und brauchen uns auch nicht zu verstecken. Der Vierte trifft auf den Fünften.

Stärken müssen die Drachen aber dennoch haben…
Nils Mittmann: Natürlich. Die Artland Dragons sind auf jeder Position doppelt sehr gut besetzt. Die Mannschaft verfügt über viel Erfahrung und über gute Werfer, ist nur sehr schwer auszurechnen. Aufbauspieler Tyrese Rice sticht heraus, daher müssen wir versuchen seine Kreise einzuschränken. Stark besetzt sind sie mit Darren Fenn, Nathan Peavy und Robert Kurz auch unter den Körben. Hinzu kommt, dass alle drei auch hervorragend von außen treffen können.

Und was macht Ihr besonders gut?
Nils Mittmann: Wir brauchen uns in den Playoffs nicht zu verstecken. Besonders das Pokalwochenende in Bamberg hat doch gezeigt, dass wir es verstehen, in zwei Spielen in kürzester Zeit auf hohem Niveau zu spielen. Das Beko BBL TOP FOUR hat uns viel Selbstvertrauen gegeben. Wir sind als Team noch mehr zusammengewachsen. Wenn wir eine gute Defense spielen, kommt unser Angriffswirbel ins Rollen.

Apropos: Die Brose Baskets würden vermutlich im Halbfinale auf Euch warten. Auf die will wohl keiner treffen…
Nils Mittmann: Wenn man in den Playoffs spielt, ist es doch völlig egal, auf welchen Gegner man trifft. Wenn man um die Deutsche Meisterschaft kämpft, muss man Jeden aus dem Weg räumen. Drei Mal haben wir gegen Bamberg gespielt – und drei Mal gut ausgesehen. Aber das ist alles hypothetisch. Erst einmal muss man die Artland Dragons schlagen, die sind nicht schlechter als die Brose Baskets.

Du hast schon viele Playoffs und Pokalturniere in Deiner langen Karriere gespielt. Beschreib mal, was in Dir vorgeht…
Nils Mittmann: Vor dem ersten Spiel spürt man die Anspannung. Aber die ist positiv. Dann fokussiert man alles auf die anstehenden Playoffrunden, schließlich tritt man in die wichtigste Phase der Saison ein. Die Hauptsache ist, dass man locker bleibt.

Reguläre Saison, Playoffs – jetzt wollen wir aber auch mal einen Blick auf die nächste Spielzeit werfen. Der FC Bayern München mischt ab Sommer in der Beko BBL mit. Ist das eine Bereicherung für den deutschen Basketball?
Nils Mittmann: Natürlich wertet dies die Liga auf. Der FC Bayern München ist eine Marke, die weltweit bekannt ist. Davon kann der deutsche Basketball nur profitieren, sich auch positionieren. Wenn Uli Hoeneß die Finger im Spiel hat, entsteht immer etwas Positives. Das kann nur gut sein für die Liga.

Hast Du schon Pläne für den Sommer?
Nils Mittmann: Zunächst einmal hoffe ich, dass wir möglichst lange Basketballspielen und viele schöne Siege feiern werden. Danach kann man es erst entspannt angehen lassen. Ich werde im Sommer auf jeden Fall mit meiner Familie nach Ulm fahren und ein bisschen relaxen.


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