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Foto: medi bayreuth

New Yorker Phantoms verlieren erstes Auswärtsspiel deutlich

10.10.2013

Nach zwei Heimspielsiegen zum Saisonauftakt mussten sich die New Yorker Phantoms Braunschweig am Donnerstag, 10. Oktober, deutlich bei medi bayreuth geschlagen geben. 49:73 (28:37) endete die Partie, in der die Braunschweiger Bundesliga-Basketballer zu selten die nötige Energie fanden, um die Gastgeber und das Spiel zu kontrollieren. Hinzukommend traf die Mannschaft von Raoul Korner nur unterirdische vier Prozent von der Dreierlinie (1/23). Für die New Yorker Phantoms punkteten Isaiah Swann und Aaron Doornekamp mit je zehn Zählern am Häufigsten. Bei Bayreuth war Ronnie Burrrell kaum zu stoppen und legte 21 Punkte und neun Rebounds auf. Ex-Phantom Kevin Hamilton kam zudem auf starke neun Punkte, elf Assists und sieben Rebounds.


Die New Yorker Phantoms starteten mit einem erfolgreichen Wurf von Kyle Visser. Allerdings gehörten die nächsten Minuten den Gastgebern, die acht Punkte in Folge markierten (8:2, 3. Minute). Die Braunschweiger Korbjäger hatten in dieser Anfangsphase Schwierigkeiten, offensiv den Rhythmus zu finden – was jedoch auch einer guten Bayreuther Verteidigung geschuldet war. Aus der Distanz gab es für Nana & Co. selten gute Wurfoptionen, weshalb der Ball immer wieder zu Phantoms-Center Kyle Visser unter den Korb ging. Der machte seine Sache ordentlich und verkürzte mit seinen Punkten sechs und sieben per Korbleger zum 14:9 (7. Minute). Zum Ende der ersten zehn Minuten setzten dann beide Teams vor allem defensiv Akzente, weshalb nicht mehr viele Körbe fielen. Nach zwei Braunschweiger Ballgewinnen in der letzten Minute ging es mit 17:13 in das zweite Viertel.

Die Mannschaft von Raoul Korner wirkte jetzt insgesamt etwas griffiger, offensiv wie defensiv – und das sollte sich bezahlt machen. Nach starkem Zug von Aaron Doornekamp zum Korb und erfolgreich abgeschlossenen Korbleger, netzte „ChaCha“ Zazai zwei Mal ein und besorgte den Ausgleich (19:19, 13. Minute). Mit dem wieselflinken Braunschweiger Aufbauspieler hatten die Bayreuther ihre liebe Müh, und so war es erneut Zazai, der dann die Wende einleitete: Er stibitzte den Ball, legte auf Isaiah Swann ab, der per Dunking die 19:21-Führung herstellte. Doch obwohl die New Yorker Phantoms jetzt eigentlich etwas das Momentum auf ihrer Seite hatten, kippte die Partie wieder zu Gunsten der Oberfranken. Nach einem erfolgreichen Freiwurf von Kyle Visser trafen die Gastgeber drei Dreier in Folge und läuteten damit einen 13:0-Lauf zum 34:22 nach 18 Spielminuten ein. Und auch wenn bei den Braunschweiger Basketballern nach wie vor keine Würfe aus der Distanz fielen (0/9 Dreier nach zwei Vierteln) und sie insgesamt nicht bissig genug wirkten, so konnten sie den Rückstand zur Halbzeit auf neun Zähler zum 37:28 reduzieren.

