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New Yorker Phantoms verlieren Krimi in der Verlängerung

03.10.2012

45 Spielminuten hat es gedauert, bis am heutigen Mittwoch, 3. Oktober, der Sieger in der Auftaktpartie New Yorker Phantoms gegen ratiopharm ulm ermittelt war. In einem wahren Krimi unterlagen die Braunschweiger Korbjäger mit 91:92 (35:32, 80:80) in der Verlängerung vor begeisterten 4129 Zuschauern in der Volkswagen Halle. Casey Mitchell avancierte mit 21 Punkten zum besten Punktesammler im Phantoms-Trikot.


45 Spielminuten hat es gedauert, bis am heutigen Mittwoch, 3. Oktober, der Sieger in der Auftaktpartie New Yorker Phantoms gegen ratiopharm ulm ermittelt war. In einem wahren Krimi unterlagen die Braunschweiger Korbjäger mit 91:92 (35:32, 80:80) in der Verlängerung vor begeisterten 4129 Zuschauern in der Volkswagen Halle. Casey Mitchell avancierte mit 21 Punkten zum besten Punktesammler im Phantoms-Trikot.

Die Gastgeber fanden gut in die Partie und zeigten von Beginn an, dass sie ein heißes Händchen von der Dreipunktewurflinie hatten. Nachdem zunächst Casey Mitchell aus der Distanz eröffnete hatte, lagen die New Yorker Phantoms schnell mit 10:5 in Führung (3. Minute). In der Folge wollte bei Kapitän Nils Mittmann und Kollegen der Ball allerdings nicht mehr durch den Korb fallen. Diese Phase nutzten die Gäste aus, bei denen es Steven Esterkamp vorbehalten war, seine Farben nach acht Minuten mit einem Zähler in Führung zu bringen (13:14). Mit viel Kampf, Leidenschaft und einer starken Defensivleistung drehten die Braunschweiger-Korbjäger diesen Spielstand aber noch einmal und beendeten das erste Viertel mit 19:14.

Die Phantoms-Basketballer agierten im zweiten Spielabschnitt weiterhin sehr engagiert und konnten ihren Vorsprung zunächst halten. Doch plötzlich stockte erneut der Phantoms-Motor: Insgesamt vier Minuten blieben die Braunschweiger ohne Korberfolg, ehe Thad McFadden diese Durststrecke mit einem erfolgreichen Dreipunktewurf durchbrach und damit wieder den Motor zündete. Mit einer knappen Phantoms-Führung von 35:32 gingen die Teams in die Halbzeitpause.

Anfangs des dritten Viertels konnten die Ulmer diesen Vorsprung schnell wettmachen und setzten sich auf vier Zähler ab. In dieser Phase entwickelte sich das Spiel zu einem offenen Schlagabtausch, allerdings behielten die Gäste ihre Führung bei (42:46, 24 Minute). Gegen Ende dieses Spielabschnitts nahm der New Yorker Phantoms-Kapitän Nils Mittmann das Heft in die Hand und feuerte zwei erfolgreiche Dreipunktewürfe hintereinander zum 50:49 für sein Team (27. Minute) durch die Reusen. Dennis Schröder erhöhte kurz vor Ende des Viertels zum 58:54.

Mit Beginn der vierten Spielabschnitts hatten die Gäste zunächst den besseren Lauf. Ein tolles Anspiel von Dennis Schröder auf Erik Land sorgte aber für die ersten Punkte der Braunschweiger, die in dieser Phase mit vier deutschen Spielern auf dem Parkett standen. Ein Monsterblock von Nils Mittmann an Allan Ray brachte die Halle zum Kochen, verhinderte aber leider nicht, dass die Spatzen sich erneut leicht absetzen konnten und ihren Vorsprung drei Minuten vor Ende der Partie auf fünf Zähler ausbauten (67:72). Mit viel Herz kämpften sich die Phantoms-Basketballer zurück und Casey Mitchell traf eiskalt in letzter Sekunde einen Wahnsinnsdreier zum 80:80. Die Halle stand jetzt Kopf: Verlängerung!

Zwar starteten die Phantoms-Basketballer gut in die letzten fünf Minuten der Partie, aber die Ulmer gaben nicht auf und erarbeiteten sich vorrangig an der Freiwurflinie wieder die Führung. Fünf Sekunden vor Ende der Begegnung nutzte Casey Mitchell die Konfusion unter dem Ulmer Korb und erzielte das 91:90. Die Fans wähnten sich bereits im Siegesjubel als Ray bei nur noch zwei Sekunden auf der Uhr gefoult wurde und zwei Freiwürfe zugesprochen bekam. Aufgrund einer Verletzung warf diese jedoch Philipp Schwethelm und traf beide zum 91:92. Zwar erhielten die New Yorker Phantoms noch einmal den Ball, konnten diesen aber nicht mehr im gegnerischen Korb unterbringen. Damit war die knappe Niederlage gegen den Vizemeister besiegelt.

Scouting zum Spiel

Nach dem Spiel haben sich die beiden Headcoaches, sowie der Braunschweiger Spieler Casey Mitchell und Ulms John Bryant wie folgt geäußert:

Kostas Flevarakis: Ich bin sehr stolz auf meine Spieler. Ich denke, man kann heute beiden Mannschaften zu ihrer Leistung gratulieren. Bei unserem derzeitigen Stand können wir optimistisch in die Zukunft gucken. Wir hatten mehr Rebounds, mehr Assists und mehr Steals als Ulm - das einzige, was Ulm mehr hatte, waren Freiwürfe. Wir haben ein junges Team und können an allen Fehlern, die wir gemacht haben noch arbeiten und auch alles verbessern. Ich möchte mich auch noch bei den Fans bedanken und allen Leuten, die heute hinter uns standen.  

Thorsten Leibenath: Ich bin sehr zufrieden mit unserem Sieg. Insbesondere wenn man bedenkt, mit wie wenig Spielern wir heute angetreten sind. Es war heute eine Energieleistung und ein sehr schwieriger, aber auch glücklicher Sieg. Ich sage immer, dass wenn ein Spiel in die Verlängerung geht, der Ausgang in beide Richtungen gehen kann. Die Zuschauer haben ein nicht immer schönes, dafür aber kampfbetontes Spiel gesehen. In solch einer Partie ist es schade, dass es einen Verlierer geben muss.

Casey Mitchell: Wir haben als Team hart gekämpft. Ich bin heute nicht mit dem Gedanken in dieses Spiel gegangen, dass ich besonders viele Punkte machen will. Ich will einfach mein Bestes geben. Wir werden weiter intensiv an uns und unserem Spiel arbeiten.

John Bryant: Es war für uns sehr wichtig, diesen Auswärtssieg zu holen. Aber wir müssen diese unnötigen Ballverluste eliminieren. Das ist etwas, worüber wir auch in der Pre-Season schon oft geredet haben.


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