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New Yorker Phantoms zu Gast beim Tabellenführer Brose Baskets

02.02.2013

Die New Yorker Phantoms Braunschweig treten am Montag, 4. Februar (Tip-Off: 19.30 Uhr), in der „Frankenhölle“ bei den Brose Baskets an. Nachdem sie erst am Mittwoch zu Hause gegen das Top-Team des FC Bayern München ran mussten, erwartet die Braunschweiger Korbjäger in Bamberg eine weitere schwere Hürde. Der amtierende deutsche Meister ist in der Beko BBL nach 19 bestrittenen Spielen das Maß aller Dinge und steht auf Tabellenplatz eins. Zudem hat die Mannschaft von Coach Chris Fleming gestern auch im höchsten europäischen Wettbewerb (Euroleague) ihre Klasse gezeigt. Sie verlor nur knapp mit 73:76 beim Euroleague-Sieger von 2011 Panathinaikos Athen.


Gerade einmal fünf Wochen ist es her, dass die New Yorker Phantoms in der heimischen Volkswagen Halle den Brose Baskets gegenüberstanden und sich von der Leistungsstärke der Bamberger einen Eindruck verschaffen konnten. Im letzten Spiel des alten Jahres verloren die Braunschweiger Basketballer gegen den dreifachen Double-Sieger mit 67:83, zeigten dabei aber eine gute Leistung und waren aufgrund einer starken Defensivleistung bis zur Halbzeit auf Augenhöhe (31:34). In der zweiten Spielhälfte musste die Mannschaft von Headcoach Kostas Flevarakis allerdings dem stark besetzten Frontcourt der Bamberger Tribut zollen. Ex-NBA-Spieler Bostjan Nachbar markierte 14 Punkte im dritten Viertel und sein Kollege Sharrod Ford war an diesem Tag ohnehin heiß gelaufen, traf 67 Prozent seiner Würfe aus dem Feld und kam am Ende auf 21 Zähler. Bei den New Yorker Phantoms überzeugte vor allem Eric Boateng mit einem Double-Double (21 Punkte, elf Rebounds).

„Der Bamberger Frontcourt hat uns im Hinspiel sehr weh getan. Allerdings wird es uns wenig helfen, wenn wir uns im Spiel am Montag zu sehr auf ihre „Big Men“ konzentrieren, denn in diesem tief besetzten Top-Team kann jeder Spieler punkten“, sagt Kostas Flevarakis. Ein Blick auf die bisherige Statistik des Tabellenführers bestätigt dies. Sieben(!) Spieler im Bamberger-Kader punkten zweistellig. Die besten Punktesammler sind nach wie vor Bostjan Nachbar und Anton Gavel mit jeweils 13,4 Zählern. Beide Spieler präsentieren sich in dieser Saison sehr treffsicher von der Dreipunktelinie und netzen über 40 Prozent ihrer Würfe aus der Distanz ein. Die Dreierquote der Brose Baskets ist in dieser Spielzeit ohnehin stark: 40,9 Prozent fallen durch die Reusen – das ist Ligaspitze!

Zu dieser guten Quote trägt auch Power Forward Sharrod Ford bei. Nach einem mehr oder weniger durchwachsenen Saisonstart hat der 2,06 Meter große US-Amerikaner in den letzten Wochen immer besser ins Spiel gefunden, trifft 47,7 Prozent seiner Dreier und kommt auf 12,9 Punkte und 6,5 Rebounds pro Partie. Center AJ Ogilvy hat nach längerer Verletzungspause bislang zwei Ligaspiele bestritten und erzielte in diesen zwölf Punkte im Schnitt, Guard Sergerio Gipson sortiert sich mit 10,3 Zählern ein, während Kapitän Casey Jacobsen sowie Center Maik Zirbes pro Spiel je zehn Punkte beisteuern.

Eine nennenswerte Veränderung im Vergleich zum Hinspiel vor fünf Wochen ist die Tatsache, dass Anton Gavel im Januar die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten hat und damit nicht mehr einen der sechs Ausländerplätze belegt. Zuletzt profitierte von diesem frei gewordenen Platz der im Dezember verpflichtete Jeremiah Massey. Der US-amerikanische Power Forward mit mazedonischem Pass kam bisher drei Mal zum Einsatz und legte im Schnitt 8,3 Punkte auf.

„Wir fahren natürlich mit viel Respekt nach Bamberg, treten dort wie in jeder anderen Partie aber dennoch an, um zu gewinnen. Wir haben im Hinspiel defensiv eine gute Leistung gezeigt, müssen am Montag und insgesamt betrachtet aber offensiv besser produzieren“, sagt Kostas Flevarakis kämpferisch. „Wir wollen diese Partie nutzen, um nach der Verpflichtung von Lubos Barton unser Zusammenspiel in der neuen Team-Konstellation zu verbessern und Lubos weiter zu integrieren. Nach dem harten Programm der letzten Wochen, in denen wir u.a. gegen vier Spitzenteams der Liga antreten mussten und diese Spiele verloren haben, müssen wir jetzt schnell einen guten Rhythmus für die kommenden wichtigen Begegnungen im Februar und März gegen direkte Konkurrenten entwickeln“, so der Braunschweiger Headcoach, der vermutlich auf Jeremiah Davis verzichten muss. Den Spielmacher plagen schmerzhafte Fußbeschwerden, wegen derer er schon gegen FC Bayern München nicht zum Einsatz kam.


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