Mit Beginn des dritten Viertels kamen die Bayreuther besser aus der Kabine und markierten sieben Zähler in Serie (44:28, 23. Minute). Bei den New Yorker Phantoms war hingegen Sand im Getriebe – und die Würfe wollten einfach nicht fallen. Nach dreieinhalb Minuten in diesem Abschnitt war es Isaiah Swann vorbehalten, von der Freiwurflinie die ersten Punkte für sein Team in diesem Viertel zu erzielen (44:30, 24. Minute). Nach 25 Minuten hatte Raoul Korner jedoch genug gesehen und nahm eine Auszeit. Aber die Gastgeber waren jetzt einfach am Drücker und bauten ihren Vorsprung auf 19 Zähler aus (49:30). Allerdings war es zum wiederholten Male ChaCha Zazai, der seiner Mannschaft offensiv wie defensiv wichtige Impulse gab und entsprechend großen Anteil daran hatte, dass die Phantoms-Basketballer eine Minute vor Viertelende wieder auf zehn Zähler dran waren (51:41). Ein Dreier des starken Ronnie Burrell bedeutete jedoch das 54:41 nach 30 Minuten.

Zwar eröffnete Aaron Doornekamp die letzten zehn Minuten mit einem erfolgreichen Korbleger. Doch der kaum zu stoppende Ronnie Burrell sorgte für vier Zähler seiner Farben zum 58:43 (32. Minute). Während bei den New Yorker Phantoms die Wurfquote von der Dreierlinie unterirdisch blieb, aber auch Mitteldistanz- und Freiwürfe ihr Ziel verfehlten, spielte sich Bayreuth in einen Rausch. Die Oberfranken bekamen ihre Würfe, warfen und trafen und setzten sich immer weiter ab. Nach etwa 36 Minuten lagen Swann & Co. mit 21 Zählern zurück (67:46). Insgesamt gelangen der Mannschaft von Raoul Korner in diesem Viertel nur acht Punkte – davon war der letzte Wurf der erste Dreier, der in diesem Spiel für die Braunschweiger durch die Reuse fiel. Das änderte aber nichts mehr an der schlussendlich deutlichen Niederlage.

Trainerstimmen zum Spiel:

Raoul Korner (New Yorker Phantoms Braunschweig): „Ich werde kein Geheimnis verraten, wenn ich neidlos anerkennen muss, dass Bayreuth über 40 Minuten die bessere Mannschaft war. Das Spiel ist relativ rasch analysiert. Wir haben mit zu wenig Energie agiert, wir haben die Offense zu früh abgebrochen und defensiv waren wir den berühmten Schritt zu spät. Wir haben nicht die Aggressivität gezeigt, die wir brauchen und über die wir uns definieren müssen. Wir hatten einen kleinen Run im zweiten Viertel, wo es aussah, als könnten wir die Partie über den Kampf eng gestalten, das war aber leider ein Strohfeuer. So waren wir nur Passagier in diesem Spiel."

Predrag Krunic (medi bayreuth)
: „Es war ein sehr gutes Spiel von uns, wir haben eine sehr gute Verteidigung gespielt und unsere Spieler haben viel Intensität und Engagement gezeigt. Das war von der ersten bis zur letzten Minute eine sehr gute kämpferische Leistung! Die Fans haben uns zudem wieder sehr gut unterstützt. Wir wussten vor dem Spiel, dass wir sehr gut verteidigen müssen, weil Braunschweig gegen Ulm und Trier sehr gut gespielt und getroffen hat. Das hat wirklich gut geklappt! Bryan Bailey ist auf die Schulter gefallen. Dass er heute so wenig gespielt hat, habe ich mit ihm besprochen, wir wollten kein Risiko eingehen."

New Yorker Phantoms: Swann 10 (8 Rebounds), Kulawick 3, Zazai 8 (3 Steals), Visser 9, Nana 9 (6 Rebounds), Florence, Doornekamp 10, Pluskota, Gertz, Wessels n.e., Land, McElroy.

medi bayreuth: Simon 10, Bailey, Hamilton 9, Zeis, Chambers, Schmitz, Burrell 21 (9 Rebounds), Genz, Weems 14 (7 Rebounds), Seither, Qvale 13, Wyrick 6.


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