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Nicht das Gelbe vom Ei!

22.03.2008

New Yorker Phantoms – DB Skyliners 65:77 (15:18, 15:18, 22:17, 13:24)

Am Osterwochenende in der Basketball Bundesliga gab es für die New Yorker Phantoms wenig zu feiern. Vielmehr suchten sie in der entscheidenden Phase des Spiels gegen die Deutsche Bank Skyliners nach ihrem Rhythmus. Es waren fünf Minuten, welche die Gäste dazu nutzten, um sich abzusetzen und die Punkte einzufahren.


New Yorker Phantoms – DB Skyliners 65:77 (15:18, 15:18, 22:17, 13:24)

Am Osterwochenende in der Basketball Bundesliga gab es für die New Yorker Phantoms wenig zu feiern. Vielmehr suchten sie in der entscheidenden Phase des Spiels gegen die Deutsche Bank Skyliners nach ihrem Rhythmus. Es waren fünf Minuten, welche die Gäste dazu nutzten, um sich abzusetzen und die Punkte einzufahren. Bei der 65:77- Niederlage der New Yorker Phantoms schafften es die Niedersachsen nie so recht, den gegnerischen Distanzschüssen einen Riegel vorzuschieben. So kam Frankfurt auf eine Dreierquote von 56 Prozent.


Nur eine knappe Woche war es her, da schockten die New Yorker Phantoms den Meister aus Bamberg mit einer phänomenalen Quote aus der Distanz. Der genau umgekehrte Fall trat am 25. Spieltag der Basketball Bundesliga ein. Die Skyliners aus Frankfurt kamen aus dem fernen Hessen, drückten oftmals jenseits der 6,25m-Linie ab, und trafen traumhaft sicher. Vier der sieben im ersten Viertel abgefeuerten Frankfurter Dreier fanden ihren Weg durchs Braunschweiger Netz. Der von der Bank kommende Jimmie Hunt schlug gleich zwei Mal zu und brachte den Gästen die nötig Entlastung der Starter. Für die Hausherren avancierte lediglich John Allen mit elf Zählern zum Aktivposten, wobei er sich mit sieben von sieben Freiwürfen an der Linie komplett schadlos hielt (15:18).


Im zweiten Abschnitt änderte sich an der Trefferquote Frankfurts nicht viel. Immer noch trafen die Mannen von Murat Didin nahezu nach Belieben. Allen voran Evtimov machte den Phantoms zu schaffen. Der Franzose markierte in den zehn Minuten vor der Pause satte elf Punkte, davon neun aus der Distanz. Braunschweig hielt in Person von Andrew Drevo, der in Korbnähe mehr Präsenz zeigte, dagegen. Erst verwandelte er einen Korbleger, dann dunkte er in Poster-reifer Manier über Jimmie McKinney (22:25, 17. Minute). Das Momentum indes blieb auf der Seite des Tabellensiebten, der stets die psychologisch wichtigen Würfe traf – so wie Pascal Roller seinen Dreier kurz vor der Pause (30:36).


Vielleicht war es die Korbanlage, vielleicht aber auch nur Zufall. Fakt jedoch war, das nach dem Seitenwechsel plötzlich die Phantoms Dreier en masse versenkten. So war es nur recht und billig, dass der im zweiten Viertel vollkommen abgetauchte John Allen mit einem Distanztreffer für den ersten Ausgleich seit Spielbeginn sorgte (38:38, 23. Minute). Die erste Führung der Hausherren bestellte wenig später Vielflieger Jonathan Levy per beidhändigem Druckkorbleger von oben (40:38, 24. Minute). Für deutlich mehr Aufsehen sorgte da nur noch Steven Wright, der gleich den dreifachen „Dreierpack“ auflegte und offensiv Verantwortung übernahm (52:53).


Es schien auf ein enges Finish hinauszulaufen. Doch schien für die Phantoms der Korb plötzlich wie vernagelt zu sein. Frankfurt nutzte die Braunschweiger Probleme mit der 24 Sekunden-Uhr und diverse Ballverluste, um die einst knappe Führung in den zweistelligen Bereich auszubauen (53:64, 36. Minute). Der erste Feldkorb der Niedersachsen fiel nach langen und zermürbenden fünfeinhalb Minuten. Zu spät, um das bis dahin in die Höhe geschossene Selbstvertrauen der Mainhattan Giganten noch anzukratzen. Jegliche offensive Hoffnungsschimmer wurde direkt ausgekontert.

So verlieren die New Yorker Phantoms mit 65:77 auch das zweite Aufeinandertreffen der Saison 2007/08 gegen die Deutsche Bank Skyliners.

Nach der Partie zeigte sich Murat Didin zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft. „Für uns war es heute wichtig, dass wir Braunschweig unter 70 Punkten halten konnten“, so der Skyliners-Headcoach, der das Engagement der Hausherren ebenso wertschätzte. „Wir haben auf dem Feld gegen eine Braunschweiger Mannschaft gespielt, die sich ganz klar für die Playoffs positionieren will, gut organisiert und gecoacht ist. Die Phantoms agieren mit weitaus mehr Ernsthaftigkeit, als sie es in der Vergangenheit getan haben.“ Die verpasste Chance, sich gegen die direkte Konkurrenz zu behaupten, fasste Phantoms-Trainer Emir Mutapcic kurz und passend zusammen: „. Es war die Begegnung zweier Playoff-Mannschaften, bei der das Team mit der besseren Erfahrung die Oberhand bewahrt hat. Wir sind teilweise noch zu jung, um in den entscheidenden Momenten die richtigen Entscheidungen zu treffen. Der Druck nach dem dritten Viertel war stellenweise zu hoch für uns.“



New Yorker Phantoms:

Wright (14/4), Levy (15/3), Allen (16/1), Visser (4), Drevo (12/1), Jones, Cain (2), Schmidt, Coleman (2)


Deutsche Bank Skyliners:

Bahiense de Mello, Archibong (4/1), Roller (11/2), Shtein, Allen (19), McKinney (13/3), Evtimov (24/5), Hunt (6/2), Johnson

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