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New Yorker Phantoms verlieren beim Vizemeister Ulm

06.04.2013

Die New Yorker Phantoms mussten am Samstag, 6. April, ihre vierte Niederlage in Folge verkraften. Der Braunschweiger Basketball-Bundesligist unterlag beim haushohen Favoriten und Vizemeister ratiopharm ulm am Ende deutlich mit 77:104 (38:47), hatte sich aber über 35 Minuten durch viel Willen und guten Einsatz ausgezeichnet und sich nach höheren Rückständen mehrfach wieder herangearbeitet. In der Mannschaft von Phantoms-Cheftrainer Kostas Flevarakis punkteten vier Spieler zweistellig. Topscorer wurde Jermaine Anderson mit 13 Punkten. Bei den Ulmern, die insgesamt mit einer starken Trefferquote von 57 Prozent aus dem Feld (48 Prozent Dreier) überzeugten, kam John Bryant als bester Punktesammler auf 20 Zähler.


Mit einem Dreier von Lubos Barton starteten die New Yorker Phantoms in die Partie, die sich in den folgenden Minuten ausgeglichen gestaltete. Wann immer sich eine Mannschaft eine leichten Vorsprung erarbeitete, konnte die andere umgehend nachlegen. Und so stand es nach zwei erfolgreichen Treffern von Courtney Pigram nach fünf Minuten 10:13 für die Braunschweiger Korbjäger. Doch auch wenn Dennis Schröder & Co. gut im Spiel waren, so gab es ein Manko: Die Trefferquote. Während die Phantoms-Basketballer nur 31 Prozent aus dem Feld trafen, versenkten die Ulmer 50 Prozent ihrer Würfe und konnten sich aufgrund dessen bis zum Ende des ersten Viertels auf sieben Zähler absetzen (23:16).

Mit Beginn des zweiten Abschnitts vergrößerte sich der Rückstand der Braunschweiger Korbjäger zunächst auf zwölf Zähler (28:16, 11. Minute). Und obwohl sie ein technisches Foul, Offensiv-Rebounds des Gegners und vergebene Freiwürfe wegstecken mussten, kamen sie wieder heran. Erfolgreiche Dreier von Kapitän Nils Mittmann und Lubos Barton hier, ein schönes Anspiel von Nick Schneiders auf Jermaine Anderson da und drei verwandelte Freiwürfe von Letztgenanntem sorgten neben einer stabilen Verteidigung für das 36:32 in der 16. Minute. Dieser knappe Rückstand hatte bis zwei Minuten vor der Halbzeitpause Bestand, ehe bei den Braunschweiger Korbjägern zwei Würfe ihr Ziel verfehlten, die Ulmer im Gegenzug aber treffsicher blieben und beide Teams daher beim Stand von 47:38 in die Halbzeitpause gingen.

Im dritten Viertel blieben die New Yorker Phantoms am Tabellendritten dran. Zwar war der wie schon in der ersten Halbzeit heiß von der Dreierlinie und konnte so zwischenzeitlich auf 14 Punkte davonziehen (57:43, 23. Minute). Doch ein technisches Foul gegen Ulm-Trainer Thorsten Leibenath nutzten McElroy & Co zu einem Vier-Punkte-Spiel und stellten damit das 57:47 her. Als dann der gute Nils Mittmann und Jermaine Anderson ebenfalls ihre Treffsicherheit von der 6,75-Meter-Linie unter Beweis stellten und Anderson noch zwei Zähler nachlegen konnte, betrug der Braunschweiger Rückstand nur noch sieben Zähler (62:55, 27. Minute). Ulms Center John Bryant hatte mit einem Dreier jedoch postwendend die passende Antwort auf die Braunschweiger Aufholjagd. Überhaupt war Bryant in diesem Viertel kaum zu stoppen und hauptsächlich dafür verantwortlich, dass die New Yorker Phantoms mit einem 72:58-Rückstand in die letzten zehn Minuten gingen.

Hier begannen die Braunschweiger Korbjäger zunächst mit zwei Punkten von Courtney Pigram. Aber die Hausherren drückten jetzt mächtig aufs Tempo. Und weil die Phantoms-Basketballer im Gegensatz dazu zu langsam in der „transition defense“ waren, kam der Gegner zu einfachen Punkten und konnte schnell mit 80:62 in Führung gehen (33. Minute). Doch wie schon in den Vierteln zuvor bliesen Barton & Co. erneut zur Aufholjagd. Sie kämpften, arbeiteten gut am offensiven Brett und hatten in der 36. Minute zum 82:72 aufgeschlossen. War es im dritten Viertel noch John Bryant, der die Braunschweiger Basketballer zu stoppen wusste, so galt dies nun für Per Günther. Der Ulmer Aufbauspieler markierte sieben Punkte in Folge zum 91:74 (38. Minute) und hatte damit die bis hierhin gezeigte Gegenwehr der New Yorker Phantoms schlagartig im Keim erstickt. Während der Vizemeister in den nun verbleibenden zwei Minuten noch einmal heiß lief und 13 Punkte erzielte, markierten Mittmann und Kollegen nur noch drei Zähler zum 104:77-Endstand.

Trainerstimmen zum Spiel:

Kostas Flevarakis (New Yorker Phantoms): Wir haben heute ein Spiel zwischen zwei Mannschaften gesehen, die in ihren Grundvoraussetzungen sehr unterschiedlich aufgestellt sind. Und obwohl wir gegen ein Team verloren haben, dass auf allen Positionen sehr stark besetzt ist, war der Unterschied über 35 Minuten des Spiels nicht so groß, wie es das Resultat erahnen lässt. Wir haben versucht, das Tempo zu kontrollieren, aber in den letzten Minuten haben wir gemerkt, dass wir keine Chance haben. Ich denke, das Ergebnis haben wir nicht verdient. Aber wir müssen uns jetzt auf die Spiele konzentrieren, die wir gewinnen können. Abschließend möchte ich Ulm noch zu dieser sehr guten Saison gratulieren. Das, was sie bisher erreicht haben, passiert nicht durch Zufall sondern ist das Ergebnis sehr guter Arbeit.

Thorsten Leibenath (ratiopharm ulm): Ich danke Kostas Flevarakis für die Komplimente. Das Endergebnis ist sicher etwas zu hoch ausgefallen, denn Braunschweig war keine 27 Punkte schwächer als wir. Wenngleich ich das Gefühl hatte, dass wir stets die Kontrolle hatten, mussten wir bis zum Schluss hochkonzentriert spielen. In der ersten Halbzeit ist es uns nicht gelungen, den Ball ans Brett zu bekommen. In der zweiten Halbzeit hatten wir uns dann auf die Braunschweiger Verteidigung besser eingestellt. Besonders froh bin ich, dass heute kein Spieler mehr als 24 Minuten gespielt hat, denn vor der schwierigen Woche in Bamberg und gegen die Artland Dragons ist das sehr wichtig.

New Yorker Phantoms: Kulawick 3, Mittmann 11, Schneiders 5 (5 Rebounds), Pigram 10, Anderson 13, Boateng 5 (5 Rebounds), Sant-Roos n.e., Schröder 9, Gertz n.e., Land, McElroy 12 (6 Assists), Barton 9 (7 Rebounds).

ratiopharm ulm: Günther 18 (6 Assists), Betz, Jönke 2, Theis 12 (6 Rebounds), Ray 6, Heberlein, Hesson 11 (7 Rebounds), Esterkamp 7, Schwethelm 14, Jeter 8 (5 Rebounds, 4 Assists), Samhan 6 (8 Rebounds), Bryant 20 (6 Rebounds).


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