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In die Zange genommen: Kyle Visser und Nicolai Simon machen unter dem Korb dicht. Foto: Camera4

Nichts zu holen beim Tabellenführer ALBA BERLIN – 80:63-Niederlage

23.11.2014

Die Basketball Löwen Braunschweig mussten am heutigen Sonntag, 23. November, beim ungeschlagenen Tabellenführer ALBA BERLIN in der o2 World ran und haben die Partie mit 80:63 (51:33) verloren. Die Mannschaft von Löwen-Trainer Raoul Korner startete gut in das Spiel, hatte im zweiten Viertel jedoch Schwierigkeiten, Mittel gegen die starke Berliner Verteidigung zu finden und geriet deutlich in Rückstand. In der zweiten Hälfte spielten die Braunschweiger ordentlich mit und kamen zwischenzeitlich auf 57:48 heran. Doch fanden die Gastgeber immer wieder die richtigen Antworten, vor allem aus der Distanz: Sie versenkten insgesamt 61 Prozent ihrer Dreipunktewürfe. Bei den Basketball Löwen, die ohne den verletzten Maurice Pluskota (Außenbandriss im Sprunggelenk) antraten, war Kyle Visser mit 16 Punkten Topscorer. Für ALBA BERLIN traf Reggie Redding (14 Zähler) am besten.


Die Basketball Löwen starteten stark in die Partie. Sie verteidigten die Berliner sehr intensiv und gingen nach Punkten von Kyle Visser und Dru Joyce mit 2:5 in Führung. ALBA-Trainer Sasa Obradovic sah sich früh gezwungen, eine Auszeit zu nehmen. Doch auf die folgten zwei Löwen-Dreier zum 2:11 (4. Minute). Zwar konnte der Tabellenführer darauf punkten, kassierte aber auch ein unsportliches Foul. Kyle Visser verwandelte die beiden Freiwürfe sicher und so blieb der Vorsprung zunächst komfortabel. Deshalb „nur“ zunächst, weil die Albatrosse besser ins Spiel fanden – und ebenfalls erfolgreich aus der Distanz waren: Sie versenkten zwei Dreier in Folge und waren im Nu auf 12:15 dran (7. Minute). Diese knappe Führung konnte das Korner-Team bis in die letzte Viertelminute halten. Doch dann waren ALBAs Dreierschützen erneut zur Stelle, trafen zwei Mal von der 6,75-Meterlinie und stellten das 22:21 her. Mit diesem Stand ging es in das zweite Viertel.

Hier gestaltete sich das Spiel zu Beginn weiterhin offen, jedoch zeichneten sich nach und nach Vorteile für den Tabellenersten ab. Die Basketball Löwen kamen seltener erfolgreich zum Abschluss, während am anderen offensiven Brett ALBA-Forward Jamal McLean besser in die Partie fand und Punkte zum 34:27 markierte (15. Minute). Raoul Korner nahm eine Auszeit, jedoch musste sich seine Mannschaft stetig mehr dem Berliner Verteidigungsdruck beugen. Immanuel McElroy sorgte zwar für Zähler an der Freiwurflinie (43:31, 17. Minute), doch aus dem Feld fiel in dieser Phase nichts mehr. Nicolai Simon war knapp zwei Minuten später von gleicher Stelle erfolgreich, allerdings waren die Hausherren zu diesem Zeitpunkt weiter enteilt. Und so ging es mit einem deutlichen Rückstand von 51:33 in die Halbzeitpause.

Die Basketball Löwen starteten mit Zählern von Kyle Visser in die zweite Hälfte. Gleich drei Mal in Folge war der Center erfolgreich und führte sein Team auf 52:39 heran (22. Minute). Allerdings leisteten sich die Braunschweiger Korbjäger auch zwei Ballverluste hintereinander. Damit war die kleine Aufholjagd prompt gestoppt und ALBA BERLIN wieder auf 56:39 weg (24. Minute). Aber Immanuel McElroy & Co. ließen die Köpfe nicht hängen und knabberten mit einer guten Verteidigung erneut etwas vom Rückstand ab: Nach einem weiteren unsportlichen Foul gegen die Hausherren war zunächst Derrick Allen von der Freiwurflinie und danach Tim Abromaitis aus der Mitteldistanz zum 57:48 erfolgreich (28. Minute)! Doch dann nahm der Berliner Reggie Redding das Spiel in die Hand und erzielte Punkt um Punkt. Die Basketball Löwen hingegen waren nur noch einmal von der Freiwurflinie erfolgreich, weshalb der Rückstand zum Ende des Viertels wieder 16 Punkte betrug (65:49).

Zu Beginn der letzten zehn Minuten fanden die Basketball Löwen zurück in ihren offensiven Rhythmus. Und weil ALBA BERLIN fast vier Minuten auf die ersten Punkte warten musste, stand es nach einem Dreier von Tim Abromaitis 68:58 (35. Minute). Dru Joyce und Kollegen hätten durchaus weiter verkürzen können, wenn sie sich nicht erneut Ballverluste und zu viele vergebene offene Würfe geleistet hätten. Und so spielte sich genau das Gegenteil davon ab. Den Basketball Löwen gelangen in den letzten fünf Minuten nur noch fünf Punkte, ALBA BERLIN derer zwölf. Und so endete die Partie schließlich deutlich mit 80:63.

Trainerstimmen zum Spiel:

Raoul Korner (Basketball Löwen Braunschweig): Wir wussten, dass wir hier heute ein Risiko eingehen müssen, wenn wir eine Siegchance haben wollen. Unser Plan war, in der Defense unter dem Korb dicht zu machen und dafür mehr Platz an der Dreipunktelinie in Kauf zu nehmen. Teil eins davon ist uns geglückt, aber ALBA hat das getan, was es tun musste: Seine Dreier hochprozentig getroffen. Über weite Phasen haben wir gut gespielt, nur im zweiten Viertel konnten wir nicht dagegen halten und waren physisch unterlegen.

Sasa Obradovic (ALBA BERLIN): Nach der heftigen Niederlage in Moskau war zu erwarten, dass unser Selbstvertrauen etwa angeschlagen ist. Man hat es zu Beginn gemerkt, aber dann hat meine Mannschaft es geschafft, den Schalter umzulegen. Dieses Umschalten nach Euroleaguespielen wird auch in Zukunft ein Schlüssel zum Erfolg für uns sein.

Basketball Löwen Braunschweig: Gertz, Johnson, Visser 16 (6 Rebounds), Bogdanov, Theis 3, Joyce 9 (5 Assists), Allen 8, Abromaitis 10, Adler, McElroy 5 (4 Assists), Lockett 9, Simon 3.

ALBA BERLIN: Giffey 4, King 6 (4 Assists), Akpinar 5, Vargas 6, Banic 5, Redding 14 (5 Assists), Wohlfarth-Bottermann 5 (6 Rebounds), Stojanovski 12, Renfroe 7 (7 Rebounds, 4 Assists), Hammonds 3, McLean 13 (8 Rebounds).


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